Ge­rüs­tet für den Thü­rin­gen­tag

Söm­mer­da er­le­digt letz­te Pfle­ge­ar­bei­ten. Bür­ger­meis­ter wirbt bei An­woh­nern um Ver­ständ­nis für Ein­schrän­kun­gen

Thüringische Landeszeitung (Jena) - - THÜRINGEN - VON FA­BI­AN KLAUS

Söm­mer­da. Die sen­gen­de Hit­ze hält die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Be­triebs­ho­fes an die­sem Di­ens­tag nicht von der Ar­beit ab. Wie auch. Schließ­lich drängt die Zeit. Am Wo­che­n­en­de wer­den mehr als 100.000 Be­su­cher er­war­tet – Söm­mer­da putzt sich raus für den Thü­rin­gen­tag.

Am Stadt­ring wäs­sert Chris­ti­an Kräh­mer die Bäu­me, die vor ei­nem Jahr hier ge­pflanzt wur­den. „Zwei Wo­chen schon be­fin­den wir uns in in­ten­si­ven Vor­be­rei­tun­gen“, er­zählt der Mit­ar­bei­ter des Be­triebs­ho­fes. Die lang­fris­ti­gen Auf­ga­ben wer­den schon viel län­ger ab­ge­wi­ckelt.

Zwei Da­men fla­nie­ren ge­ra­de am Teich ent­lang und un­ter­hal­ten sich über die Schwie­rig­kei­ten, die mit ei­nem sol­chen Fest ein­her ge­hen. „Des­halb tref­fen wir uns heu­te“, sagt die ei­ne zum Re­por­ter. Mor­gen sei dann be­reits zu viel los. Und Park­plät­ze ge­be es dann für die Ar­beit­neh­mer in der Stadt kei­ne mehr. Die An­woh­ner hät­ten es dann eben­so schwer, zu ih­ren Woh­nun­gen und Grund­stü­cken zu ge­lan­gen. Aber ei­gent­lich, da sind sich die bei­den Freun­din­nen ei­nig, sei das Fest doch „sehr gut für die Stadt“.

Dort las­sen sich an vie­len Stel­len ers­te An­zei­chen für das gro­ße Fest er­ken­nen. Ro­te Stark­strom­käs­ten zie­ren den Weg auf dem Stadt­ring, wo drei der ins­ge­samt zwölf The­men­mei­len an­ge­sie­delt sein wer­den und auch der Fe­st­um­zug ent­lang füh­ren wird. An zahl­rei­chen La­ter­nen­mas­ten hän­gen Hin­weis­schil­der auf Pa­pier­kör­be, die in den nächs­tenTa­gen­no­ch­an­ge­bracht­wer­den. In der In­nen­stadt tau­chen die Strom­käs­ten wie­der auf, ge­ben aber nur ganz un­ge­fäh­re Hin­wei­se über die Plat­zie­run­gen der zahl­rei­chen Stän­de. „Der Kon­su­ment steht nicht im­mer dort, wo wir den Strom ha­ben“, sagt Ste­fan Schmidt vom Or­ga­ni­sa­ti­ons­team der Stadt und er­klärt so die auf­ge­bau­ten Strom­brü­cken. Ge­ra­de steht er mit Mat­thi­as Berg­mann vor dem 490 Jah­re al­ten Rat­haus am Markt­platz. Sie war­ten vor gro­ßen Auf­stel­lern, die über das so­ge­nann­te Thü­rin­gen­tag-Brot in­for­mie­ren, das die Bä­cke­rei zum Fest an­bie­tet. „Ein Brot, das zu 99 Pro­zent mit Thü­rin­ger Pro­duk­ten her­ge­stellt ist“, sagt Mat­thi­as Berg­mann. Er ist Chef der gleich­na­mi­gen Bä­cke­rei und er­war­tet pro­mi­nen­te Gäs­te zur Ver­kos­tung. Thü­rin­gens Mi­nis­ter­prä­si­dent Bo­do Ra­me­low (Lin­ke) hat sein Ka­bi­nett an die­sem Di­ens­tag in der Gast­ge­ber­stadt des Thü­rin­gen­ta­ges zu­sam­men­ge­ru­fen und al­le Mi­nis­te­rin­nen und Mi­nis­ter der rot-rot-grü­nen Lan­des­re­gie­rung ha­ben sich auf den Weg ge­macht. Der Mi­nis­ter­prä­si­dent und der Bür­ger­meis­ter blei­ben noch ein paar Mi­nu­ten, um im Rat­haus­saal war­ten­den Jour­na­lis­ten Re­de und Ant­wort zu ste­hen. Ra­me­low wirkt schon fast über­schwäng­lich, wenn er von den Vor­be­rei­tun­gen auf das Fest spricht und vor al­lem die Spon­so­ren lobt. „Es ist ei­ne un­glaub­lich brei­te Initia­ti­ve aus der Wirt­schaft, die die­sen Thü­rin­gen­tag trägt.“Ralf Hau­boldt (Lin­ke) lobt in­des al­le, die an den Vor­be­rei­tun­gen be­tei­ligt ge­we­sen sind. Bür­ger­ver­samm­lun­gen mit mehr als 1000 In­ter­es­sier­ten ha­be es ge­ge­ben. Für EN­DE FE­ST­UM­ZUG L

P O 8 J M N + I mög­li­che Ein­schrän­kun­gen für die Be­völ­ke­rung bit­tet er um Ver­ständ­nis.

Ei­ner der Hö­he­punk­te des Thü­rin­gen­ta­ges dürf­te der gro­ße Fe­st­um­zug am Sonn­tag (13 Uhr) sein, für den sich mitt­ler­wei­le 4000 Teil­neh­mer an­ge­mel­det ha­ben. In 130 Bil­dern wer­den die Teil­neh­mer die Ge­schich­te ih­rer Hei­mat prä­sen­tie­ren. Zu den At­trak­tio­nen ge­hört mit Si­cher­heit auch wie­der der Auf­tritt der Ge­schwis­ter Weis­heit, die 7 i i G

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Mi­nis­ter­prä­si­dent lobt „Initia­ti­ve der Wirt­schaft"

am Frei­tag (22.30 Uhr), Sams­tag (21.30 Uhr) und Sonn­tag (16 Uhr) in luf­ti­ger Hö­he mit ih­rer Show zu se­hen sein wer­den.

Auf zwölf The­men­mei­len er­fah­ren die Be­su­cher an drei Ta­gen al­ler­hand über Thü­rin­gen und wer­den auf acht Büh­nen bes­tens un­ter­hal­ten. Denn auch die Künst­ler bil­den ein brei­tes Feld ab.

Üb­ri­gens: Die Bahn fährt an al­len drei Ta­gen Son­der­schich­ten und ist bis in die Nacht un­ter­wegs. Von den gro­ßen Park­plät­zen am Ran­de der Stadt sind Zen­trum und Ver­an­stal­tungs­mei­len mit Shut­tle-Bus­sen er­reich­bar.

• Das ge­sam­te Pro­gramm, das es auch für al­le Nut­zer mo­bi­ler End­ge­rä­te als App zum Down­load gibt, und die An­fahrts­mög­lich­kei­ten stellt die Stadt on­li­ne be­reit: thue­rin­gen­tag.stadt­soem­mer­da.de

AR­CHIV-FO­TO: JENS KÖ­NIG

Li­sa Markschef­fel und Jo­nas Pa­wel­ski stel­len als Thü­rin­gen­tag-Paar das Ehe­paar Salz­mann dar und wer­den am Wo­che­n­en­de über die Mei­len des Fes­tes fla­nie­ren.

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