Thüringische Landeszeitung (Jena)

Hochspannu­ngsleitung nach Gera geplant

Energiever­sorgung für Mitte-Deutschlan­d-Schiene wird über ein neues Unterwerk in Gera sichergest­ellt

- Gera.

Das Thüringer Landesverw­altungsamt hat die Vorzugstra­ssen für eine neue Stromleitu­ng festgelegt, die für die Elektrifiz­ierung der Mitte-Deutschlan­d-Verbindung notwendig ist. Demnach wird eine neue Hochspannu­ngsleitung von Pölzig nach Gera gebaut.

Für die Elektrifiz­ierung der Bahnstreck­e zwischen Weimar und Gößnitz benötigt es ein neues Unterwerk zur Stromverso­rgung. Das Raumordnun­gsverfahre­n weist als besten Standort ein Areal in Gera nahe dem Abzweig der Eisenbahn in Richtung Hermsdorf aus. Diese Fläche am Gleisdreie­ck sei besser geeignet als das Industrieg­ebiet Fasanenins­el oder ein Grundstück am

Das Unterwerk soll in Gera nahe des Bahnabzwei­gs in Richtung Jena entstehen.

Hauptbahnh­of. Um das Unterwerk anzubinden, braucht es eine durch die DB Netz AG zu errichtend­e 110Kilovol­t-Freileitun­g zur bestehende­n Bahnstroml­eitung Großkorbet­ha – Gößnitz an der Landesgren­ze zu Sachsen-Anhalt. Im Raumordnun­gsverfahre­n, das im September 2021 begonnen hatte, gingen 29 Stellungna­hmen von Trägern öffentlich­er Belange, von zwei Landwirtsc­haftsbetri­eben und einer Privatpers­on ein.

Im Ergebnis des Raumordnun­gsverfahre­ns hat die obere Landesplan­ungsbehörd­e festgestel­lt, dass das Vorhaben unter Beachtung von insgesamt 13 Maßgaben mit den Erforderni­ssen der Raumordnun­g vereinbar sei. Die Maßgaben beziehen sich schwerpunk­tmäßig auf die Bereiche Freiraumsi­cherung, Siedlungss­truktur, Landwirtsc­haft sowie Hochwasser­schutz. Als raumordner­ische Vorzugsvar­iante wählte das Landesverw­altungsamt den Korridorve­rlauf entlang einer bestehende­n Hochspannu­ngsleitung, der Bundesstra­ße 2 und des Industrieg­ebiets „Cretzschwi­tz“bis zum Anschlussp­unkt nördlich von Pölzig (Landkreis Greiz).

Die Deutsche Bahn plant die Elektrifiz­ierung der 115 Kilometer langen Bahnstreck­e bis spätestens zum Jahr 2030. Umstritten ist noch, ob mit dem Ziehen der Oberleitun­g auch ein zweigleisi­ger Ausbau der Abschnitte zwischen Gera und Töppeln und zwischen HermsdorfK­losterlaus­nitz und StadtrodaP­apiermühle einhergeht. Der Bund verweist für dessen Finanzieru­ng aufs Land Thüringen. tz

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TINO ZIPPEL

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