Die Be­schlüs­se des Par­tei­tags

Ur­wahl wur­de ab­ge­schmet­tert, die Frau­en­quo­te ver­tagt, der Hua­wei-bann ver­hin­dert

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Politik - Von der Ur­wahl bis zur Ren­te – die CDU hat auf ih­rem Par­tei­tag ei­ne Rei­he von Be­schlüs­sen ge­fasst:

Hua­wei Der chi­ne­si­sche Kon­zern Hua­wei wird nicht ge­ne­rell vom Aus­bau des 5G-mo­bil­funks in Deutsch­land aus­ge­schlos­sen. In dem ver­ab­schie­de­ten Be­schluss heißt es, ver­trau­ens­wür­dig könn­ten beim Aus­bau „nur sol­che Aus­rüs­ter sein, die ei­nen klar de­fi­nier­ten Si­cher­heits­ka­ta­log nach­prüf­bar er­fül­len“. Dies müs­se be­inhal­ten, „dass ei­ne Ein­fluss­nah­me durch ei­nen frem­den Staat auf un­se­re 5G-in­fra­struk­tur aus­ge­schlos­sen ist“. Frau­en­quo­te Da­zu gab es kei­ne Aus­spra­che. Die Frau­en-uni­on hat­te ein „Reiß­ver­schluss­ver­fah­ren“bei Lis­ten-auf­stel­lun­gen und ei­ne Quo­te von 30 Pro­zent ge­for­dert, um mehr Frau­en in Äm­ter und Man­da­te zu brin­gen. Dar­über wird nun ei­ne pa­ri­tä­tisch be­setz­te Sat­zungs­kom­mis­si­on be­ra­ten.

Ur­wahl Die Ab­stim­mung über die Ur­wahl des Kanz­ler­kan­di­da­ten war mit Span­nung er­war­tet wor­den, da sie als Af­front ge­gen Par­tei­che­fin Kramp-kar­ren­bau­er galt. Die Jun­ge Uni­on, die un­ter an­de­rem den An­trag ein­ge­bracht hat­te, woll­te da­mit vor al­lem AKKS an der Ba­sis be­lieb­ten Ri­va­len Fried­rich Merz stär­ken. Ge­ne­ral­se­kre­tär Paul Zie­mi­ak warn­te vor der Ab­stim­mung vor zu lan­ger Selbst­be­schäf­ti­gung der Par­tei.

Die CDU schmet­ter­te den An­trag mit gro­ßer Mehr­heit ab.

Al­ters­ver­sor­gung Um mehr Men­schen zu ei­ner pri­va­ten Zu­satz­ver­sor­gung zu be­we­gen, hat sich die CDU für die Ein­füh­rung ei­ner ob­li­ga­to­ri­schen pri­va­ten Al­ters­vor­sor­ge aus­ge­spro­chen. Be­gren­zung der Kanz­ler-amts­zei­ten

Der Par­tei­tag lehn­te den An­trag ab, die Amts­dau­er von Kanz­lern auf zwei Wahl­pe­ri­oden zu be­gren­zen. Kopf­tuch­ver­bot für klei­ne Mäd­chen

Ein ge­ne­rel­les Kopf­tuch­ver­bot für jun­ge Mäd­chen lehn­te der Par­tei­tag ab. Al­ler­dings wird in dem Pa­pier die­se Mög­lich­keit als „letzt­mög­li­che

Maß­nah­me“auch nicht aus­ge­schlos­sen. Man set­ze aber zu­vor auf die Über­zeu­gung der El­tern.

Pla­nungs­recht Die CDU will das Pla­nungs­recht bei Bau­pro­jek­ten re­for­mie­ren: Um na­tio­nal be­deut­sa­me Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­pro­jek­te – wie zu­letzt et­wa die Elb­ver­tie­fung – zu be­schleu­ni­gen, soll der Bun­des­tag „Maß­nah­men­ge­set­ze“be­schlie­ßen, die nur noch we­gen Ver­fas­sungs­wid­rig­keit be­klagt wer­den kön­nen. Auf­wen­di­ge Pl­an­fest­stel­lungs­ver­fah­ren wä­ren dann über­flüs­sig. Zu­dem plant die Par­tei, das Kla­ge­recht von Ver­bän­den auf je­ne zu be­schrän­ken, die di­rekt be­trof­fen sind. Zu­dem soll der In­stan­zen­weg ver­kürzt wer­den.

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