Zau­ber­haf­te Blu­men­le­gen­den

Traumgaerten - - Reportage - TEXT Do­rea Dau­ner

Bei man­chen ver­rät schon ihr Na­me, wel­che Le­gen­den hin­ter ih­nen ste­cken, bei an­de­ren Gar­ten­blu­men muss man tief in der My­tho­lo­gie gr­a­ben, bis sich ihr Sym­bol­ge­halt er­schließt.

Die Ake­lei ver­dankt ih­rer ex­tra­va­gan­ten Blü­ten­form ei­nen ex­tra­va­gan­ten Bei­na­men: El­fen­hand­schuh. Aus heid­ni­scher Zeit stammt auch ih­re Zu­ord­nung zu der nor­di­schen Göt­tin Freya und der rö­mi­schen Göt­tin Ve­nus. Mög­li­cher­wei­se gal­ten ih­re Sa­men auch des­halb lan­ge als Aphro­di­sia­kum; die­se Ver­wen­dung hat sich bis in die Ren­nais­sance ge­hal­ten. Schon die blo­ße Be­rüh­rung mit ei­nem Pul­ver aus den Sa­men soll­te ge­nü­gen, um Frau­en­her­zen zu er­obern. Den Sym­bol­ge­halt für die Zeu­gungs­kraft des Man­nes, für Ver­füh­rung und Lie­be hat die Ake­lei lan­ge be­hal­ten. Spä­ter wu­de sie dann mit der Mut­ter Got­tes in Ver­bin­dung ge­bracht und als Sym­bol für die Drei­ei­nig­keit, die De­mut und für die Hil­fe Got­tes ver­wen­det.

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