Wir schaf­fen das!

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Unstrut-hainich - Alex­an der Volk­man n über ein en be­kan n ten Satz

Ich weiß ge­nau, wor­an Sie bei die­ser Über­schrift den­ken. Aber es geht hier nicht um Po­li­tik und Flücht­lin­ge. Ja, die­sen Satz sol­len vor An­ge­la Mer­kel schon an­de­re ge­sagt ha­ben und im­mer noch sa­gen. Be­legt ist es auch von der Trup­pe um Bob den Bau­meis­ter. Egal. Vi­el­leicht hat je­der den Satz schon mal ge­braucht, der vor al­lem da­zu dient, sich zu mo­ti­vie­ren. Wie die bei­den Jungs neu­lich. Die Vor­ge­schich­te ist in vier Wor­ten er­zählt: Rau­fe­rei, Sturz, Ge­hirn­er­schüt­te­rung, Kran­ken­haus. Der Neun­jäh­ri­ge liegt zur Über­wa­chung ei­ne Nacht auf der Kin­der­sta­ti­on. Den Zei­ge­fin­ger presst ein Puls­mess­ge­rät zu­sam­men, den Ober­arm ei­ne Blut­druckm­an­schet­te. Wie ein Häuf­chen Elend liegt er da. Dem et­was äl­te­ren Lei­dens­ge­nos­sen ne­ben ihm ist ähn­li­ches wi­der­fah­ren. We­nigs­tens sind sie nicht al­lein. Trotz­dem fällt der Ab­schied am Abend Ma­ma und Pa­pa und den Jungs nicht leicht. Trä­nen kul­lern.

Da dreht sich mein Jun­ge zu sei­nem Bett­nach­barn und sagt: „Wir schaf­fen das!“

Ge­mein­sam ist vie­les mög­lich, so­gar ei­ne Nacht im Kran­ken­haus. War­um soll­te die­ser Satz al­so wei­ter so ne­ga­tiv be­setzt sein? Ich fin­de, wir soll­ten ihn öf­ter be­nut­zen – an der Ar­beit, im Ver­ein oder wenn es in der Fa­mi­lie mal Knatsch gibt.

Üb­ri­gens: Den bei­den Jungs geht es bes­ser, sie sind wie­der da­heim.

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