Ver­wir­rung um ver­meint­li­chen Hun­ger­streik

Mi­nis­te­ri­um de­men­tiert Ge­werk­schafts­mel­dung

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Thüringen - Von Fa­bi­an Klaus

Ein Spre­cher des Thü­rin­ger Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums hat ei­ne Mel­dung de­men­tiert, wo­nach ein In­sas­se der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt (JVA) Gold­lau­ter sich seit 15. No­vem­ber im Hun­ger­streik be­fin­den soll. Ver­öf­fent­licht wur­de die­se Nach­richt am Di­ens­tag von der So­li-grup­pe Je­na der Ge­fan­ge­nen­ge­werk­schaft.

„Ein Ge­fan­ge­ner der JVA Gold­lau­ter be­fin­det sich seit dem 15. No­vem­ber 2019 im Hun­ger­streik. Er pro­tes­tiert da­mit ge­gen die in sei­nen Au­gen re­spekt­lo­se Be­hand­lung, die er seit sei­ner Ver­le­gung in die JVA Gold­lau­ter er­fährt“, heißt es in der Mel­dung, die die­ser Zei­tung vor­lag und spä­ter auf der In­ter­net­sei­te der Grup­pe ver­öf­fent­licht wur­de. Der In­sas­se, so wird wei­ter be­schrie­ben, be­kla­ge sich auch dar­über, wie er wäh­rend des ver­meint­li­chen Hun­ger­streiks be­han­delt wird – so heißt es, dass der An­stalts­arzt ihm Me­di­ka­men­te ver­wei­ge­re, die er seit sie­ben Jah­ren ein­neh­me. Die­se sol­le er erst wie­der be­kom­men, wenn er den Streik be­en­de.

Für das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ist in­des klar, dass es sich bei der Mit­tei­lung der Ge­fan­ge­nen­ge­werk­schafts­grup­pe um ei­ne Fal­sch­mel­dung han­deln muss. „Die Mel­dung kann nicht be­stä­tigt wer­den“, heißt es auf An­fra­ge. Es ha­be 2019 bis­her kei­nen Hun­ger­streik in Thü­rin­ger Ge­fäng­nis­sen ge­ge­ben.

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