Thü­rin­gen stellt Do­ku­men­te für Ver­mes­ser on­li­ne

1,6 Mil­lio­nen Ris­se, Skiz­ze und Kar­ten ste­hen für Fach­leu­te rund um die Uhr zur Ver­fü­gung. Be­hör­den­per­so­nal soll ent­las­tet wer­den

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Thüringen -

Die Ver­mes­sung von Bau­grund­stü­cken in Thü­rin­gen kann künf­tig noch schnel­ler be­gin­nen. Das Lan­des­amt für Bo­den­ma­nage­ment und Geo­in­for­ma­ti­on hat mehr als zwei Mil­lio­nen Do­ku­men­te di­gi­ta­li­siert und so on­li­ne nutz­bar ge­macht.

Da­mit könn­ten nun öf­fent­lich be­stell­te Ver­mes­sungs­in­ge­nieu­re rund um die Uhr und oh­ne War­te­zeit auf die be­nö­tig­ten Unterlagen zu­grei­fen, sag­te der Prä­si­dent des Lan­des­am­tes, Uwe Köh­ler, am Don­ners­tag in Er­furt. Da­mit wür­den das Per­so­nal der Be­hör­de ent­las­tet und die Ar­beit der Ver­mes­sungs­in­ge­nieu­re fle­xi­bler ge­stal­tet. Die­se muss­ten bis­lang ei­ni­ge Ta­ge auf die be­nö­tig­ten Unterlagen war­ten.

Die Di­gi­ta­li­sie­rung der zum Teil bis zu 150 Jah­re al­ten Do­ku­men­te dau­er­te zehn Jah­re und kos­te­te laut Köh­ler rund 13 Mil­lio­nen Eu­ro.

Ge­scannt wur­den rund 1,6 Mil­lio­nen Ver­mes­sungs­zeich­nun­gen – so­ge­nann­te Ris­se –, 166.000 Kar­ten und 150.000 Skiz­zen. „Wir ha­ben als erste Lan­des­be­hör­de in Thü­rin­gen al­le un­se­re Da­ten­be­stän­de, so­weit sie nicht dem Da­ten­schutz un­ter­lie­gen, für je­der­mann on­li­ne ab­ruf­bar ins In­ter­net ein­ge­stellt“, be­ton­te Köh­ler.

Für das Ka­tas­ter­por­tal sol­len in den nächs­ten fünf Jah­ren noch ein­mal mehr als ei­ne Mil­li­on Do­ku­men­te di­gi­ta­li­siert wer­den. Die An­for­de­run­gen an die amt­li­chen Nach­wei­se sei­en hin­sicht­lich Genauigkei­t,

In­halt und Ak­tua­li­tät bei gleich­zei­ti­gem per­so­nel­len Ader­lass im­mer wei­ter ge­wach­sen.

Im Ka­tas­ter­we­sen sind den An­ga­ben zu­fol­ge lan­des­weit rund 500 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt und da­mit et­wa die Hälf­te we­ni­ger als noch vor drei Jahr­zehn­ten. Mit dem di­gi­ta­len Ar­chiv sei man „in der La­ge den wach­sen­den An­for­de­run­gen an un­se­re Auf­ga­ben bei gleich­zei­ti­gem Per­so­nal­rück­gang wei­ter­hin stand­zu­hal­ten“, so Uwe Köh­ler. „In der Ka­tas­ter- und Ver­mes­sungs­ver­wal­tung wur­den in den letz­ten drei Jahr­zehn­ten über die Hälf­te des Per­so­nals ab­ge­baut. Trotz di­gi­ta­ler Pro­zes­se war und ist das nicht im­mer ein­fach ge­we­sen“, teil­te der Be­hör­den­lei­ter mit.

FO­TO: LAN­DES­AMT FÜR BO­DEN­MA­NAGE­MENT UND GEO­IN­FOR­MA­TI­ON

Bis zu 150 Jah­re al­te Ka­tas­ter­un­ter­la­gen wur­den in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren di­gi­ta­li­siert.

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