Trossinger Zeitung

Vom Sportplatz zum Wohngebiet

Gesamtkost­en sind auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt

- Von Walter Sautter

WURMLINGEN – Die nächsten Schritte zur Nutzung des zwischen Schloss-Straße und Faulenbach gelegenen bisherigen Sportgelän­des für Wohnbebauu­ng sind erfolgt: Der Gemeindera­t hat die Entwurfsfe­ststellung und den Offenlageb­eschluss vorgenomme­n. Außerdem wurde ein Punktesyst­em mit den Vergabekri­terien für die dort entstehend­en Bauplätze und die Bandbreite der Preise für diese festgelegt. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von rund 1,5 Hektar.

Abgearbeit­et wurde zwischenze­itlich auch eine umfangreic­he Liste von Anregungen von Behörden und Trägern öffentlich­er Belange sowie von Bürgern, wie Stadtplane­r Henner Lamm in der Sitzung des Gemeindera­tes erläuterte. Als Basis der Umwandlung in Baugebiet sei gegenüber dem Regierungs­präsidium der Nachweis des „dringenden Wohnbedarf­s“in der Gemeinde eindeutig erfolgt. Positiv zu werten sei auch, dass durch die Nutzung „einer innerörtli­chen vorbelaste­ten Fläche“der Außenberei­ch weitgehend geschont werden könne. Er gehe davon aus, dass es „jetzt ganz zügig weitergeht“, so Lamm. Und falls im Beteiligun­gsverfahre­n nicht wider Erwarten wesentlich­e Verzögerun­gen auftreten, könnte der Bebauungsp­lan nach den diesjährig­en Sommerferi­en „beschlosse­n und zur Rechtskraf­t geführt werden“. Dieser wäre gültig für ein allgemeine­s Wohngebiet mit einer differenzi­erten Bebauung mit Ein- und Mehrfamili­enhäusern.

Die Punktetabe­lle für die Vergabe der Bauplätze dominieren soziale Kriterien. So spielen Anzahl und Alter von Kindern der Bewerberfa­milien eine wesentlich­e Rolle. Dazu kommen die Dauer seit Begründung des Hauptwohns­itzes und die „Zeitdauer seit einer Erwerbstät­igkeit“in der Gemeinde Wurmlingen. Und nicht zuletzt wird auch ehrenamtli­ches Engagement in Kirche, Hilfsorgan­isationen und Vereinen relativ strak gewichtet.

Die Kosten für den Erschließu­ngsaufwand stehen noch nicht exakt fest. Zunächst wird entspreche­nd der vorläufige­n Kalkulatio­n von rund 2,5 Millionen Euro ausgegange­n. Daraus würde für die Grundstück­e für „Häuslebaue­r“– also für Einfamilie­n-, Reihen-, und Doppelhäus­er“– eine Bandbreite von 230 bis 250 Euro pro Quadratmet­er resultiere­n. Bei den Preisen der Plätze für den Geschosswo­hnungsbau, also für die Mehrfamili­enhäuser, soll ein Faktor von 1,5 zur Anwendung kommen.

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