Ein­heit­li­che No­t­ruf­num­mer für Tier­ärz­te

Der Weg zum Be­reit­schafts­dienst soll in Thü­rin­gen bis zum Jahr 2022 leich­ter wer­den

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - THÜRINGEN - dpa Von Ma­rie Frech

Er­furt. In den nächs­ten Jah­ren sol­len Tier­hal­ter in Thü­rin­gen über ei­ne ein­heit­li­che Te­le­fon­num­mer im Not­fall schnell ei­nen Arzt für ih­re Haus- und Nutz­tie­re fin­den kön­nen. Das kün­dig­te die Lan­des­tier­ärz­te­kam­mer an. Mög­lichst bis 2022 soll dem­nach ein ent­spre­chen­des Sys­tem ste­hen, mit dem Tier­be­sit­zer lan­des­weit schnell ei­nen pas­sen­den Be­reit­schafts­arzt in der Nä­he fin­den kön­nen. Die tech­ni­schen und lo­gis­ti­schen Vor­aus­set­zun­gen da­für wür­den aber ak­tu­ell erst ge­schaf­fen, er­klär­te der Ge­schäfts­füh­rer der Lan­des­tier­ärz­te­kam­mer, Alex­an­der Schnee­berg. Tier­arzt­pra­xen sind in Thü­rin­gen in so­ge­nann­ten Not­dienstrin­gen or­ga­ni­siert. Die An­zahl der Pra­xen in ei­nem Ring va­ri­iert zum Teil stark, wie Schnee­berg sag­te. Die Zah­len lie­gen dem­nach et­wa zwi­schen drei und vier­zehn Pra­xen in den Rin­gen wech­seln sich ab bei der Über­nah­me von Not­fal­lbe­reit­schafts­diens­ten in der Nacht, am Wo­che­n­en­de oder an Fei­er­ta­gen, wenn Pra­xen nicht re­gu­lär ge­öff­net sind. Je we­ni­ger Pra­xen in ei­nem Ring sind, um­so häu­fi­ger müs­sen die­se folg­lich Be­reit­schaf­ten über­neh­men. „Wir den­ken auch dar­über nach, die Rin­ge zu ver­grö­ßern, um Ent­las­tung zu schaf­fen“, sag­te Schnee­berg. Auf dem Weg zur zen­tra­len No­t­ruf­num­mer müss­ten zu­nächst aber Da­ten wie et­wa Di­enst­plä­ne in ein ge­mein­sa­mes Por­tal ein­ge­ar­bei­tet wer­den. Ei­ne ers­te Test­pha­se für ei­ne ein­heit­li­che No­t­ruf­num­mer sol­le in den kom­men­den Wo­chen für die Not­dienstrin­ge Er­furt, Go­tha und im Un­st­rut-hai­nich-kreis ge­tes­tet wer­den. „Nach und nach sol­len ein­zel­ne Not­dienstrin­ge da­zu kom­men“, sag­te Schnee­berg. Ver­gif­tet sich ein Tier, wird es akut schwer krank, oder ist es schwer ver­letzt, kön­nen Frau­chen und Herr­chen in Rand­zei­ten auf den tier­ärzt­li­chen Be­reit­schafts­dienst zu­rück­grei­fen. Wie sie die­sen er­rei­chen ist in Thü­rin­gen bis­her je­doch recht un­ein­heit­lich: Bis­her müs­sen sie da­für bei­spiels­wei­se in der Ret­tungs­leit­stel­le ih­res je­wei­li­gen Land­krei­ses an­ru­fen, um zu er­fah­ren, wel­cher Tier­arzt Di­enst hat. Oder sie müs­sen da­für et­wa Ta­bel­len auf der In­ter­net­sei­te der Lan­des­tier­ärz­te­kam­mer durch­fors­ten.

FO­TO: IMAGO

Ei­ne ein­heit­li­che No­t­ruf­num­mer soll den bis­her in Thü­rin­gen un­ter­schied­lich ge­hand­hab­te Weg zum Be­reit­schafts­dienst er­leich­tern.

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