Watchstars Award 2016

THO­MAS GRONENTHAL Uh­ren­jour­na­list, Blog­ger und Ju­ror der Watchstars Awards

Uhren-Magazin - - Inhalt - Text — Le­na Lohr­mann

Jetzt ste­hen die Sie­ger fest – beim in­ter­na­tio­na­len Uh­ren­preis wähl­te die un­ab­hän­gi­ge Fach­ju­ry, be­ste­hend aus über 70 Uh­ren­ex­per­ten, zum zwei­ten Mal die bes­ten Uh­ren in fünf Ka­te­go­ri­en.

——— Die in­ter­na­tio­na­le Fach­ju­ry, be­ste­hend aus über 70 Uh­ren­ex­per­ten, hat er­neut ge­wählt. Zu­nächst wa­ren Zeitmesser in fünf Ka­te­go­ri­en no­mi­niert wor­den. An­schlie­ßend wähl­ten die Ex­per­ten ih­re Fa­vo­ri­ten aus den zehn am häu­figs­ten ge­nann­ten Uh­ren­mo­del­len in je­der Ka­te­go­rie.

Bei den »Clas­sic Stars« hat­te die Ome­ga Glo­be­mas­ter die Na­se vorn. Mit der Mas­ter-co-axi­al-hem­mung ge­lang es dem neu­en, 2015 vor­ge­stell- ten Mo­dell, sich ge­gen­über sei­nen Kon­kur­ren­ten durch­zu­set­zen. Zu­satz­funk­tio­nen über Da­tum und/oder Gan­g­re­ser­vean­zei­ge hin­aus sind die Gr­und­vor­aus­set­zung, um sich in der Ka­te­go­rie »Tech­ni­cal Stars« für den Watchstars Award zu qua­li­fi­zie­ren.

Die Zeit­werk Mi­nu­ten­re­pe­ti­ti­on von A. Lan­ge & Söh­ne konn­te hier mit ei­ner tech­ni­schen Sen­sa­ti­on über­zeu­gen: Sie ver­bin­det erst­mals ei­ne Sprung­zif­fern­an­zei­ge mit ei­ner de­zi­ma­len Mi­nu­ten­re­pe­ti­ti­on, die die Mi­nu­ten in Zeh­ner- und Ei­ner­schlä­gen an­gibt.

Die Le­ga­cy Ma­chi­ne 101 von MB&F konn­te mit ih­rem au­ßer­ge­wöhn­li­chen De­sign und ei­nem erst­mals kom­plett selbst ent­wi­ckel­ten Werk punk­ten. Ein ex­trem ge­wölb­tes Sa­phirglas bie­tet per­fek­te Sicht auf das me­cha­ni­sche Schau­spiel und ist ei­ner von vie­len Grün­den für die Aus­zeich­nung zum »De­sign Star«.

Beim Watchstars Award, dem un­ab­hän­gi­gen Uh­ren­preis, wähl­te die in­ter­na­tio­na­le Ju­ry zum zwei­ten Mal die bes­ten Uh­ren. Jetzt ste­hen

die Sie­ger des Jah­res 2015/2016 in fünf Ka­te­go­ri­en fest.

Als ei­nen zeit­lo­sen Klas­si­ker, des­sen Wir­kung über Jahr­zehn­te an­hält, kür­ten die Fach­ju­ro­ren die Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal Moon­watch von Ome­ga. Mit dem Sieg in der Ka­te­go­rie »Star for a Li­fe­time« er­hält Ome­ga schon die zwei­te Aus­zeich­nung beim dies­jäh­ri­gen Watchstars Award.

Die Tu­dor North Flag über­zeugt als ers­te Tu­dor-her­ren­uhr mit Ma­nu­fak­tur­werk und wird hier­für als »New Star« aus­ge­zeich­net.

