Ei­ne Vor­lie­be für Ein­zel­kunst­wer­ke

Uhren-Magazin - - Neues - JÖRN FRE­DE­RIC KENGELBACH Chef­re­dak­teur von Robb Re­port und Ju­ror der Watch­stars Awards

——— Ha­ben Sie ei­ne Lieb­lings­uhr? Ei­ne, die auf­grund ei­ner Be­son­der­heit ein biss­chen bes­ser ge­fällt als al­le an­de­ren? Uh­ren­jour­na­list Jörn Kengelbach kann das be­ja­hen; da­bei sieht man die Be­son­der­heit sei­nes Fa­vo­ri­ten noch nicht ein­mal auf An­hieb. Die Re­de ist von der Cho­pard L.U.C Full Stri­ke, die im No­vem­ber 2016 lan­ciert wur­de und über Klang­fe­dern aus Sa­phirglas ver­fügt. Da­mit hat sie es bei Kengelbach, der ei­ne Vor­lie­be für Mi­nu­ten­re­pe­ti­tio­nen hegt, so­fort auf den Rang der Lieb­lings­uhr ge­schafft. »Es ist die ers­te Re­pe­tier­uhr der Welt, bei der ein als aus­ge­reift gel­ten­des, ganz nor­ma­les Ma­te­ri­al wie das Sa­phirglas zum Klang­kör­per wur­de«, be­geis­tert er sich. »Drei­di­men­sio­nal aus­ge­bil­det ste­cken in die­sem Bau­teil meh­re­re Jah­re Ent­wick­lungs­ar­beit, da­bei sieht man der Uhr das von au­ßen nicht an.« De­tails wie die­se sind der Grund da­für, dass me­cha­ni­sche Zeit­mes­ser bei Kengelbach ei­nen ho­hen Stel­len­wert ha­ben. Sie sei­en »klei­ne Ein­zel­kunst­wer­ke, die man mit sich her­um­tra­gen kann«, sagt er. Trotz­dem be­schäf­tigt er sich in letz­ter Zeit auch mit an­de­ren Lu­xus­gü­tern wie Au­tos oder Yach­ten. Grund da­für ist der »Robb Re­port«, des­sen deut­sche Aus­ga­be Kengelbach seit dem ers­ten Ma­ga­zin im Ok­to­ber 2016 ver­ant­wor­tet. Zu­vor schrieb der Jour­na­list un­ter an­de­rem für »GQ« und »Welt am Sonn­tag« über Uh­ren. Ein­mal jähr­lich ist die Mei­nung des Ex­per­ten au­ßer­dem beim in­ter­na­tio­na­len Watch­stars Award ge­fragt. Denn auch im Ver­gleich mit Lu­xusyach­ten und -au­tos blei­ben Mecha­nik­uh­ren für Jörn Kengelbach et­was Be­son­de­res: »Au­tos und Yach­ten sind heu­te oft In­dus­trie­pro­duk­te, Uh­ren wie die Mi­nu­ten­re­pe­ti­ti­on hin­ge­gen ent­ste­hen im­mer noch nach dem Prin­zip »one watch – one watchma­ker« (ei­ne Uhr – ein Uhr­ma­cher) und sind durch die Le­bens­zeit ih­rer Er­bau­er be­grenzt.« Durch die Ver­brei­tung von Bil­dern im In­ter­net wür­de man ver­ges­sen, wie rar man­che Stü­cke wirk­lich sind. »Au­ßer­dem gibt es kaum ein Ob­jekt, das so viel über ei­nen Men­schen und vor al­lem Män­ner aus­sagt, wie ei­ne Arm­band­uhr.« Trotz­dem, je­den Tag ei­ne Uhr, das müs­se nicht sein, so Jörn Kengelbach. Manch­mal ha­be er kei­ne Lust auf ei­ne Uhr oder tra­ge sei­ne App­le Watch. »Je­de Uhr hat ih­re Zeit.«

»Ei­ne Arm­band­uhr sagt wie kaum ein an­de­res Ob­jekt viel über ei­nen Men­schen und vor al­lem Män­ner aus.«

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