Le­sung und Ge­spräch mit Max Czol­lek

Au­tor stellt streit­ba­res Buch vor

Thüringische Landeszeitung (Jena) - - JENA -

Je­na. Der Ly­ri­ker, Es­say­ist und Ku­ra­tor Max Czol­lek (Ber­lin) ist am kom­men­den Frei­tag im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­rei­he „Fra­gen der Ge­gen­wart – Ein Dia­log“in Schil­lers Gar­ten­haus. Sein Buch mit dem Ti­tel „Des­in­te­griert Euch!“‒ ein Denk­an­stoß und Zeug­nis der jü­di­schen Sze­ne ‒ hat die De­bat­te um In­te­gra­ti­on und Zu­ge­hö­rig­keit be­ein­flusst.

Hier­zu­lan­de herr­schen selt­sa­me Re­geln: Ein gu­ter Mi­grant ist, wer auf­ge­klärt über Frau­en­un­ter­drü­ckung, Is­la­mis­mus und De­mo­kra­tie­fä­hig­keit spricht. Ein gu­ter Ju­de, wer stets zu An­ti­se­mi­tis­mus, Ho­lo­caust und Is­ra­el Aus­kunft gibt. Die­ses „In­te­gra­ti­ons­thea­ter sta­bi­li­siert das Bild ei­ner ge­läu­ter­ten Ge­sell­schaft ‒ wäh­rend ei­ne völ­ki­sche Par­tei Er­fol­ge fei­ert“, so Czol­lek.

Max Czol­leks Streit­schrift – der Spie­gel schrieb: „Ein un­sach­li­ches Sach­buch“– ent­wirft ei­ne Stra­te­gie, „das Thea­ter zu be­en­den: ,Des­in­te­gra­ti­on. Des­in­te­griert euch!; ist ein Schlacht­ruf der neu­en jü­di­schen Sze­ne und zu­gleich ei­ne Atta­cke ge­gen die Vi­si­on ei­ner al­lein se­lig ma­chen­den Leit­kul­tur“.

Die­ses streit­ba­re Buch sei die Po­le­mik der St­un­de, so Kri­ti­ker. Czol­lek wur­de 1987 in Ber­lin ge­bo­ren, wo er heu­te lebt. (red)

• Frei­tag, . Ju­ni, . Uhr, Schil­lers Gar­ten­haus, Schil­ler­gäss­chen 

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