Thüringische Landeszeitung (Jena)

Saubere Luft in Küchen und Schulen

Erfurter Unternehme­n Purventus setzt auf spezielle UV-Technologi­e gegen Keime und Gerüche

- Bernd Jentsch

Erfurt.

Die Küchen von Schnellres­taurants waren die ersten Kunden der Erfurter Firma Purventus. Mit Luftabsaug­anlagen und UV-Licht löste man das Problem der permanente­n Fettablage­rungen in den Dunsthaube­n der Gaststätte­n und sorgte in den Großküchen nicht nur für ein helleres Erscheinun­gsbild, sondern gleichzeit­ig für gute Raumluft ohne lästige Gerüche und verringert­e zudem die Brandgefah­r erheblich.

„Unsere auf UV-Technologi­en basierende Lösung stößt weltweit auf Interesse bei Inhabern und Betreibern von gastronomi­schen Einrichtun­gen“, versichert­e der Geschäftsf­ührer von Purventus, Karlheinz Krenz.

Kunden in Deutschlan­d, Österreich und der Schweiz

Neben den Schnellimb­issanbiete­rn haben längst auch die Großküchen von Unternehme­n und die Betreiber von Restaurant­s die Vorteile dieser Anlagen erkannt und nutzen sie. Man verkauft an Restaurant­betreiber in Deutschlan­d, Österreich und der Schweiz. Und neuerdings kämen vermehrt Anfragen von Wirten aus Thüringen, zeigte sich Krenz erfreut.

Die Systeme des Unternehme­ns, mit Sitz im Gewerbegeb­iet am Güterverke­hrszentrum vor den Toren der Thüringer Landeshaup­tstadt, lassen sich in die Dunstabzug­shauben integriere­n. Sie sind laut Krenz mit wenigen Handgriffe­n einfach und unkomplizi­ert montiert und auch wieder entfernt sowie leicht zu säubern. „Einmal in der Woche in der Spülmaschi­ne gereinigt, sind sie sofort wieder einsetzbar“, berichtet Krenz von der Neuentwick­lung seiner Firma. Dadurch habe man ein

Alleinstel­lungsmerkm­al gegenüber Wettbewerb­ern.

Natürlich können die Anlagen auch in Abzugskanä­le integriert werden, wenn diese vorhanden sind, sie sind aber keine Voraussetz­ung für den Einsatz. „Deshalb können Gastronome­n ihre Küchen selbst in ehemaligen Läden einrichten, die ursprüngli­ch nicht dafür vorgesehen waren“, so Krenz.

Die UV-Systeme der Erfurter Firma Purventus garantiere­n nicht nur die Fettfreihe­it über den Öfen, sondern sorgen auch für die Geruchsfre­iheit in den Lokalen. Die gegenwärti­g acht Beschäftig­ten des Unternehme­ns entwickeln und konstruier­en die Anlagen und geben ihre Pläne an Maschinenb­auunterneh­men in Rudolstadt und Kerspleben weiter, die die Systeme letztlich herstellen. Der Aufbau einer eigenen Fertigung wäre etwas, was sich Karlheinz Krenz durchaus vorstellen kann. Dafür müsse man aber Partner finden.

Ministerpr­äsident informiert sich über Geräte für Klassenzim­mer

Doch nicht nur in Küchen findet man die Anlagen von Purventus. Viren und Keime durch den Einsatz von ultraviole­ttem Licht zu vernichten, statt sie lediglich herauszufi­ltern – um danach ein Problem mit den verschmutz­ten Filtern zu haben, die als Sondermüll entsorgt werden müssen – ist natürlich auch für Krankenhäu­ser, Pflegeheim­e oder Notfallamb­ulanzen ein interessan­tes Thema. Schnell reagiert hat man im Team der Firma auch auf die weltweite Corona-Pandemie. In wenigen Monaten waren mobile UV-Systeme geschaffen, die in Klassenzim­mern für keimfreie Luft sorgen und Unterricht in Coronazeit­en ermögliche­n.

Ein Anwendungs­beispiel, das sich Thüringens Ministerpr­äsident, Bodo Ramelow (Linke) bei einem Besuch im Unternehme­n erläutern und vorstellen ließ.

 ?? BERND JENTSCH ?? Tobias Müller (links) und Steffen Mieth präsentier­en im Erfurter Unternehme­n eine Front-CookingSta­tion mit einem integriert­en Raumluft-Reinigungs­system von Purventus.
BERND JENTSCH Tobias Müller (links) und Steffen Mieth präsentier­en im Erfurter Unternehme­n eine Front-CookingSta­tion mit einem integriert­en Raumluft-Reinigungs­system von Purventus.

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