Preis der Te­stuhr 1 990 Eu­ro 2 150 Eu­ro

Uhren-Magazin - - Test - ETA 2893, Au­to­ma­tik 1993 25,6 mm 4,10 mm 21 Ru­bi­ne 42 St­un­den Glu­cy­dur 28 800 A/h = 4 Hz Ni­varox Inc­a­bloc Rü­cker (Et­a­chron) Per­la­gen, Sa­ti­nie­run­gen, Gen­fer Strei­fen nein nein ge­bläut nein nein nein ETA 2824, Au­to­ma­tik 1972 25,6 mm 4,60 mm 25 Ru­bi­ne 49 Stu

ein­träch­tigt sein. Sie darf kei­ne äu­ße­ren Be­schä­di­gun­gen auf­wei­sen oder gar Tei­le ver­lie­ren. Ein Be­weis da­für, dass un­se­re bei­den Uh­ren die Tests gut über­stan­den ha­ben, ist der Gang­schein, den wir erst nach der ge­sam­ten Pro­ze­dur er­stel­len. Und auch äu­ßer­lich zei­gen sie kei­ner­lei Bles­su­ren.

Ein gro­ßes The­ma in der Flie­ge­rei ist Ma­gne­tis­mus. Ei­ner­seits müs­sen die Fliegeruhr­en an­tima­gne­tisch nach DIN 8309 sein, an­de­rer­seits be­nö­ti­gen sie ei­ne ma­gne­ti­sche Si­gna­tur. Das heißt Din-zer­ti­fi­zier­te Fliegeruhr­en dür­fen han­dels­üb­li­che Ma­gnet­kom­pas­se nicht ab­len­ken. Die­se Prü­fung kann nur in ei­ner Um­ge­bung statt­fin­den, in der das Erd­ma­gnet­feld wei­test­ge­hend stö­rungs­frei wirkt, al­so oh­ne Ablen­kung durch Ge­bäu­de­tei­le, wie Stahl­trä­ger oder Heiz­kör­per, Klein­tei­le wie Schrau­ben, bis hin zu Be­klei­dungs­stü­cken wie Gür­tel­schnal­len oder Bril­len­ge­stel­le. We­gen der be­son­de­ren Be­din­gun­gen fin­det die­se Prü­fung bei der W. Lu­dolph Gm­bh & Co. KG in Bre­mer­ha­ven statt. Das Un­ter­neh­men ge­hört zu den Glo­bal Play­ern in den Be­rei­chen Nau­tik und Ae­ro­nau­tik. Das UH­REN-MA­GA­ZIN konn­te bei die­sem Test lei­der nicht da­bei sein, aber un­se­re bei­den Pro­ban­den ha­ben auch die­sen mit Bra­vur ge­meis­tert.

Mo­derns­te Fliegeruhr­en mit Brief und Sie­gel

Die Un­ter­schrift der SEACOTEC Gm­bh & Co. KG als Zer­ti­fi­zie­rungs­in­sti­tut be­stä­tigt sehr förm­lich, dass die 857 UTC von Sinn Spe­zi­al­uh­ren und die Flie­ger Pro­fes­sio­nal DIN 8330-1 von Sto­wa den An­for­de­run­gen der DIN 8330 ge­wach­sen sind und die Be­zeich­nung »Flie­ge­ruhr DIN 8330-1VFR« tra­gen dür­fen. Die Re­dak­ti­on hat dem we­nig hin­zu­zu­fü­gen. Die ei­gens für die Din-zer­ti­fi­zie­rung ent­wi­ckel­te Sto­wa Flie­ger Pro­fes­sio­nal DIN 8330-1 VFR be­steht eben­so gut wie die Mo­dell-evo­lu­ti­on 857 UTC VFR in der be­reits be­ste­hen­den Flie­ge­ruh­ren­li­nie von Sinn Spe­zi­al­uh­ren.

Mu­tig läu­ten die Bei­den ein neu­es Zeit­al­ter in der Flie­ge­ruh­ren­ge­schich­te ein, weil sie eben nicht – wie es bei Wi­ki­pe­dia noch heißt – nur »als ge­schick­te Eti­ket­tie­rung der Her­stel­ler an­zu­se­hen (sind), um den Uh­ren ei­ne pro­fes­sio­nel­le An­mu­tung zu ver­lei­hen und sie da­mit für be­stimm­te Käu­fer­grup­pen in­ter­es­san­ter zu ma­chen.« Wie die Fliegeruhr­en vor hun­dert Jah­ren sind sie für die Be­dürf­nis­se der Pi­lo­ten ent­wi­ckelt, aber eben für je­ne der Neu­zeit, auf de­ren Er­fah­run­gen und Be­dürf­nis­se hin die ent­spre­chen­den An­for­de­run­gen in der DIN 8330 fest­ge­schrie­ben sind.———

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