Norm­sa­che

Uhren-Magazin - - Wissen - Fra­gen — Mar­ti­na Rich­ter Fo­tos — Achim Küst/her­stel­ler

Die »Flie­ge­ruhr« war ur­sprüng­lich ei­ne Uhr, die sich ei­ner­seits durch be­son­de­re tech­ni­sche Merk­ma­le, bei­spiels­wei­se durch ei­ne hö­he­re Un­emp­find­lich­keit ge­gen­über Ma­gnet­fel­dern oder ei­nen si­che­ren Glas­sitz bei Un­ter­druck, so­wie an­de­rer­seits durch De­si­gn­merk­ma­le, wie et­wa die schnel­le und ein­deu­ti­ge Ables­bar­keit, aus­zeich­ne­te. Heu­te wird un­ter ei­ner Flie­ge­ruhr oft nur ein gut ab­les­ba­res Zif­fer­blatt ver­stan­den, und manch­mal nicht ein­mal das. Uns ging es bei der Er­ar­bei­tung der DIN in ers­ter Li­nie dar­um, dass ei­ne Flie­ge­ruhr nach solch ei­ner Norm die im Luft­fahr­zeug vor­ge­schrie­be­nen In­stru­men­te zur Zeit­mes­sung in vol­lem Um­fang er­set­zen kön­nen muss. Auf­ga­be des Ar­beits­krei­ses, der die DIN ent­wi­ckelt hat, war es da­her, nicht nur die schnel­le und kla­re Ables­bar­keit zu de­fi­nie­ren, son­dern auch die Uhr wi­der­stands­fä­hig ge­gen­über al­len phy­si­ka­li­schen An­for-

Deutsch­land hat ei­ne Norm für Flie­ge­ruh­ren. Gel­ten die »Al­ten« nun plötz­lich nicht mehr als sol­che? Da­zu be­fra­gen wir Dr. Mar­tin Hoch, der als Lei­ter des Ar­beits­krei­ses Flie­ge­ruh­ren im Deut­schen In­sti­tut für Nor­mung e.v. die »DIN 8330: Zeit­mess­tech­nik - Flie­ge­ruh­ren« maß­geb­lich mit­ge­stal­tet hat.

Dr. Mar­tin Hoch: Im Ge­spräch mit Mar­ti­na Rich­ter, stell­ver­tre­ten­de Chef­re­dak­teu­rin UH­REN-MA­GA­ZIN. Ex­per­te: Dr. Hoch er­ör­tert In­hal­te der DIN 8330 vor In­ter­es­sen­ten der Uh­ren- und Luft­fahrt­in­dus­trie.

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