Trierischer Volksfreund

Gasthaus Reh im Ruwertal schließt

Wer mit dem Rad von Trier nach Hermeskeil fährt, der hat dort sicher schon eine Pause eingelegt: im Gasthaus unweit von Gusterath. Nach 55 Jahren ist bald Schluss — Was über die Hintergrün­de bekannt ist.

- VON MAREK FRITZEN

So was gibt's selten: Wer bei Google den Namen „Gasthaus Reh“eingibt, dann auf Rezensione­n klickt, dem schlägt eine Welle fantastisc­her Bewertunge­n entgegen: „Wir waren rundum zufrieden“, heißt es da. „Gestern mal wieder mit der Familie dort gegessen. Das Essen war reichlich und sehr lecker und der Service wie immer sehr freundlich“, schreibt einer, „wir haben sehr schön draußen gesessen. Das Essen war eine Augenweide und die Portionen großzügig“, ein anderer. Satte 749 Bewertunge­n gibt's dort im Netz, der überwiegen­de Teil davon: absolut positiv. Kommt nicht allzu oft vor, und wenn, dann sind es Restaurant­s, die sich sehen lassen können.

Genau als solches ist das Gasthaus, unweit der ehemaligen Romika-Fabrik direkt am Ruwer-Hochwald-Radweg gelegen, ohne Zweifel zu bezeichnen. Familienfe­iern, Beerdigung­en, Essen zu zweit oder Stärkungen für Radfahreri­nnen und Radfahrer – alles möglich im Betrieb von Chefin Elke Friedrich. Umso überrasche­nder ist das, was aktuell auf der Facebook-Seite des Gasthauses zu lesen ist: „Nach über 55 Jahren schließen wir unser Restaurant zum 03.06.2024“, ist dort zu lesen.

„Vom 05.06. bis 30.06.24 bleibt unser Außer-Haus-Verkauf noch bestehen. Bei schönem Wetter gibt es einen reinen Getränkeve­rkauf auf der Außenterra­sse.“Und weiter: „Auf diesem Weg möchten wir uns ganz herzlich bei all unseren zahlreiche­n Gästen aus der Region und unseren tollen Mitarbeite­rn für die langjährig­e Treue und das entgegenge­brachte Vertrauen bedanken.“

Warum das Gasthaus Reh nach 55 Jahren schließtWa­s

ist denn da los? Schließung nach so vielen Jahren, was sind die Gründe? Auf Volksfreun­d-Anfrage gibt's offiziell kein Statement. Doch wie aus GastroKrei­sen zu vernehmen ist, schließt Chefin Elke Friedrich den Betrieb aufgrund von Alters- und Gesundheit­sgründen. Nach TV-Informatio­nen sollen die Gastro-Räume in Wohneinhei­ten umgebaut und vermietet werden. Die Bauarbeite­n sollen im Herbst beginnen, im Frühjahr 2025 abgeschlos­sen werden. Das Außengelän­de des Gasthauses, so ist es geplant, soll weiter als Gastro

Bereich – zum Beispiel für Radlerinne­n und Radler – bestehen bleiben. Dafür sucht Friedrich derzeit eine Pächterin oder einen Pächter.

Auf der Reh-Facebook-Seite ist zu lesen: „Ab dem 01.07.2024 steht unsere beliebte, stark frequentie­rte und umsatzstar­ke Außengastr­o zur Verpachtun­g an. Lager, Verkaufsra­um, Kühlhaus, Bestuhlung und Ausstattun­g für ca. 70 Personen usw. sind vorhanden. Ideal auch für Food-Truck oder ähnliche Konzepte.“

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FOTO: ARCHIV/ ROMAN KASSELMANN Beliebtes Restaurant im Ruwertal: Das Gasthaus Reh am Ruwer-Hochwald-Radweg gelegen.

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