Von Mas­se zu Klas­se

Uhren-Magazin - - Special - Te x t — Me­lis­sa Göß­ling/gis­bert L. Brun­ner Fo­tos — Her­stel­ler

——— Che­misch ist Quarz, ger­ne auch Berg­kris­tall ge­nannt, rei­nes Si­li­zi­um­di­oxid (Sich), al­so ein glei­cher­ma­ßen farb­lo­ses wie trans­pa­ren­tes Mi­ne­ral. Durch den Schmelz­pro­zess nimmt es sei­ne glas­ähn­li­che Gestalt an. Die Brü­der Jac­ques und Pier­re Cu­rie ent­deck­ten und er­forsch­ten ab 1880 die pie­zo­elek­tri­schen und da­mit auch für die Uh­ren­in­dus­trie nutz­ba- ren Ei­gen­schaf­ten des Werk­stoffs. Kurz ge­fasst, be­ginnt ein pie­zo­elek­tri­scher Kris­tall in der Fre­quenz ei­ner an­ge­leg­ten Wech­sel­span­nung zu vi­brie­ren. Me­cha­nisch zum Schwin­gen an­ge­regt, ge­ne­riert der Quarz sei­ner­seits Wech­sel­span­nung. Die Re­so­nanz­fre­quenz re­sul­tiert zum ei­nen aus der Grö­ße des Kris­talls selbst oder ei­nes dar­aus ge­schnit­te­nen Teils, an­de­rer­seits hängt sie von der Schnit­t­aus­rich­tung durch den Kris­tall ab. Je­ne Er­kennt­nis­se mach­ten sich die Elek­tro­in­ge­nieu­re Jo­seph W. Hor­ton und War­ren A. Mar­ri­son ab 1927 zu­nut­ze. Bei­de ar­bei­te­ten im New Yor­ker Bell Lab, ei­nem For­schungs­zen­trum der Wes­tern Electric. Dort soll­ten sie auf der Grund­la­ge über­lie­fer­ter Er­kennt­nis­se ei­nen

Häu­fig wer­den Quarz­uh­ren als bil­li­ges Mas­sen­pro­dukt be­trach­tet. Die ers­ten Quarz-be­trie­be­nen Zeit­mes­ser ent­stan­den Mit­te des 20. Jahr­hun­derts in dem Stre­ben nach höchs­ter Prä­zi­si­on. Heu­te über­zeu­gen sie mit klu­ger Tech­no­lo­gie, ei­ner Viel­zahl an Funk­tio­nen und ho­her Gang­ge­nau­ig­keit.

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