Thüringische Landeszeitung (Jena)

Stadtwerke- Service gebündelt

Neueröffnu­ng des Kundencent­ers ist zugleich Auftakt für Rundumerne­uerung der Saalstraße

- Thomas Beier

Jena.

Im neuen Kundencent­er der Stadtwerke öffneten sich am Montag erstmals die Türen. Kundenlieb­ling war in der ersten Stunde der Jenaer Nahverkehr. Denn Menschen, die ein 9-Euro-Ticket kaufen wollten, waren in der Überzahl. Allererste Kundin war dabei Seniorin Antje Fritzsche, die sagte, sie kaufe Tickets lieber am Schalter als am Automaten.

Zwei Jahre dauerte der Umbau des ursprüngli­ch als Bankgebäud­e und danach teils als Antikhande­l genutzten Hauses. „Bauen ist in Zeiten wie diesen nicht gerade vergnügung­ssteuerpfl­ichtig“, sagte Tobias Wolfrum, der Geschäftsf­ührer der Stadtwerke Jena und von Jenawohnen. Damit spielte er besonders auf die Baupreisen­twicklung an. Die nachhaltig­e Sanierung eines Gebäudes erweise sich oft als kniffliger als ein Neubau. Ziel des neuen Kundencent­ers sei es, mitten im Herzen von Jena Antworten auf fast alle Fragen rund um die Grundbedür­fnisse in dieser Stadt zu geben.

Mit dem Kundencent­er entwickelt sich das Areal zunehmend zur Stadtwerke-City. Gegenüber will Jenawohnen noch in diesem Jahr mit dem Abriss beginnen, um ein neues Wohn- und Geschäftsh­aus auch ums Eck und hin zum Unihauptge­bäude zu errichten. Dies geschieht unter dem Projektnam­en „Neubau Saaltor“und sieht tatsächlic­h eine Art Stadttor vor. Nutzungen wie ein

Café sollten die Attraktivi­tät des Viertels für Laufkundsc­haft erhöhen. Als neuer Nachbar wird zudem der Kommunalse­rvice Jena erwartet, der sich westlich im Ladengesch­äft des Eckgebäude­s Unterlauen­gasse ansiedeln will. Bisher gab es dort Waffeln

Im neuen Kundencent­er vereinen Stadtwerke Energie, Jenaer Nahverkehr und Jenawohnen ihre bisher separaten Servicecen­ter und ergänzen das Angebot um Dienste der Jenaer Bäder. Das gemeinsame Kundencent­er erstreckt sich über 480 Quadratmet­er. Geöffnet ist an sechs Tagen pro Woche. Neu sind am Tresen Kassen, die automatisc­h das Geld der Kunden wechseln.

Hauptaufga­be beim Umbau war es, möglichst viel Bewegungsf­läche und natürliche­s Licht in die Räume zu bringen. Der dem Gebäude vorgelager­te Laubengang verschwand. Dafür gibt es nun eine LED-Medienfass­ade als „Kunst am Bau“, die täglich ab 18 Uhr (aber nicht nachts) reale Stadtwerke-Daten in Kunst umwandelt. Mit der Neueröffnu­ng schlossen die separaten Servicebür­os des Nahverkehr­s, der Stadtwerke Energie und von Jenawohnen. Alle bisherigen Telefonnum­mern behalten ihre Gültigkeit.

Auch im und am Kundencent­er wurde gestern noch gebaut. So kamen nach der Eröffnung neue Altstadt-Laternen ans Haus. Kleinere Tiefbauarb­eiten in der Saalstraße hatten noch nichts mit dem bevorstehe­nden Abriss gegenüber zu tun.

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THOMAS BEIER(2) Allererste Kundin war Antje Fritzsche, die sagte, sie kaufe Nahverkehr­s-Tickets lieber am Schalter als am Automaten. Neben dem Monatstick­et für August erhielt sie auch einen Blumenstra­uß.
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Ausruhen ist im Servicecen­ter ebenfalls möglich.

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