HÖCHS­TE PRÄ­ZI­SI­ON

Uhren-Magazin - - Special -

quarz­sta­bi­li­sier­ten Fre­quenz­ge­ne­ra­tor aus der Tau­fe he­ben. Rein zu­fäl­lig mu­tier­te die­ses In­stru­ment 1928/1929 nach dem Aus­schei­den von Hor­ton zur ers­ten Quarz­uhr der Welt. Wäh­rend die da­mals bes­ten Pen­del­uh­ren je­des Jahr et­wa drei Se­kun­den von der as­tro­no­mi­schen Norm ab­wi­chen, brach­te es der elek­tro­ni­sche New­co­mer rech­ne­risch jähr­lich nur auf 0,3 Se­kun­den.

Nach­fol­gen­de Ent­wick­lun­gen kon­zen­trier­ten sich vor al­lem auf die Ver­klei­ne­rung der Tech­no­lo­gie, denn die Quarz­uhr von Mar­ri­son füll­te noch ein gan­zes Zim­mer aus und re­agier­te emp­find­lich auf Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen. En­g­land war­te­te 1931 mit ei­ner ei­ge­nen Quarz­uhr auf, Deutsch­land 1932, Frank­reich 1936 und Ja­pan 1937. Ab Mit­te der 1950erJah­re ar­bei­te­ten die Schweiz, Ja­pan und die USA kon­kre­ter dar­an, die ers­te Quarz-arm­band­uhr auf den Markt zu brin­gen. So kam 1967 ei­ne Quarz-arm­band­uhr vom schwei­ze­ri­schen Elec­tro­ni­que Ho­ro­lo­ger mit dem Ka­li­ber Be­ta-21. Doch erst Sei­ko ge­lang es, mit der As­tron die ers­te Quarz-arm­band­uhr zur Se­ri­en­rei­fe zu brin­gen. Das war 1969. Da­mals war die Uhr noch so teu­er wie ein Au­to, doch in­ner­halb we­ni­ger Jah­re wur­de die Quarz­uhr zur bil­li­gen Mas­sen­wa­re. Bis heu­te sind die Ja­pa­ner füh­rend in der Her­stel­lung von Quarz­uh­ren. Aber auch in der Schweiz wer­den Quarz­wer­ke ge­fer­tigt: zum Bei­spiel von der ETA, Ron­da und auch Car­tier.

Das Mas­sen­pro­dukt Quarz­uhr ge­rät aber bald in die Kri­tik, vor al­lem ih­re Ener­gie­ver­sor­gung – die Bat­te­rie – wird als Schwach­punkt be­trach­tet. So be­gann Sei­ko an neu­en Ener­gie­quel­len zu tüf­teln. 1986 prä­sen­tier­te der Ja­pa­ner schließ­lich sei­ne neue Tech­no­lo­gie »Ki­ne­tic«. Sie ver­eint Mecha­nik und Quarz: Dank ei­nes Ro­tors, wie ihn Au­to­ma­tik­uh­ren be-

Schon die ers­ten Quarz­uh­ren Mit­te des 20. Jahr­hun­derts gin­gen äu­ßerst ge­nau. Rech­ne­risch wi­chen sie je­des Jahr nur 0,3 Se­kun­den von der as­tro­no­mi­schen Norm ab, da­ma­li­ge Pen­del­uh­ren ka­men auf nur drei Se­kun­den pro Jahr.

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