Thüringische Landeszeitung (Jena)

Paddeln im Stehen

Emma und Paul zeigen, wie Stand-Up-Paddling funktionie­rt

- Karlotta Ehrenberg Naturschut­z: Wetter: Verkehrsre­geln:

Heute wollen die Geschwiste­r Paul und Emma paddeln. Doch die Kinder sitzen nicht etwa in einem Kanu. Sie stehen auf einer Art Surfbrett! Stand-Up-Paddling (abgekürzt: SUP) nennt man das, was die beiden hier machen, also Stehpaddel­n.

Der elfjährige Paul und die sieben Jahre alte Emma sind auf dem Fluss Spree in der Stadt Berlin unterwegs. Leicht ist das Paddeln hier nicht, denn es gibt viel Verkehr auf dem Fluss: neben Passagiers­chiffen und Frachtschi­ffen gibt es jede Menge kleine Motorboote. Die verursache­n Wellen, die das Brett ganz schön zum Schaukeln bringen.

Emma und Paul könnten jetzt in den Kniestand gehen, dann wären sie stabiler auf dem Brett. Aber Paul zuckt nur die Schultern. „Dann fallen wir halt ins Wasser“, sagt er. Auch Emma meint: „Ich kann ja schwimmen.“An einem solch heißen Tag wie heute ist das Wasser außerdem richtig erfrischen­d. Paul sagt: „Ich springe oft auch extra rein. Ja, eigentlich macht mir das sogar am meisten Spaß.“Auf dem Brett achten die Kinder darauf, dass sie ganz genau in der Mitte stehen, die Füße hüftbreit aufgestell­t. Paul hat einen Trick, um seinen Stand zu überprüfen: „Ich springe in die Luft. Wenn ich gut aufkomme, dann stehe ich richtig.“

Im und am Wasser leben Pflanzen und Tiere. Um sie zu schützen, sollte man sich zum Beispiel vom Schilf fernhalten. Denn dort haben viele Wildvögel ihr Zuhause. Einen Bogen macht man auch um Seerosen und Sumpfdotte­rblumen, damit sie nicht kaputt gehen. Seinen Abfall nimmt man wieder mit nach Hause. Wenn man sich vorne auf dem Brett eine Box befestigt, kann man darin sogar noch Müll aus dem Wasser fischen. Mit dem Paddel geht das gut.

Bei starkem Wind und Gewitter sollte man nie aufs Wasser

Emma zeigt, wie man das Paddel richtig hält: mit der hohlen Seite nach hinten. „Mit dem Paddel schaufele ich das Wasser weg“, erklärt Emma. Ganz vorn an der Spitze des Bretts sticht Emma das Paddel ins Wasser und zieht es nach hinten, bis etwa zu den Fersen. gehen. Auch sollte man immer möglichst nah am Ufer paddeln, damit man bei einem plötzliche­n Wetterumsc­hwung schnell an Land ist. Es ist gut, mindestens zu zweit zu paddeln. Für den Notfall sollte man sein Handy in einer wasserfest­en Schutzhüll­e dabei haben.

Große Schiffe, Fähren und auch Segelboote haben auf dem Wasser vor Paddlern Vorfahrt. Kleine Motorboote müssten ihnen Platz machen, was sie jedoch oft nicht tun. Deswegen ist es ratsam, auch ihnen rechtzeiti­g auszuweich­en. dpa

Dann zieht sie es wieder raus und setzt zum nächsten Paddelschl­ag an. Auch lenken kann man mit dem Paddel.

Paul kennt noch einen anderen Trick, um die Richtung zu wechseln. „Ich stelle mich ganz hinten aufs Brett, sodass die Spitze nach oben steigt, dann drehe ich das Brett zur Seite“, erklärt er und macht es vor. Richtig steil steht die Brettspitz­e in der Luft. Da macht es ein lautes „Platsch“! Paul ist ins Wasser gefallen. Macht nichts.

Dank der sogenannte­n Leash, ein Band, ist Pauls Fuß mit dem Brett verbunden. Er verliert sein Brett also nicht. Schnell ist er wieder rauf geklettert und versucht es ein zweites Mal. Diesmal klappt es. Jetzt paddeln die beiden zusammen zu einer kleinen Insel, die mitten im Fluss liegt. Sie achten dabei darauf, dass sie nicht in den Bereich für die Schifffahr­t kommen, die durch farbige Tonnen markiert sind. Anlegen darf man an der Insel nicht, weil dort Wildvögel ihre Ruhe haben sollen. „Ich habe Enten und Schwäne gesehen“, erzählt Emma, als sie wieder zurück sind. dpa

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Und welche Fußball-Mannschaft ist aktuell deutscher Pokalsiege­r?
Emma und Paul paddeln auf der Spree in Berlin.
KARLOTTA EHRENBERG / DPA Welche Fußball-Mannschaft ist derzeit deutscher Meister? Und welche Fußball-Mannschaft ist aktuell deutscher Pokalsiege­r? Emma und Paul paddeln auf der Spree in Berlin.

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