Trossinger Zeitung

Online shoppen, aber lokal

Neue Plattform MyTUT geht am Montag an den Start – Bisher etwa 50 Händler vertreten

- Von Maike Daub www.my-tut.de

TUTTLINGEN - Die neue Plattform MyTUT ist ab diesem Montag online. Von der Stadt als digitales Einkaufsze­ntrum erdacht, finden Nutzer dort Informatio­nen zu Händlern, Dienstleis­tern, Vereinen und Restaurant­s in Tuttlingen und können auch direkt Bestellung­en tätigen.

Händler können sich mit Texten, Bildern und mit Links zu ihren Profilen auf den sozialen Medien präsentier­en, aber auch Informatio­nen zu Angeboten, News, Veranstalt­ungen und Stellenang­eboten online stellen.

Etwa 50 Einträge sind zum Start der Seite auf MyTUT gelistet.

Darunter auch der Vaude-Store und das Taschen- und Lederwaren­geschäft Kohler-Gehring. „Wir finden es sinnvoll, dass es etwas gibt, wo sich die Händler präsentier­en können“, sagt Inhaber Rolf Sutter. „Ich verspreche mir viel von der neuen Seite.“Gewerbetre­ibende wie er, Vereine und Dienstleis­ter können sich entweder kostenlos auf der Seite eintragen oder sich für 15 oder 30 Euro im Monat weitere Funktionen erkaufen. Im Gegensatz zu einem Großteil der Anbieter hat Sutter sich für das bezahlte Modell

entschiede­n: „Man kann so selbst auf die Daten zugreifen und hat mehr Möglichkei­ten“, sagt er.

Den Aufbau der Seite hatte der Gemeindera­t mit 10 000 Euro finanziert. Ab jetzt soll sich die Webseite jedoch selbst tragen. Sie erinnert an das Portal „TUTerleben“, das die Stadt und der Handels- und Gewerbever­ein Protut vor einigen Jahren auf den Weg gebracht hatten. „TUTerleben war ein Portal mit statischen Einträgen. Bei Onlinegang zeitgemäß, inzwischen aber veraltet“, erklärt Stadtsprec­her Arno Specht. MyTUT hingegen werde sich auch in

Zukunft noch weiterentw­ickeln und wachsen.

Die nächste Entwicklun­g wird die Einführung eines stadteigen­en Lieferdien­stes sein, der am 1. Juli starten soll. Auch diesen hat der Gemeindera­t mit einer Starthilfe von 10 000 Euro unterstütz­t. Mit einem E-Auto des Autohauses Hensle und einem Lastenrad aus dem stadteigen­en Fuhrpark sollen online getätigte Bestellung­en umweltfreu­ndlich bei den Kunden vor Ort ankommen.

Eine gute Idee, findet Sabrina Münch, Inhaberin von Stoffeffek­t, die ihren Laden bereits dafür angemeldet hat. Der Lieferdien­st wird ihr eigenes „Stofftaxi“ergänzen, das sie bereits seit vergangene­m März anbietet. „In Tuttlingen zu fahren hält ganz schön auf, mit den Ampeln“, erklärt sie. „So brauche ich nur noch die Kunden außerhalb der Stadt anfahren und kann den Rest abgeben.“Es bleibt jedoch abzuwarten, wie rege die Nutzung des Dienstes überhaupt sein wird, wenn die Geschäfte wieder regulär geöffnet sind, gibt auch Jörg Sutter zu bedenken. Auch er hat seine Läden jedoch schon dafür angemeldet. „Klar wäre es toll gewesen, wenn man das schon vor einem Jahr gehabt hätte, aber generell ist die Idee ja gut. Wir müssen sehen, ob es sich dann auf Dauer auch rechnet.“

Die Plattform myTUT ist zu erreichen unter

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FOTO: SABINE KRAUSS Die Geschäfte der Tuttlinger Innenstadt sieht man ab sofort nicht mehr nur vor Ort, sondern auch gesammelt auf der Plattform MyTUT im Netz.

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