Be­cken fürs Bad am Schwa­nen­teich

Mühl­häu­ser Wirt­schafts­be­trie­be sol­len Ther­me und Frei­bad be­trei­ben. Er­öff­nung 2020

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Unstrut-hainich - Von Clau­dia Bachmann

„Wir ge­hen da­von aus, dass wir un­ser Frei­bad zur nächs­ten Ba­de­sai­son öff­nen.“Das sag­te am Samstag Ste­fan Zeuch, der bei der Stadt­ver­wal­tung den Frei­bad­bau haupt­ver­ant­wort­lich be­treut, den Mühl­häu­ser Stadt­rä­ten. Die wa­ren ein­ge­la­den zu ei­ner Bad­be­ge­hung. Ver­zö­ge­run­gen ha­be es beim Bau des Ein­gangs­ge­bäu­des ge­ge­ben, da­ge­gen lie­gen laut Zeuch, dem Fach­dienst­lei­ter für Hoch­bau und Ge­bäu­de­ver­wal­tung, die Ar­bei­ten bei den Be­cken für die Schwim­mer und Sprin­ger im Plan.

Vom Ein­gangs­ge­bäu­de steht be­reits das Fun­da­ment. In das Ge­bäu­de in­te­griert wer­den soll auch ei­ne öf­fent­li­che be­hin­der­ten­ge­rech­te Toi­let­te, die von au­ßer­halb des Frei­ba­des zu er­rei­chen ist. Sie zu schaf­fen hat der Stadt­rat be­reits vor Jah­ren be­schlos­sen. Pro­ble­me be­rei­tet hät­ten in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten al­te Schäch­te im Be­reich des neu­en Ein­gangs­ge­bäu­des. „Wir ha­ben Lei­tun­gen ge­fun­den, die nicht in den Plä­nen ver­zeich­net und nicht zu­zu­ord­nen wa­ren“, sag­te Mat­thi­as P. Glie­mann, der Fach­be­reichs­lei­ter für Ge­bäu­de- und Grund­stücks­ver­wal­tung.

Das 25 Me­ter lan­ge Schwim­mer­be­cken wird der­zeit ge­flu­tet. Es ist se­pa­riert vom rund vier Me­ter tie­fen Sprin­ger­be­cken, da­mit sich Sprin­ger und Schwim­mer nicht, wie in an­de­ren Bä­dern, in die Que­re kom­men. Dass es ge­ra­de die­ser Be­reich ist, der ins Geld geht, mach­te Zeuch deut­lich. „Spaß ist Lu­xus.“Der Bau der Was­ser­be­cken war schwie­ri­ger als er­war­tet. We­gen des ho­hen Grund­was­ser­spie­gels und des kom­pli­zier­ten Bau­grunds wur­de ei­ne Spe­zi­al-pfahl­grün­dung not­wen­dig – für das Sprung­be­cken mit Stahl­be­ton­pfäh­len bis zu zwölf

Me­ter tief. Für an­de­re Be­rei­che der Ba­de­plat­te rei­chen et­wa sechs Me­ter lan­ge Guss­ei­sen­pfäh­le.

Be­reits in das Tech­nik­ge­bäu­de ein­ge­baut sind die Fil­ter. Von dort aus soll auch der Ba­de­meis­ter das Ge­sche­hen über­bli­cken. Der Funk­ti­ons­bau an der Gren­ze zum Cam­ping­platz soll So­lar­plat­ten aufs Dach be­kom­men, um die Be­cken zu be­hei­zen. Im Funk­ti­ons­ge­bäu­de soll auch ein Bis­tro ge­schaf­fen wer­den. Was aus dem Im­biss an der Ge­län­de­gren­ze zu Pop­per­öder Gas­se/ Hey­er­öder Land­stra­ße wer­den soll, dar­über wol­le man im Zu­sam­men­hang

mit der Um­ge­stal­tung des Cam­ping­plat­zes ent­schei­den. Vor­stell­bar ist nach Aus­sa­ge von Ste­fan Zeuch, dort ei­nen Fahr­rad­ver­leih un­ter­zu­brin­gen. Der Cam­ping­platz ist aber kein Be­stand­teil der ak­tu­el­len Bau­maß­nah­men; die be­schrän­ken sich auf den Bad­bau.

Kri­tik kam von Uwe See­ber, dem Vor­sit­zen­den der Frak­ti­on aus Bür­ger­lis­te und FDP, und von Roland Reichenbac­h (CDU). Noch im­mer sei­en die Kos­ten für die Be­trei­bung des Ba­des nicht be­zif­fert. Das Bad zu be­trei­ben, das sol­len die Wirt­schafts­be­trie­be über­neh­men, die be­reits die Thü­rin­gen­ther­me am Lin­den­bühl füh­ren. Ein ent­spre­chen­der Ver­trag soll auf der Stadt­rats­sit­zung am Don­ners­tag, 5. De­zem­ber, un­ter­zeich­net wer­den.

Bis­her war vor­ge­se­hen, dass der Schwimm- und Ge­sund­heits­sport­ver­ein (SGV) die­se Auf­ga­be über­nimmt. Da noch kei­ne Ver­trä­ge aus­ge­ar­bei­tet sei­en, kön­ne man auch zu den Kos­ten für die Be­trei­bung kei­ne ge­nau­en An­ga­ben ma­chen, sag­te Bür­ger­meis­te­rin Bea­te Sill (par­tei­los) auf An­fra­ge un­se­rer Zei­tung. Die Ge­samt­kos­ten wer­den sich laut Ver­wal­tung auf sechs­ein­halb Mil­lio­nen Eu­ro net­to be­lau­fen.

FO­TO: CLAU­DIA BACHMANN

Ein Teil der Mühl­häu­ser Stadt­rä­te sah sich am Wo­che­n­en­de auf dem Frei­bad­ge­län­de um.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.