Un­ter Kol­le­gen Freun­de wer­den?

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Stellen -

1 Wie leicht ent­ste­hen Freund­schaf­ten bei der Ar­beit?

Grund­sätz­lich geht das re­la­tiv leicht, denn Kol­le­gen ha­ben meist vie­le Din­ge ge­mein­sam, wie ei­nen ähn­li­chen Aus­bil­dungs­hin­ter­grund oder ähn­li­che In­ter­es­sen. Das trägt da­zu bei, den an­de­ren zu mö­gen, denn Ähn­lich­keit schafft Sym­pa­thie. Ein wei­te­rer Ef­fekt, der Freund­schaf­ten bei der Ar­beit be­güns­tigt, nennt sich in der Psy­cho­lo­gie „Me­re-ex­po­sure-ef­fekt“. Das be­deu­tet, dass man Din­ge, die man oft sieht, po­si­ti­ver be­wer­tet. Men­schen, mit de­nen man viel Zeit ver­bringt, wer­den ei­nem al­so da­durch sym­pa­thi­scher. Um sich al­ler­dings mit Kol­le­gen eng zu be­freun­den, muss man auch an­de­re Din­ge zu­sam­men un­ter­neh­men.

2 Wel­che Vor­tei­le brin­gen Freund­schaf­ten un­ter Kol­le­gen mit sich?

Ar­beits­zu­frie­den­heit und Mo­ti­va­ti­on sind hö­her, wenn man freund­schaft­li­che Ver­hält­nis­se bei der Ar­beit und das Ge­fühl hat, in ei­nen so­zia­len Kon­text ein­ge­bun­den zu sein – und nicht nur ins Bü­ro kommt, Ar­beit ab­lie­fert und dann wie­der nach Hau­se geht. Das ist po­si­tiv. Schwie­rig­kei­ten kön­nen auf­tre­ten, wenn et­wa ei­ner von zwei Freun­den aus dem­sel­ben Team die­ses lei­ten soll. Dann stellt sich die Fra­ge, ob die bei­den noch in dem Ma­ße wie vor­her pri­va­te Din­ge tei­len kön­nen. Die Freund­schaft kann al­so die Kar­rie­re be­hin­dern oder um­ge­kehrt kann die Ent­schei­dung für ei­nen Kar­rie­re­schritt ei­nen pro­ble­ma­ti­schen Ein­fluss auf die Freund­schaft ha­ben.

FO­TO: PRIVAT

An­ja Klu­ge, Psy­cho­lo­gin, Coach und Or­ga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­le­rin, Mün­chen

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