Die Ver­lei­hung der Watchstars Awards er­folgt bei ei­ner Pres­se­kon­fe­renz auf der Ba­sel­world 2016. ———

——— »Ich bin heute oh­ne Geld­beu­tel aus dem Haus ge­gan­gen, aber mei­ne Uhr hab ich an«, er­zählt Tho­mas Gronenthal mit ei­nem Au­gen­zwin­kern. Sei­ne Be­zie­hung zu me­cha­ni­schen Zeit­mes­sern be­schreibt das schon ganz gut. Wel­ches Mo­dell aber am Hand­ge­lenk des Jour­na­lis­ten lan­det, ist von Tag zu Tag un­ter­schied­lich. Um die 100 Arm­band­uh­ren um­fasst sei­ne Samm­lung. Im Ge­gen­satz zu an­de­ren Uh­ren­lieb­ha­bern hat er kei­ne spe­zi­el­le Mar­ke oder Mo­dell­rei­he im Blick: Von me­cha­ni­schen Pol­jo­tUh­ren aus den 1990er-jah­ren bis zur Roy­al Oak von Audemars Piguet oder der Sub­ma­ri­ner von Ro­lex sei dort al­les zu fin­den. »Ich ver­bin­de mit je­der Uhr in mei­ner Samm­lung et­was Ein­zig­ar­ti­ges, et­was, das nur sie hat«, sagt Gronenthal. Und fügt hin­zu: »Na­he­zu je­de me­cha­ni­sche Uhr hat ih­re Be­son­der­heit.« Da­mit ist klar, so schnell wird sei­ne Sam­mel­lei­den­schaft kein En­de ha­ben.

Doch nicht nur für Zeitmesser, auch für Blogs be­geis­tert sich der Jour­na­list: »Mit den Blogs ist es wie mit den Uh­ren: Ist es wirk­lich ir­gend­wann ge­nug?« Ei­ne rhe­to­ri­sche Fra­ge – zu­min­dest für Tho­mas Gronenthal, der im Ok­to­ber 2015 mit Watcht­hu­si­ast.de sei­nen ei­ge­nen Blog ins Le­ben ge­ru­fen hat. Seit­her kom­men­tiert er dort ak­tu­el­le Uh­ren­mo­del­le, be­fasst sich aber auch mit The­men wie Uh­ren­fäl­schun­gen auf dem Zweit­hand-markt oder da­mit, was hin­ter den Uh­ren­an­ge­bo­ten auf den Shop­ping­ka­nä­len im Fern­se­hen steckt.

All die­se The­men be­trach­tet Gronenthal nicht nur aus der Sicht des Jour­na­lis­ten, son­dern auch aus der des Uh­ren­lieb­ha­bers. Schon im Al­ter von fünf Jah­ren be­saß er sei­ne ers­te Uhr, die Be­geis­te­rung ist ge­blie­ben: »Uh­ren sind das gro­ße Hob­by mei­nes Le­bens«, sagt Tho­mas Gronenthal heute. Haupt­be­ruf­lich ist er Ge­schäfts­füh­rer und Mit­in­ha­ber ei­ner Pr-agen­tur.

Zu sei­nen Lieb­lings­uh­ren ge­hört zum Bei­spiel das ge­gen Ma­gne­tis­mus ge­schütz­te Vin­ta­ge-mo­dell IWC In­ge­nieur 500 000 A/m aus den 1980er-jah­ren, das er sich 2007 kauf­te. Sein In­ter­es­se für die­se Uhr wur­de be­reits in den 1990ern ge­weckt, als er im UH­REN-MA­GA­ZIN ei­nen Ar­ti­kel über sie las. Mit die­sem Kauf ist Tho­mas Gronenthal heute noch zu­frie­den.

Uh­ren­jour­na­list, Uh­ren­blog­ger, Uh­ren­samm­ler – oh­ne Zeitmesser geht es bei Tho­mas Gronenthal nicht.

New Star: Mit neu­em Ma­nu­fak­tur­werk sorg­te die Tu­dor North Flag auf der Ba­sel­world für Auf­se­hen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.