Vom Samm­ler für Samm­ler

Uhren-Magazin - - Neues - PE­TER CHONG Uh­ren­jour­na­list und Watch­stars-ju­ror

——— Dass es sich loh­nen kann, Uh­ren­fo­ren im In­ter­net zu be­su­chen, zeigt die Ge­schich­te von Pe­ter Chong. Als Uh­ren­samm­ler schätz­te er Fo­ren, weil er sich dort mit an­de­ren Samm­lern aus­tau­schen konn­te. Um de­ren Fach­wis­sen mit ei­ge­nen Tes­ter­fah­run­gen zu ver­ei­nen, grün­de­te der Asia­te zu­sam­men mit zwei an­de­ren Uh­ren­samm­lern 2014 sei­ne ei­ge­ne In­ter­net­sei­te na­mens De­ployant.com. Dort sol­len Uh­ren­samm­lern nicht nur Test­be­rich­te, son­dern auch spe­zi­el­le In­for­ma­tio­nen ge­bo­ten wer­den. Da­zu ge­hört zum Bei­spiel die Mei­nung von drei Ex­per­ten, die seit Jah­ren selbst Uh­ren sam­meln, aber auch die Ana­ly­se der Mo­del­le, et­wa im Ver­gleich zu ähn­li­chen Uh­ren. Und na­tür­lich spielt die Mei­nung der Uh­ren­samm­ler selbst ei­ne gro­ße Rol­le. Sie kön­nen sich in Kom­men­ta­ren und zahl­rei­chen klei­nen Ab­stim­mun­gen zu aus­ge­wähl­ten Mo­del­len äu­ßern und die­se da­bei auch be­wer­ten. »Ich hat­te schon im­mer ei­ne Lei­den­schaft für Uhr­ma­che­ri­sches und Hand­ge­mach­tes«, sagt Pe­ter Chong über sich selbst. Kaum, dass er selbst Geld ver­dien­te, kauf­te er sich sei­ne ers­te ei­ge­ne Uhr, ei­nen Chro­no­gra­phen von Gi­rard-per­re­gaux. Das ist cir­ca 25 Jah­re her. In der Zwi­schen­zeit er­warb Chong zahl­rei­che Uh­ren – und da­mit auch den Ruf und die Ex­per­ti­se ei­nes Uh­ren­samm­lers. Da­her ist sei­ne Mei­nung nicht nur auf der ei­ge­nen Web­site ge­fragt, son­dern auch bei der Ab­stim­mung der Watch­stars Awards. Zu­sam­men mit an­de­ren Ex­per­ten aus al­ler Welt ver­leiht Chong den Award ein­mal jähr­lich an Uh­ren in fünf Ka­te­go­ri­en. Wenn man ihn nach ei­nem per­sön­li­chen Fa­vo­ri­ten fragt, fällt ihm die Ent­schei­dung je­doch schwer: »Ich ha­be nicht nur ei­ne Lieb­lings­uhr«, sagt er, »ich ha­be meh­re­re.« Der Da­to­graph von A. Lan­ge & Söh­ne ist ei­ne da­von. »Das Ori­gi­nal wur­de 1999 in Ba­sel ge­zeigt«, er­in­nert sich Chong. Schon da­mals be­ein­druck­te ihn die Uhr und ins­be­son­de­re das neu­ent­wi­ckel­te Chro­no­gra­phen­werk L951. Zum ei­nen, weil es so kurz nach der Neu­grün­dung Lan­ges 1990 vor­ge­stellt wur­de, und zum an­de­ren, weil da­mals gro­ße Mar­ken wie Ro­lex und Pa­tek Phil­ip­pe kei­ne ei­ge­nen Chro­no­gra­phen­wer­ke hat­ten. »Der Da­to­graph wird da­mit zu ei­ner mei­ner Lieb­lings­uh­ren«, re­sü­miert Pe­ter Chong. Ei­ne von vie­len.

»Ich ha­be nicht nur ei­ne Lieb­lings­uhr. Ich ha­be meh­re­re«, sagt Uh­ren­jour­na­list Pe­ter Chong.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.