Les­sing-preis für Kri­tik geht an Ines Gei­pel

Li­te­ra­ri­sches Schaf­fen wird ge­ehrt

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Kultur & Freizeit -

Sie war Ddr-spit­zen­sport­le­rin, schei­ter­te mit ei­nem Flucht­ver­such und darf sich bald Les­sing-preis­trä­ge­rin nen­nen: Die Schrift­stel­le­rin und Pu­bli­zis­tin Ines Gei­pel soll im kom­men­den Jahr den Les­sing-preis für Kri­tik er­hal­ten. Das teil­te die Ju­ry am Di­ens­tag in Wol­fen­büt­tel mit. Gei­pel wur­de 1960 in Dresden ge­bo­ren. Ih­re El­tern schick­ten sie nach Thü­rin­gen auf die In­ter­nats­schu­le in Wi­ckers­dorf. Ab 1977 be­trieb sie Leis­tungs­sport beim SC Mo­tor Je­na und war Mit­glied der Ddr-leicht­ath­le­tik­na­tio­nal­mann­schaft. 1985 be­gann sie ein Ger­ma­nis­tik­stu­di­um in Je­na.

Aus­ge­zeich­net wird sie für ihr li­te­ra­ri­sches Schaf­fen, das et­wa ih­re ei­ge­nen Er­fah­run­gen in der Ddrdik­ta­tur so­wie die Ver­stri­ckun­gen ih­rer Fa­mi­lie mit der SS und der Sta­si als Aus­gangs­punkt nahm. Zu­dem ha­be sich Gei­pel für die Re­ha­bi­li­tie­rung von Au­to­ren in der DDR ein­ge­setzt, hieß es in der Ju­ry-be­grün­dung. Der Les­sing-preis für Kri­tik wird seit dem Jahr 2000 an Men­schen ver­lie­hen, die Kri­tik auch in ei­nem ge­sell­schaft­lich wirk­sa­men Sinn aus­üben. Die Aus­zeich­nung ist mit 20.000 Eu­ro do­tiert. Die Preis­ver­lei­hung ist für den 10. Mai in Wol­fen­büt­tel ge­plant.

FO­TO: PE­TER MICHAE­LIS

Ines Gei­pel

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