Fa­mi­li­en­nach­zug nicht für Gefährder

Trossinger Zeitung - - Nachrichten & Hintergrund -

BER­LIN (dpa) - Die SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on will den Fa­mi­li­en­nach­zug für Ehe­part­ner und Kin­der ehe­ma­li­ger Gefährder jetzt doch ge­ne­rell ver­bie­ten. Da­für soll ei­ne im Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung aktuell noch be­ste­hen­de Aus­nah­me­re­gel ge­stri­chen wer­den. „Mit der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on wird es kei­nen Fa­mi­li­en­nach­zug für Gefährder ge­ben“, hieß es am Don­ners­tag in ei­ner ge­mein­sa­men Er­klä­rung der SPD-In­nen­ex­per­ten Eva Högl und Burk­hard Lisch­ka. Sie kün­dig­ten an: „Wir wer­den im par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­ren for­dern, dass die im Ge­setz­ent­wurf von Horst See­ho­fer be­ste­hen­de Aus­nah­me­re­ge­lung ge­stri­chen wird.“

Zu­nächst hat­ten sich Uni­ons­po­li­ti­ker ge­gen die Ausnahme ge­stemmt. Die Vor­sit­zen­de des In­nen­aus­schus­ses, Andrea Lind­holz (CSU), be­grüß­te nun die An­kün­di­gung der SPD. Das Bun­des­ka­bi­nett hat­te den Ge­setz­ent­wurf, über den der Bun­des­tag noch ent­schei­den muss, in der ver­gan­ge­nen Wo­che ver­ab­schie­det.

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