30 Mil­lio­nen Eu­ro für Win­ter­dienst

Thü­rin­gen er­rich­tet Schnee­zäu­ne auf mehr als 250 Ki­lo­me­tern Län­ge

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Erste Seite - Von Fabian Klaus

Zu Schnee­zäu­nen gibt es in Thü­rin­gen kei­ne Al­ter­na­ti­ve. Ab­ge­se­hen von dem Wil­len, dass, wenn de­ren ge­wünsch­te Wir­kung nicht er­zielt wird, ein ver­stärk­tes „Räu­men und Streu­en“statt­fin­den soll. „Der Auf­bau von Schnee­zäu­nen ist ei­ne prä­ven­ti­ve Maß­nah­me“, sagt ei­ne Spre­che­rin im zu­stän­di­gen Thü­rin­ger In­fra­struk­tur­mi­nis­te­ri­um auf An­fra­ge. 250 Ki­lo­me­ter die­ser Zäu­ne, durch wel­che die Wind­ge­schwin­dig­keit ver­rin­gert wird, um Schnee­men­gen auf der Stra­ße zu re­du­zie­ren, wer­den in Thü­rin­gen an Lan­des- und Bun­des­stra­ßen auf­ge­stellt so­wie 16 wei­te­re Ki­lo­me­ter an Au­to­bah­nen.

„In ers­ter Li­nie kom­men an den neur­al­gi­schen Ab­schnit­ten Schnee­zäu­ne zum Ein­satz“, heißt es. In Thü­rin­gen gibt es meh­re­re die­ser Punk­te, bei­spiels­wei­se auf der Bun­des­stra­ße 247 auf meh­re­ren Ab­schnit­ten zwi­schen Schwab­hau­sen und Ohr­d­ruf. Eben­sol­che Punk­te lie­gen auf der B 7 zwi­schen Wei­mar und Er­furt bei den Or­ten Mön­chen­holz­hau­sen, Noh­ra und Ul­la. Auch die Kamm­que­rung des Thü­rin­ger Wal­des auf der Lan­des­stra­ße 1137 zwi­schen Neu­stadt am Renn­steig und Kah­lert steht ganz oben auf der Ge­fah­ren­lis­te. Auf die­sen Stra­ßen kommt es im­mer wie­der zu hef­ti­gen Schnee­ver­we­hun­gen.

Im Ver­gleich zum Vor­win­ter wür­den 2019/2020 kei­ne zu­sätz­li­chen

Schnee­zäu­ne auf­ge­stellt – aber auch kei­ne ein­ge­spart, heißt es aus dem Mi­nis­te­ri­um. Ei­nen po­si­ti­ven Ef­fekt er­zie­len Schnee­zäu­ne für den Ein­satz des Win­ter­diens­tes. „Die Ver­we­hungs­stel­len wer­den wei­ter­hin kon­trol­liert, müs­sen je­doch we­ni­ger ge­räumt und ge­streut wer­den“, wird im Mi­nis­te­ri­um fest­ge­stellt.

Den­noch bleibt der Win­ter­dienst ein teu­res Un­ter­fan­gen, auch wenn die Kos­ten deut­lich zu­rück­ge­gan­gen sind. 32,2 Mil­lio­nen muss­ten im Win­ter 2018/2019 auf­ge­wen­det wer­den. Im Win­ter 2017/2018 wa­ren es 38,2 Mil­lio­nen Eu­ro. Für den an­ste­hen­den Win­ter wur­den Kos­ten in ähn­li­cher Grö­ßen­ord­nung wie im vo­ri­gen Win­ter ein­ge­plant.

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