GI­RARD- PER­RE­GAUX – MEILENSTEI­NE DER GE­SCHICH­TE

Uhren-Magazin - - Journal -

——— Wer auf ei­ne Un­ter­neh­mens­ge­schich­te von 225 Jah­ren zu­rück­bli­cken kann, ist oh­ne Zwei­fel ein ge­wich­ti­ges Ka­li­ber in der Ge­schich­te der Schwei­zer Uh­ren­in­dus­trie. Zu­mal Gi­rard-per­re­gaux et­li­che Meilenstei­ne in der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung der Uhr ge­setzt hat, an­ge­fan­gen vom was­ser­dich­ten Mo­dell Sea Hawk in den 1940er-jah­ren über das ers­te be­rühm­te Au­to­ma­tik­hoch­fre­quenz­werk Gy­ro­ma­tic mit 36000 Halb­schwin­gun­gen in der St­un­de 1957 bis hin zur ers­ten in­dus­tri­el­len Fer­ti­gung von selbst ent­wi­ckel­ten Quarz­wer­ken ab 1970.

Nach ei­nem län­ge­ren Dorn­rös­chen­schlaf be­leb­te der en­ga­gier­te ita­lie­ni­sche Un­ter­neh­mer Lu­i­gi Ma­ca­lu­so ab 1992 das Un­ter­neh­men wie­der. Zu­sam­men mit der Mar­ke Je­an Richard bil­det es die So­wind- Grup­pe, die seit 2015 zu 100 Pro­zent dem Lu­xus­kon­zern Ke­ring ge­hört. Seit Ja­nu­ar 2015 führt nun An­to­nio Cal­ce das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men in La Chaux-de-fonds und in die­ser kur­zen Zeit ist es ihm ge­lun­gen, die bis da­hin nicht ge­ra­de strin­gen­te Kol­lek­ti­on zu kon­so­li­die­ren.

In Deutsch­land fin­den die ele­gan­ten Uh­ren viel Zu­stim­mung

Cal­ce nutzt das 225-jäh­ri­ge Be­ste­hen der Mar­ke, um 2016 die vier Säu­len zu prä­sen­tie­ren: klas­si­sche Uh­ren, zeit­ge­nös­si­sche Uh­ren, Sportuh­ren und die Hau­te Hor­lo­ge­rie. Und er kün­digt an, die »fan­tas­ti­sche Re­pu­ta­ti­on der Mar­ke in Sa­chen Pro­duk­ti­on« stär­ker als Mar­ke­ting­in­stru­ment zu nut­zen und künf­tig fünf Jah­re Ga­ran­tie auf die Uh­ren der Hau­te-hor­lo­ge­rie-li­nie zu ge­wäh­ren. In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten wur­den be­reits neue Ver­triebs­nie­der­las­sun­gen in den USA, Spa­ni­en, Du­bai, Russ­land und in Deutsch­land er­öff­net. Eu­ro­pa hält ei­nen An­teil von 25 Pro­zent am Welt­markt. Deutsch­land, so Cal­ce, kom­me in Zu­kunft ei­ne be­son­de­re stra­te­gi­sche Rol­le zu.

In der Tat trifft die zu­rück­hal­ten­de Ele­ganz, die Gi­rard-per­re­gaux über Jahr­zehn­te hin­weg aus­zeich­net, auf sehr viel Zu­stim­mung deut­scher Uh­ren­fans. Al­ler­dings ist das Preis­ni­veau re­la­tiv hoch, auch wenn Cal­ce das in den nächs­ten Jah­ren noch et­was nach un­ten kor­ri­gie­ren möch­te. Doch der Rei­he nach.

Wer heu­te ein Ein­stei­ger-mo­dell aus der Kol­lek­ti­on 1966 er­wirbt, zahlt für ei­ne Stahl­uhr 7600 Eu­ro. Da­für be­kommt man ei­ne ele­gant-schlich­te Drei­zei­ge­ruhr mit Da­tum auf der Po­si­ti­on der Drei mit Al­li­ga­tor­le­der­band; mit Stahl­band kos­tet die Uhr rund 700 Eu­ro mehr. Das ist ein stol­zer Preis für ei­ne Ein­stiegs­preis­la­ge, al­ler­dings läuft die Uhr – wie al­le Zeit­mes­ser von Gi­rard-per­re­gaux – mit ei­nem Ma­nu­fak­tur­ka­li­ber, in die­sem Fall dem zu­ver­läs­si­gen Au­to­ma­tik­werk GP03300-00030.

Die in der Uh­ren­bran­che zahl­reich ver­tre­te­nen An­hän­ger des 1970er-jah­re-de­signs sind glück­lich mit der neu auf­ge­leg­ten Lau­rea­to, die 1975 ih­ren ers­ten Auf­tritt, da­mals noch mit ei­nem haus­ei­ge­nen Quarz­werk, hat­te. Ihr kommt laut Cal­ce künf­tig die Rol­le als Iko­ne der Mar­ke zu, er geht so­gar so weit, sie als »die Zu­kunft von Gi­rard-per­re­gaux« zu be­zeich­nen. Im Ju­bi­lä­ums­jahr 2016 lan­ciert das Un­ter­neh­men die Lau­rea­to in Stahl mit ei­nem Durch­mes­ser von 41 Mil­li­me­tern mit Da­tum auf der Po­si­ti­on der Drei. Das Zif­fer­blatt mit »Clous-de-pa­ris«-mus­ter gibt es wahl­wei­se in Blau oder Weiß, al­ler­dings nur in der li­mi­tier­ten Auf­la­ge von je 225 Stück (14500 Eu­ro).

Die Lau­rea­to avan­ciert zu ei­ner kom­plet­ten Kol­lek­ti­on

Auf dem Gen­fer Uh­ren­sa­lon, bei dem Gi­rard-per­re­gaux im Ja­nu­ar 2017 erst­mals wie­der seit 2012 ver­tre­ten sein wird, prä­sen­tiert die Mar­ke ei­ne gan­ze Kol­lek­ti­on der Lau­rea­to: Herz­stück ist das Mo­dell mit wei­ßem Zif­fer­blatt, Durch­mes­ser 42 Mil­li­me­ter,

mit Stahl­band zu ei­nem Preis von 11200 Eu­ro. Die Lau­rea­to wur­de in den 1970er-jah­ren von Je­an-clau­de Gros- Gau­de­ni­er, Pro­dukt­ent­wick­ler bei Gi­rard-per­re­gaux, ent­wor­fen. Sie er­in­nert ent­fernt an die von Ge­rald Gen­ta in­spi­rier­ten Uh­ren. Ver­gleicht man die Lau­re­to mit die­sen Mo­del­len, liegt Gi­rard-per­re­gaux auf dem Ni­veau der Po­lo S von Pia­get, die 10900 Eu­ro kos­tet und liegt deut­lich un­ter der Roy­al Oak von Au­de­mars Pi­guet, die ab et­wa 15000 Eu­ro zu

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