Rei­ter­hof in Tott­le­ben lockt vie­le Tou­ris­ten

Nach Fe­ri­en­woh­nun­gen wird ei­ne Her­ber­ge er­rich­tet. Ho­her sechs­stel­li­ger Be­trag für Um­bau und Sa­nie­rung

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Unstrut-hainich - Von Da­ni­el Volk­mann

Der Rei­ter­hof Hop­fen­berg in Tott­le­ben setzt seit ei­ni­gen Jah­ren auf Tou­ris­mus. Fe­ri­en auf dem Rei­ter­hof und zeit­gleich ei­ne Rei­t­aus­bil­dung zu ab­sol­vie­ren, sei nicht nur bei Kin­dern oder Ju­gend­li­chen ge­fragt. Nach drei neu ge­bau­ten Fe­ri­en­woh­nun­gen wird ei­ne Her­ber­ge für Ju­gend­li­che in den obe­ren Eta­gen der Scheu­ne er­rich­tet. Ins­ge­samt rech­net Pfer­de­wir­tin Na­di­ne Mar­tin-bach­mann mit ei­ner In­ves­ti­ti­on von gut 125.000 Eu­ro. Weit über ein Drit­tel der Bau­sum­me sei durch das Le­a­der-pro­gramm ge­för­dert. Von Pen­si­ons­pfer­den und Reit­stun­den al­lein, kön­ne der Hof nicht exis­tie­ren.

Über­nach­tungs­an­ge­bot für Schul­klas­sen und gro­ße Grup­pen

Nach ih­rer drei­jäh­ri­gen Aus­bil­dung zum Pfer­de­wirt in Nord­hau­sen hat­te Na­di­ne Mar­tin-bach­mann den in die Jah­re ge­kom­me­nen Hof über­nom­men und auf­ge­peppt. Die Fe­ri­en­woh­nun­gen sei­en gut ge­bucht, nicht nur in den Schul­fe­ri­en. Viel Wer­bung für das Frei­zeit­an­ge­bot auf dem Pfer­de­hof, ha­be man nicht ma­chen müs­sen. Es spre­che sich bei den Reit­be­geis­ter­ten her­um. Die Be­su­cher kä­men in­zwi­schen aus der ge­sam­ten Re­pu­blik.

Um mehr Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten für die Gäs­te vor­zu­hal­ten, ha­be man die Fe­ri­en­woh­nun­gen auch schon aus­ge­räumt und Stock­bet­ten in­stal­liert.

Mit die­sem gro­ßen Auf­wand soll mit dem Bau der neu­en Her­ber­ge Schluss sein. In der Pla­nung sei­en meh­re­re, mit Stock­bet­ten aus­ge­stat­te­te Schlaf­räu­me. An­ders als in den Fe­ri­en­woh­nun­gen, ha­be bei der Her­ber­ge nicht je­der Schlaf­raum ein ei­ge­nes WC mit Du­sche. Die sa­ni­tä­ren An­la­gen un­ter­schei­den sich je­doch für Jungs und Mäd­chen, er­läu­tert die Pfer­de­wir­tin.

Mit dem Um­bau des Dach­ge­schos­ses in der Scheu­ne möch­te der Rei­ter­hof Hop­fen­berg das Über­nach­tungs­an­ge­bot für gro­ße Grup­pen und Schul­klas­sen er­wei­tern.

„Die Aus­bil­dung hat mir ge­zeigt, was der Be­ruf al­les mit sich bringt.

Von Be­ginn an ha­be ich mich in Nord­hau­sen um 40 Pfer­de ge­küm­mert“, er­in­nert sich die 33-jäh­ri­ge. Ih­re El­tern hät­ten sie vor gut zwölf Jah­ren auf die Idee ge­bracht, zu­rück in den Hei­mat­ort zu kom­men. Pfer­de ha­be ih­re Fa­mi­lie schon im­mer ge­hal­ten, die vier Stu­ten sei­en die Ba­sis für ih­re Selbst­stän­dig­keit ge­we­sen. Mit dem Er­werb des Grund­stücks hät­ten die Bau­ar­bei­ten be­gon­nen. An­ge­fan­gen von der Sa­nie­rung der Scheu­ne und dem Bau der Stall­an­la­ge, wur­de 2011 das Wohn­haus der Fa­mi­lie sa­niert und teil­wei­se neu er­rich­tet. Es sei bis­her ein ho­her sechs­stel­li­ger Be­trag in den Tott­le­ber Rei­ter­hof in­ves­tiert wor­den.

FO­TO: DA­NI­EL VOLK­MANN

Na­di­ne Mar­tin-bach­mann vom Rei­ter­hof am Hop­fen­berg in Tott­le­ben.

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