10 Jah­re Wem­pe Glas­hüt­te

Uhren-Magazin - - Neues - Text — Me­lis­sa Göß­ling Fo­tos — UH­REN-MA­GA­ZIN/ Wem­pe Glas­hüt­te/max Th­r­el­fall

——— Die neue Uhr na­mens Chro­no­me­ter­wer­ke Au­to­ma­tik kommt in zwei Ver­sio­nen: in Edel­stahl mit Sil­ber-zif­fer­blatt und schwar­zem Le­der­band (6950 Eu­ro) oder in Gelb­gold mit cham­pa­gner­far­be­nem Zif­fer­blatt und brau­nem Le­der­band (14950 Eu­ro). Bei­de Mo­del­le ha­ben ei­ne Grö­ße von 41 Mil­li­me­tern im Durch­mes­ser. Ganz im Stil der tra­di­tio­nell ge­stal­te­ten Chro­no­me­ter­wer­ke-kol­lek­ti­on zie­ren die ele­gan­ten Zif­fer­blät­ter le­dig­lich drei Zei­ger und ein Da­tum. Aus­ge­spro­chen mo­dern er­scheint da­ge­gen das In­nen­le­ben: Durch den Sa­phirglas­bo­den zeigt sich das ers­te ei­ge­ne Au­to­ma­tik­werk von Wem­pe Glas­hüt­te. Das CW 4 ent- stand nach drei­ein­halb Jah­ren Ent­wick­lungs­zeit in Zu­sam­men­ar­beit mit So­prod, ei­nem Schwei­zer Wer­ke­spe­zia­lis­ten. Die Kon­struk­ti­on des CW 4 ist un­ge­wöhn­lich: Die Unruh sitzt – brücken­sei­tig be­trach­tet – bei sie­ben Uhr und der beid­sei­tig auf­zie­hen­de Ro­tor aus Wolf­ram ist ex­zen­trisch ge­la­gert. So soll der ge­neig­te

2006 be­gann für Ju­we­lier Wem­pe ei­ne neue Zeit­rech­nung: Die ers­te ei­ge­ne Kol­lek­ti­on mit me­cha­ni­schen Uh­ren kam auf den Markt. Am 8. Sep­tem­ber 2016 fei­er­te die Mar­ke Wem­pe Glas­hüt­te I/SA zehn­jäh­ri­ges Be­ste­hen und stell­te zu die­sem An­lass neue Uh­ren vor. Ei­ne schlich­te Drei­zei­ge­ruhr ist das High­light: Sie trägt das ers­te ei­ge­ne Au­to­ma­tik­werk der deut­schen Ju­we­liers­mar­ke in sich.

Be­trach­ter mög­lichst viel vom Werk se­hen kön­nen. Und die­sem zeigt sich ein Au­to­ma­tik­werk in Glas­hüt­ter Tra­di­ti­on: ge­bläu­te Schrau­ben, ei­ne Drei­vier­tel­pla­ti­ne mit Strei­fen­schliff, Gold­cha­tons und ei­ne von Hand gra­vier­te Un­ruh­brü­cke. Über 50 Pro­zent der Bau­tei­le wer­den in Glas­hüt­te pro­du­ziert, Mon­ta­ge und Reg­la­ge er­fol­gen in den Glas­hüt­ter Werk­stät­ten von Wem­pe. Was nicht un­mit­tel­bar zu se­hen ist: Zwei in Rei­he ge­schal­te­te Fe­der­häu­ser ge­ben Ener­gie für 92 St­un­den. So hat das Werk auch noch ge­nug Kraft, wenn in Zu­kunft Mo­du­le auf das Ba­sis­werk ge­setzt wer­den.

Die Chro­no­me­ter­wer­ke-kol­lek­ti­on birgt aus­schließ­lich ei­ge­ne Ka­li­ber von Wem­pe. Die Mar­ke führt aber auch noch ei­ne zwei­te Kol­lek­ti­on. Die Zeit­meis­ter-li­nie, die mit 136 Mo­del­len weit­aus um­fang­rei­cher ist, er­hält zum Ju­bi­lä­um zwei neue, je­weils auf 100 Ex­em­pla­re li­mi­tier­te Uh­ren. Der Zeit­meis­ter Sport Tau­cher Chro­no- graph DLC (3975 Eu­ro) kommt in ei­nem 45 Mil­li­me­ter gro­ßen Edel­stahl­ge­häu­se mit Dlc-be­schich­tung und schwar­zer Ke­ra­mik­lü­net­te. Ein schwarz Dlc-be­schich­te­tes Edel­stahl­band mit Si­cher­heits­bü­gel und Ver­län­ge­rungs­ele­ment macht den Tauch­gang kom­for­ta­bel. Die Uhr bleibt dicht bis zu 300 Me­tern. Im In­nern ar­bei­tet das be­währ­te ETA/VALjoux 7750 mit Au­to­ma­tik­auf­zug.

Ju­bi­lä­ums­uh­ren mit Chro­no­me­ter­zer­ti­fi­kat

Die kos­ten­güns­ti­gen Ba­sis­wer­ke von ETA und Sel­li­ta sind ein Merk­mal der Zeit­meis­ter-kol­lek­ti­on, die sich an preis­be­wuss­te Kun­den rich­tet. Wie al­le Wem­pe-uh­ren muss aber auch der Zeit­meis­ter Sport Tau­cher Chronograp­h DLC die Chro­no­me­ter­prü­fung in der Glas­hüt­ter Stern­war­te ab­sol­vie­ren. Und so hat na­tür­lich auch der Zeit­meis­ter Jah­res­ka­len­der ein Zer­ti­fi­kat für be­son­ders ho­he Gang- ge­nau­ig­keit er­hal­ten, das zwei­te Ju­bi­lä­ums­mo­dell der Kol­lek­ti­on. Die Ka­len­der­funk­ti­on rea­li­siert ein Du­bo­isDé­praz-mo­dul. Es be­fin­det sich auf dem Eta-au­to­ma­tik­ka­li­ber 2892. In Edel­stahl mit 42 Mil­li­me­tern Durch­mes­ser ist der Zeit­meis­ter Jah­res­ka­len­der für 7975 Eu­ro zu ha­ben.

Die um­fang­rei­che Kol­lek­ti­on lässt dar­auf schlie­ßen, dass Wem­pe er­folg­reich Uh­ren ver­kauft. Tat­säch­lich liegt der An­teil an Uh­ren bei dem Ju­we­lier bei 80 Pro­zent, Schmuck bei 20 Pro­zent. Im Rah­men der Ju­bi­lä­ums­fei­er be­rich­tet Bern­hard Stoll, Ge­schäfts­füh­rer des Uh­ren­be­reichs bei Wem­pe, dass sich die An­zahl der ver­kauf­ten Uh­ren seit 2009 fast ver­dop­pelt hat. 2015 wech­sel­ten 57486 Uh­ren den Be­sit­zer. Der Jah­res­um­satz in­ter­na­tio­nal be­trug 471,3 Mil­lio­nen Eu­ro. Da­mit kann man das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men als größ­ten Uh­ren­händ­ler in­ner­halb der Eu­ro­Zo­ne be­zeich­nen. ———

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.