Azu­bi-ti­cket wird für Hai­nich-re­gi­on fort­ge­setzt

Kreis be­kommt Pau­scha­le vom Land. Laut Re­gio­nal­bus-gm­bh kei­ne Kon­kur­renz zur Schü­ler-mo­nats­kar­te

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - Unstrut-hainich - Von Alex­an­der Volk­mann

Der Un­st­rut-hai­nich-kreis setzt das Pi­lot­pro­jekt zum Azu­bi-ti­cket bis 31. De­zem­ber 2020 fort. Da­mit kön­nen die Aus­zu­bil­den­den Bus­se, Re­gio­nal- und Stra­ßen­bah­nen für 50 Eu­ro mo­nat­lich in fast ganz Thü­rin­gen be­nut­zen – au­ßer im Land­kreis Greiz.

Der Kreis­tag be­schloss jetzt die Ver­län­ge­rung, weil auch die För­der­richt­li­nie vom Land ver­län­gert wur­de. Das im Ok­to­ber 2018 be­fris­tet ein­ge­führ­te Azu­bi-ti­cket Thü­rin­gen ha­be sich als gro­ßer Er­folg er­wie­sen, heißt es in der Be­grün­dung, die An­zahl der Nut­zer ha­be sich kon­ti­nu­ier­lich er­höht.

Für den Un­st­rut-hai­nich-kreis sei­en die Zah­len der Nut­zer nicht ex­akt zu be­nen­nen, er­klärt der Ge­schäfts­füh­rer

der Re­gio­nal­bus Gm­bh, Gerd Haß­kerl. Die Ti­ckets wür­den vom Ver­kehrs­ver­bund Mit­tel­thü­rin­gen (VMT) und der Deut­schen Bahn her­aus­ge­ge­ben und ver­kauft. Die Nut­zung im Un­st­rut-hai­nich-kreis wer­de vom Land pau­schal mit zehn Eu­ro für je­den Be­rufs­schü­ler der Be­ruf­li­chen Schu­len er­stat­tet, al­so ex­akt 25.050 Eu­ro pro Jahr. Da­mit soll den be­tei­lig­ten Un­ter­neh­men ein mög­li­cher Ein­nah­me­ver­lust aus­ge­gli­chen wer­den.

In der Pi­lot­pha­se sei­en den Un­ter­neh­men je­doch kei­ne Mehr­kos­ten ent­stan­den, teilt die Kreis­ver­wal­tung mit. Die Vor­aus­set­zun­gen, die För­de­rung zu be­kom­men, sei­en mit Ab­schluss der neu­en Ver­kehrs­leis­tungs­und Fi­nan­zie­rungs­ver­trä­ge durch den Kreis, die seit dem 1. De­zem­ber gel­ten, be­reits ge­schaf­fen wor­den. In

Thü­rin­gen sei­en, laut Haß­kerl, bis­lang mehr als 7300 Azu­bi-ti­ckets im Jah­res­abo ver­kauft wor­den. Haß­kerl be­tont, dass das Azu­bi-ti­cket kei­ne Kon­kur­renz zur Schü­ler-mo­nats­kar­te der Re­gio­nal­bus Gm­bh sei, de­ren Ver­kauf so­gar zu­neh­me.

Vom Kreis heißt es, durch die An­er­ken­nung des Ti­ckets wer­de Aus­zu­bil­den­den, die sich in ei­ner Be­rufs­aus­bil­dung be­fin­den und in Thü­rin­gen ei­ne be­rufs­bil­den­de Schu­le be­su­chen, die Mög­lich­keit er­öff­net, län­ge­re We­ge zur Aus­bil­dungs­stät­te mit ei­nem preis­güns­ti­gen Ti­cket zu­rück­zu­le­gen. Der Vor­teil: Auch in der Frei­zeit kann das An­ge­bot von Bus­sen und Bah­nen ge­nutzt wer­den. Mit dem Haus­halt 2020 des Frei­staa­tes wur­de die Fort­füh­rung des Ti­ckets fi­nan­zi­ell ge­si­chert.

AR­CHIV-FO­TO: DA­NI­EL VOLK­MANN

Ein Bus­fah­rer be­dient das Fahrt­kar­ten­ge­rät.

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