Jun­ge Blut­spen­der wer­den drin­gend ge­sucht

In der Grup­pe der 20- bis 29-Jäh­ri­gen hat sich die An­zahl in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren stark re­du­ziert

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - ERSTE SEITE -

er­furt. Den Blut­spen­de-di­ens­ten in Thü­rin­gen feh­len jun­ge Spen­der. So­wohl der Blut­spen­de-di­enst des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes (DRK) als auch das In­sti­tut für Trans­fu­si­ons­me­di­zin (ITM) in Suhl er­klär­ten, vor al­lem Spen­der zwi­schen 18 und 35 Jah­ren wür­den drin­gend ge­sucht. Ni­co Feld­mann, Re­gio­nal­lei­ter des Drk-blut­spen­de-di­ens­tes sag­te dem MDR, ein Grund sei die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung. Vom In­sti­tut für Trans­fu­si­ons­me­di­zin hieß es fer­ner, Aus­bil­dung, Stu­di­um und ein da­mit be­ding­ter Weg­zug lie­ßen sich schwie­ri­ger mit re­gel­mä­ßi­gen Blut­spen­den ver­ein­ba­ren.

Beim DRK ist die Mas­se der et­wa 50.000 Spen­der äl­ter als 50 Jah­re. Die Zahl der Spen­der in der Al­ters­grup­pe 20 bis 29 Jah­re ist dem­nach in den letz­ten fünf Jah­ren von gut 11 Pro­zent auf acht Pro­zent zu­rück­ge­gan­gen. In der Al­ters­grup­pe 40 bis 49 zei­ge sich ein Rück­gang von gut 24 Pro­zent auf gut 18 Pro­zent. Nach An­ga­ben von Su­san­ne Brun­ne vom ITM sind in ih­rem In­sti­tut die meis­ten der gut 78.000 Spen­der Mit­te 40.

Nach Ein­schät­zung des Drk-re­gio­nal­lei­ters Feld­mann kann der Be­darf durch die Spen­den noch ge­deckt wer­den. „Doch das kann sich in 10 bis 15 Jah­ren än­dern, wenn al­le im­mer äl­ter wer­den“, sag­te Feld­mann. Die­ses Pro­blem zu lö­sen sei für die Blut­spen­de-di­ens­te Haus­auf­ga­be Num­mer eins in den kom­men­den Jah­ren.

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