Tu­dor

Preis­ka­te­go­rie bis 4 000 Eu­ro

Uhren-Magazin - - Test -

——— Dem ers­ten Ma­nu­fak­tur­werk gönnt Tu­dor auch gleich noch ei­nen Sa­phirglas­bo­den – eben­falls ein No­vum. Da­hin­ter ent­deckt man das MT5621, das auf gan­zer Li­nie dem Image der Mar­ke folgt: For­men und Ver­ar­bei­tung wir­ken aus­ge­spro­chen tech­nisch. Der Ro­tor zieht ef­fek­tiv in bei­de Rich­tun­gen auf und sorgt für 70 St­un­den Gang­au­to­no­mie. Die Un­ruh mit Si­li­zi­um­spi­ra­le os­zil­liert un­ter ei­ner sta­bi­len Brü­cke. Das gan­ze En­sem­ble birgt für Gang­qua­li­tä­ten, für die nicht nur ein Chro­no­me­ter­zer­ti­fi­kat steht, son­dern auch der Be­weis aus der Pra­xis. Die North Flag läuft bes­tens – mit 1,3 bis 1,8 Se­kun­den am Tag im Plus und das bei nur ge­ring­fü­gi­gen Dif­fe­ren­zen zwi­schen den La­gen und sta­bi­len Am­pli­tu­den.

Das Da­tum wech­selt au­gen­blick­lich und kann un­ein­ge­schränkt je­der­zeit kor­ri­giert wer­den. Die Raf­fi­nes­se der Gan­g­re­ser­vean­zei­ge ent­deckt man erst auf den zwei­ten Blick: Nicht ein Zei­ger be­wegt sich ent­lang ei­nes gel­ben Kreis­seg­ments, son­dern ei­ne Sil­hou­et­te, auf­ge­bracht auf ei­ne Schei­be, die sich mit nach­las­sen­der Fe­der­span­nung ge­gen den Uhr­zei­ger­sinn dreht. Selbst in die­sem De­tail wi­der­spie­gelt sich der An­spruch der Mar­ke. Auf dem Zif­fer­blatt wird ihm mit star­ken Schwarz-weiß-kon­tras­ten und da­mit bes­ter Ables­bar­keit, dank üp­pi­ger Leucht­far­be auch nachts, und am Ge­häu­se mit schar­fen Kon­tu­ren ent­spro­chen. Die Lü­net­te, de­ren ganz leich­te Wöl­bung für de­zen­te Licht­ef­fek­te sorgt, be­steht aus zwei Ele­men­ten – ge­bürs­te­ten Edel­stahl oben und mat­tier­ter Ke­ra­mik an der Sei­te. Der Mit­tel­block zeigt sich kan­tig bis zu den An­stö­ßen hin, in die ein mas­si­ves Edel­stahl­band mit Si­cher­heits­falt­schlie­ße in­te­griert ist. ———

Mit dem ers­ten Ma­nu­fak­tur­ka­li­ber be­grün­det die North Flag ei­ne neue Ära der Mar­ken­ge­schich­te. Die Gan­g­re­ser­ve wird über ei­ne Schei­be an­ge­zeigt.

——— Un­se­re vier Test­kan­di­da­ten kön­nen un­ter­schied­li­cher nicht sein. Und doch ha­ben sie ei­nes ge­mein­sam – die Gan­g­re­ser­vean­zei­ge. Un­ser Ver­gleich zeigt, welch un­ter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten es al­lein zur Darstel­lung der Gan­g­re­ser­ve auf dem Zif­fer­blatt gibt. Die schlich­tes­te ist die der Ome­ga – wie die Uhr in ih­rer Ge­samt­heit. Man muss ihr an­krei­den, dass sie trotz Chro­no­me­ter­zer­ti­fi­kat nicht im­mer in des­sen Zeit­rah­men läuft. Im Ver­gleich ist sie auch am schlech­tes­ten ab­les­bar. Die meis­te Funk­tio­na­li­tät bie­tet Pe­qui­g­net und das zu ei­nem ver­gleichs­wei­se fai­ren Preis, wenn man die Müh­le- Glas­hüt­te da­ge­gen hält. Dank ih­rer Grö­ße kann die Gan­g­re­ser­ve bei der Müh­leUhr groß­zü­gig dar­ge­stellt wer­de, was bei ei­ner Hand­auf­zu­g­uhr – der ein­zi­gen in un­se­rem Ver­gleich – Sinn macht. Tech­nisch und preis­lich un­schlag­bar ist die Tu­dor. Auch wenn sie in ih­rer An­mu­tung ge­gen­über den an­de­ren Zeit­mes­sern aus dem Rah­men fällt, geht sie als Ge­samt­er­schei­nung hier als Sie­ger her­vor. ———

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