MEHR ALS NUR EIN­MAL DIE ZEIT STOP­PEN

Uhren-Magazin - - Special -

Drü­cker nicht auf ei­ner Li­nie. Das sieht man häu­fi­ger bei güns­ti­gen Uh­ren, die nicht mit Ma­nu­fak­tur­ka­li­bern be­stückt wer­den.

Mit der Ein­füh­rung der ZweiD­rü­cker-wer­ke konn­te nicht nur die Ku­lis­sen­schal­tung ent­wi­ckelt wer­den, son­dern auch der Stopp­vor­gang selbst wur­de ver­fei­nert. Mit nur ei­nem Drü­cker er­folgt der Ablauf mit je­dem Knopf­druck stets in der fest­ge­leg­ten Rei­hen­fol­ge Star­ten-stop­pen-null­stel­len. Mit ei­nem zwei­ten Drü­cker sind auch Ad­di­ti­ons­stop­pun­gen mög­lich. Ein Drü­cker ist für das Star­ten und An­hal­ten des Stopp­zei­gers zu­stän­dig, der zwei­te für die Null­stel­lung. So kann man nach ei­nem Stop­pen von der zu­letzt ein­ge­nom­me­nen Po­si­ti­on aus ei­nen neu­en Stopp­vor­gang star­ten, oh­ne den Chro­no­gra­phen­zei­ger zwi­schen­durch auf Null stel­len zu müs­sen.

Be­reits En­de des 19. Jahr­hun­derts wur­den kom­pli­zier­te­re Stopp­vor­gän­ge in den Chro­no­gra­phen­wer- ken rea­li­siert: 1883 er­schien erst­mals ein Schlepp­zei­ger-chro­no­graph, wie wir ihn heu­te ken­nen. Die ers­ten Ent­wick­lun­gen be­gan­nen in den 1830erJah­ren mit dem Uhr­ma­cher Tha­de­us Win­nerl. 1902 ließ sich Pa­tek Phil­ip­pe sei­ne Kon­struk­ti­on pa­ten­tie­ren.

Ein Schlepp­zei­ger- oder Rat­tra­pan­te-chro­no­graph ver­fügt über ei­nen zwei­ten Stopp­zei­ger, der das Stop­pen von Zwi­schen­zei­ten er­mög­licht. Die­ser Schlepp­zei­ger wird häu­fig über ei­nen zu­sätz­li­chen Drü­cker ge­steu­ert. Beim Star­ten des Chronograp­hen läuft der Schlepp­zei­ger un­ter dem Stopp­se­kun­den­zei­ger zu­nächst mit. Be­tä­tigt man nun den zu­sätz­li­chen Drü­cker, stoppt der zwei­te Zei­ger, wäh­rend der Stopp­se­kun­den­zei­ger wei­ter­läuft. Ein wei­te­rer Knopf­druck lässt den Schlepp­zei­ger wie­der un­ter

Heu­te kennt man den Chronograp­hen vor al­lem mit zwei Drü­ckern. Die­se er­mög­li­chen Er­wei­te­run­gen wie den Fly­back oder ei­nen Schlepp­zei­ger. Da­mit las­sen sich noch auf­wän­di­ge­re Zeit­mes­sun­gen vor­neh­men.

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