Mit Aus­dau­er

Preis­ka­te­go­rie bis 1000 Eu­ro

Uhren-Magazin - - Test - Te x t — Me­lis­sa Göß­ling Fo­tos — Her­stel­ler/©fo­to­lia/da­vi­les

——— Dass die­se Uhr An­lei­hen auf den Mo­tor­sport nimmt, sieht man ihr so­fort an. Das ge­loch­te Le­der­arm­band trug schon die ur­sprüng­li­che PR 516 aus dem Jahr 1965. Es ver­weist auf die Sport­len­k­rä­der be­son- de­rer Renn­wa­gen. »PR« steht üb­ri­gens für »par­ti­cu­lar­ly ro­bust«, al­so be­son­ders ro­bust. Das »S« im Mo­dell­na­men der neu­en Ver­si­on steht für sport­lich. Ex­tre­me Här­te­tests wür­de die PRS 516 Au­to­ma­tic Gent zwar nicht über­ste­hen, aber im All­tag hält sie ei­nen ver­se­hent­li­chen Stoß lo­cker aus. Krat­zer kann die schwar­ze Ke­ra­mik­lü­net­te gut ab­weh­ren. Dre­hen lässt sie sich nicht, aber das ist auch nicht nö­tig. Denn die Drei­zei-

In­spi­riert von den Renn­wa­gen ih­rer Zeit wur­de die PR 516 schnell zum Klas­si­ker. Ei­ne Neu­auf­la­ge in vier Va­ri­an­ten macht aus dem sport­li­chen Vin­ta­ge-mo­dell ei­nen prak­ti­schen All­tags­be­glei­ter im zeit­los-mo­der­nen Look.

ge­ruhr ist nur bis zehn Bar druck­fest und so­mit nicht zum Tau­chen ge­eig­net. Hier­für wä­re ei­ne Drehlü­net­te sinn­voll ge­we­sen, um die Zeit­span­ne ei­nes Tauch­gan­ges zu mes­sen. Das mat­te Schwarz der Lü­net­te mit der Mi­nu­te­rie in Fün­fer-schrit­ten be­tont die sport­li­che Op­tik der Uhr. Da­zu passt auch das be­reits er­wähn­te Le­der­band mit Lo­chung. Und der Strei­fen­schliff im Zen­trum des Zif­fer­blat­tes ist zu­gleich sport­lich und ele­gant.

Ein Zeit­mes­ser mit viel Aus­dau­er für klei­nes Geld

Tis­sot hat aber noch mehr De­si­gnele­men­te der ori­gi­nä­ren PR 516 auf­ge­nom­men: Die St­un­den­in­di­zes sit­zen auf ei­nem er­höh­ten Mi­nu­ten­ring und sor­gen für ei­nen drei­di­men­sio­na­len Look des Zif­fer­blat­tes. Dar­un­ter läuft der Se­kun­den­zei­ger durch, der im sport­li­chen Rot auf­tritt. Tis­sot bie­tet meh­re­re Va­ri­an­ten der PRS 516 an: Der Se­kun­den­zei­ger er­scheint wahl­wei­se auch in Gelb, Blau oder ro­sé­gold­far­ben. Das Ge­häu­se gibt es mit ei­ner schwar­zen oder ro­sé­gold­far­be- nen Be­schich­tung und das Zif­fer­blatt kommt auf Wunsch zu­sam­men mit der Lü­net­te aus Kar­bon. Da­bei bleibt je­de Va­ri­an­te un­ter 1000 Eu­ro. Das »P« im Mo­dell­na­men könn­te da­her auch für preis­wert ste­hen.

Für die­ses Bud­get er­hält man nicht nur ei­ne in sich stim­mig ge­stal­te­te Uhr, son­dern auch ei­nen sport­li­chen Zeit­mes­ser mit viel Aus­dau­er. Denn Tis­sot stat­tet die PRS 516 mit dem so­ge­nann­ten Po­wer­ma­tic 80Ka­li­ber aus. Die­ses Au­to­ma­tik­werk heißt bei der ETA C07.111 und wird ex­klu­siv für die Swatch- Group-mar­ken pro­du­ziert. Es bie­tet ei­ne lan­ge Lauf­zeit von 80 St­un­den. Zum Ver­gleich: Das ETA 2836 mit den glei­chen Funk­tio­nen läuft oh­ne neu­en Ener­gi­e­nach­schub le­dig­lich 36 St­un­den. Über ein lan­ges Wo­che­n­en­de auf dem Nacht­tisch lie­gen ge­las­sen, läuft die PRS 516 al­so bis Mon­tag­mor­gen un­be­irrt wei­ter. Das ha­ben wir in un­se­rem Tra­ge­test nach­ge­prüft.

Durch­schnitt­lich 3,7 Se­kun­den Vor­gang pro Tag ver­zei­chen wir im Tra­ge­test am Hand­ge­lenk. Die Gang­wer­te auf der Zeit­waa­ge fal­len mit plus 3,5 Se­kun­den nach Voll­auf­zug und plus 4,4 Se­kun­den nach 24 St­un­den ähn­lich aus. Für ei­ne me­cha­ni­sche Uhr in die­ser Preis­klas­se sind das wirk­lich gu­te Er­geb­nis­se.

So an­ge­nehm wie sich die PRS 516 trägt, so kom­for­ta­bel lässt sie sich be­die­nen. In der zwei­ten Kro­nen­po­si­ti­on stellt man Da­tum und Wo­chen­tag ein, in der drit­ten greift der Se­kun­den­stopp für das prä­zi­se Jus­tie­ren der Zeit. Die­se ist am Ta­ge dank des kon­trast­rei­chen Zif­fer­blatts gut ab­les­bar. Im Dun­keln hilft die Leucht­mas­se auf den Bal­ken­zei­ger und den St­und­in­di­zes. De­sign und Funk­tio­na­li­tät wer­den bei der PRS 516 stim­mig kom­bi­niert. ———

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