Un­term Strich schwar­ze Zah­len

FC Carl Zeiss Je­na er­reicht dank der Hil­fe sei­nes In­ves­tors ei­nen po­si­ti­ven Fi­nanz­ab­schluss

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Sport - Von Ti­no Zip­pel

Dank ei­ner Fi­nanz­sprit­ze von In­ves­tor Ro­land Ducha­te­let hat der FC Carl Zeiss Je­na die vo­ri­ge Spiel­zeit in der drit­ten Li­ga mit ei­nem Jah­res­über­schuss von 111.000 Eu­ro ab­ge­schlos­sen. Das teilt Ge­schäfts­füh­rer Chris Förs­ter auf An­fra­ge un­se­rer Zei­tung mit.

„Seit vie­len Jah­ren ist un­ser Ge­sell­schaf­ter Sta­prix be­zie­hungs­wei­se Ro­land Ducha­te­let der­je­ni­ge, der das ope­ra­ti­ve De­fi­zit von zir­ka 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro pro Jahr aus­gleicht“, sagt Förs­ter. Da­mit ha­be die Ge­sell­schaft drei Spiel­zei­ten in Fol­ge mit Ge­winn ab­ge­schlos­sen, ins­ge­samt mit ei­nem Plus von 1,02 Mil­lio­nen Eu­ro. Dar­aus re­sul­tie­re ein po­si­ti­ves Ei­gen­ka­pi­tal. Die Spiel­be­triebs­ge­sell­schaft ha­be „na­he­zu kei­ne Schul­den“.

Hin­ter­grund für die­se Ent­wick­lung sind Bes­se­rungs­schei­ne, mit de­nen Ducha­te­let vor­erst auf die Rück­zah­lung ge­leis­te­ter Dar­le­hen in Mil­lio­nen­hö­he ver­zich­tet. Der FC Carl Zeiss Je­na muss die­se Sum­men nur dann be­glei­chen, so­fern er in den nächs­ten Jah­ren gro­ße Ge­win­ne er­wirt­schaf­tet.

„Wir ha­ben un­se­re Aus­ga­ben im Griff, und der Spie­le­re­tat ist im un­te­ren Vier­tel der drit­ten Li­ga an­zu­sie­deln“, sagt Förs­ter. Nur durch die Stei­ge­rung der Ein­nah­men sei die Pro­fi­ta­bi­li­tät zu ver­bes­sern. Er er­war­te in die­ser Spiel­zeit zum drit­ten Mal in Fol­ge hö­he­re Zu­schauer­und Wer­be­ein­nah­men. „Al­ler­dings klafft ge­ra­de beim Spon­so­ring noch ei­ne Lü­cke von über ei­ner Mil­li­on

Eu­ro zum Durch­schnitt der Li­ga“, sagt Förs­ter. „Zu­künf­tig wer­den wir die Ver­mark­tung wie­der aus ei­ge­ner Kraft be­trei­ben und er­hof­fen uns da­durch wei­te­re po­si­ti­ve Ef­fek­te.“

So­wohl für die Ver­mark­tung als auch für das Zu­schau­er­er­leb­nis sei al­ler­dings ein mo­der­nes Sta­di­on von ele­men­ta­rer Be­deu­tung. „Wir freu­en uns sehr auf den Be­ginn des an­ste­hen­den Neu­baus“, sagt Förs­ter. Der Jena­er Stadt­rat will im De­zem­ber

über die Ver­ga­be des Pro­jek­tes ent­schei­den.

Of­fen ließ der Ge­schäfts­füh­rer, ob in der Win­ter­pau­se per­so­nell nach­ge­legt wer­de. „Zu­nächst liegt un­se­re gan­ze Kon­zen­tra­ti­on dar­auf, die an­ste­hen­den sechs Pflicht­spie­le so er­folg­reich wie mög­lich zu ab­sol­vie­ren.“Ziel sei, im Thü­rin­gen­po­kal zu über­win­tern und in der Li­ga Punk­te auf Platz 16 auf­zu­ho­len. „Ge­mein­sam mit den Trai­nern wer­den wir ent­schei­den, ob wir in der Win­ter­pau­se noch­mal ak­tiv wer­den wol­len. Prin­zi­pi­ell ge­nie­ßen un­se­re Spie­ler un­ser Ver­trau­en, und wir soll­ten auch nicht ver­ges­sen, dass min­des­tens vier Spie­ler ab Ja­nu­ar nach über­stan­de­ner Ver­let­zung eben­falls zu­rück­keh­ren“, sagt er un­ter Ver­weis auf die ver­letz­ten Leis­tungs­trä­ger Jan­nis Küb­ler, Eroll Ze­jnul­la­hu, Ma­xi­mi­li­an Rohr, Marius Grösch und Patrick Schorr.

FOTO: TI­NO ZIP­PEL

Si­chert das Über­le­ben des FC Carl Zeiss Je­na: In­ves­tor Ro­land Ducha­te­let (rechts) mit Ge­schäfts­füh­rer Chris Förs­ter auf der Tri­bü­ne im Ernst-ab­be-sport­feld.

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