Schö­ner Schein

Uhren-Magazin - - Wissen -

Nicht al­les, was glänzt, be­steht durch und durch aus Gold: Ge­häu­se, Arm­bän­der und Werk­t­ei­le kön­nen aus äs­the­ti­schen oder funk­tio­nel­len Grün­den mit ei­ner Be­schich­tung ver­se­hen wer­den. Dies ge­schieht in der Uh­ren­in­dus­trie meist durch Gal­va­ni­sie­ren oder die so­ge­nann­ten Pvd-ver­fah­ren.

——— Gold ist ein ed­les und teu­res Me­tall. Schon früh wur­den da­her we­ni­ger wert­vol­le Ma­te­ria­li­en mit Gold be­schich­tet. Ne­ben der op­ti­schen Ver­schö­ne­rung hat das Be­schich­ten auch ei­nen funk­tio­na­len Nut­zen: Als Edel­me­tall ge­hört Gold zu den be­son­ders kor­ro­si­ons­be­stän­di­gen Me­tal­len. So wer­den in der In­dus­trie Werk­zeu­ge mit Gold­le­gie­run­gen be­schich­tet, um sie vor Ver­schleiß zu schüt­zen oder ih­re elek­tri­sche Leit­fä­hig­keit zu ver­bes­sern. Bei Uh­ren dient das Ver- gol­den ne­ben dem schö­ne­ren Aus­se­hen auch dem Ober­flä­chen­schutz so­wohl bei Uhr­werks­tei­len als auch bei Ge­häu­sen und Bän­dern.

Tei­le ei­nes Uhr­werks wer­den gal­va­ni­siert

In der Uh­ren­in­dus­trie wird be­son­ders häu­fig die Gal­va­no­tech­nik zum Ver­gol­den an­ge­wandt. Mit ihr kön­nen in che­mi­schen Bä­dern als Salz auf­ge­lös­te Me­tal­le auf an­de­re Stof­fe auf­ge­bracht wer­den. Grund­sätz­lich las­sen sich so al­le Me­tal­le und Nicht­me­tal­le mit ei­ner Me­tall­schicht be­le­gen. Je nach Ma­te­ri­al­kom­bi­na­ti­on be­darf es ei­ner ent­spre­chen­den Vor­be­hand­lung, da­mit die Schicht auf dem Trä­ger­ma­te­ri­al haf­tet. Ein Gal­va­ni­sie­rungs­pro­zess be­ginnt mit der gründ­li­chen Rei­ni­gung der zu ver- edeln­den Tei­le durch Ul­tra­schall­rei­ni­gung, Ab­koch- und elek­tro­ly­ti­sche Ent­fet­tung. Dann fol­gen Spü­lun­gen und die so­ge­nann­te Ak­ti­vie­rung durch Säu­re und Neu­tra­li­sa­ti­on, um ei­ne haf­ten­de Grund­schicht auf­brin­gen zu kön­nen. Erst dann er­folgt die Gal­va­ni­sie­rung in meh­re­ren Bä­dern.

Beim Gal­va­ni­sie­ren ist ei­ne Me­tall­ver­bin­dung in ei­nem Salz- oder Säu­reb­ad ge­löst. Das heißt, dass die Me­tall-kat­io­nen im Elek­tro­lyt vor­han­den sind. Ei­ne Anode und ei­ne Ka­tho­de bil­den Plus- und Mi­nus­pol des elek­tro­che­mi­schen Vor­gangs. Als Mi­nus­pol (Ka­tho­de) dient der zu ver­edeln­de Ge­gen­stand. Wird Strom an­ge­legt, schla­gen sich po­si­tiv ge­la­de­ne Me­tall-io­nen, die von der po­si­ti­ven Anode ab­ge­sto­ßen wer­den, auf dem elek­trisch lei­ten­den Ge­gen­stand nie-

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