Bell & Ross

Preis­ka­te­go­rie bis 2000 Eu­ro

Uhren-Magazin - - Inhalt - Te xt — Mar­ti­na Rich­ter Fo­tos — Her­stel­ler

Die BR-V1 Black Steel ge­hört zur Vin­ta­geKol­lek­ti­on. Wir tes­ten ih­re All­tags­taug­lich­keit.

——— Seit Grün­dung der Mar­ke im Jahr 1992 ge­hö­ren Flie­ge­ruh­ren zur Bell & Ross-kol­lek­ti­on, ja bil­den so­gar den Kern­be­reich. Auf­se­hen er­reg­te bei ih­rer Lan­cie­rung die ecki­ge BR 01, die ei­ne per­fek­te Nach­bil­dung ei­ner Cock­pit-uhr dar­stell­te. Die Vin­ta­ge-kol­lek­ti­on – zu un­ter­schei­den an ei­nem »V« in der Mo­dell­be­zeich­nung – ist der per­fek­te Ge­gen­ent­wurf: Klas­sisch run­des Edel­stahl­ge­häu­se mit ge­schlos­se­nem Bo­den, schnör­kel­lo­ses Zif­fer­blatt, schlich­tes Le­der­arm­band mit Dorn­schlie­ße.

Das drei­tei­li­ge Edel­stahl­ge­häu­se von ge­mes­se­nen 38,55 Mil­li­me­tern Durch­mes­ser er­füllt al­le An­for­de­run­gen an ei­ne funk­tio­na­le All­tags­uhr. Es ist nicht zu groß und passt so­mit

Bell & Ross-mo­del­le sind von der Ge­schich­te der Luft­fahrt in­spi­riert. Ables­bar­keit, Funk­ti­ons­si­cher­heit und Prä­zi­si­on ste­hen im Las­ten­heft. Wir che­cken das im Pra­xis­test.

an al­le Hand­ge­len­ke. Die char­mant nach un­ten ge­zo­ge­nen Band­an­stö­ße un­ter­stüt­zen das an­ge­neh­me Tra­ge­ge­fühl eben­so wie das wei­che, hand­ge­mach­te Le­der­band. Die Kro­ne ist groß ge­nug für ei­nen an­ge­neh­men Hand­auf­zug und wird mit­hil­fe der Fin­ger­nä­gel in die Po­si­tio­nen Da­tums­schnell­schal­tung und Zei­ger­stel­lung ge­zo­gen. Das Ge­häu­se hält bis zehn Bar dicht und ist mit ei­nem mas­si­ven Bo­den ver­schlos­sen.

Ty­pisch für die BR-V1 ist das ex­trem rand­ge­wölb­te Sa­phirglas, das nicht nur den Vin­ta­ge-cha­rak­ter der Uhr stark be­tont, son­dern auch da­für sorgt, dass der Kor­pus schmal ge­hal­ten wer­den kann. Das er­höht den Tra­ge­kom­fort. Zu­sam­men mit der schma­len, stei­len Lü­net­te räumt das beid­sei­tig ent­spie­gel­te Sa­phirglas dem Zif­fer­blatt zu­dem viel Platz ein. Da­durch kommt es gut zur Gel­tung, wirkt mit sei­nen star­ken Schwar­zWeiß-kon­tras­ten aus­ge­spro­chen pu­ris­tisch und ist bes­tens ab­les­bar. Die un­ter­schied­lich lan­gen In­dex-li­ni­en und die vier ara­bi­schen Zif­fern sind al­le­samt sau­ber auf­ge­tra­gen. Die lan­gen St­un­den­in­di­zes leuch­ten bei Dun­kel­heit kräf­tig – zu­sam­men mit den vier ara­bi­schen Zif­fern und den wei­ßen Su­per­lu­mi­no­va-fül­lun­gen in den Zei­gern, die mit ih­ren Lan­zen­und St­ab­for­men an Flug­zeug­in­stru­men­te er­in­nern.

Klei­ner Flie­ger von schlich­ter Schön­heit

Ganz neu ist das Ge­gen­ge­wicht am Se­kun­den­zei­ger in der sti­li­sier­ten Form ei­nes Flug­zeu­ges – ein De­tail, dass laut Her­stel­ler künf­tig bei vie­len Bell & Ross-uh­ren zu se­hen sein soll und das den Be­zug zur Luft­fahrt mit ei­nem De­si­gnele­ment un­ter­streicht. Mit­un­ter stif­tet der Se­kun­den­zei­ger al­ler­dings Ver­wir­rung. Auf ei­nen schnel­len Blick kann man ihn manch­mal nicht vom Mi­nu­ten­zei­ger un­ter­schei­den. Sei­ne rhyth­mi­schen Be­we­gun­gen schaf­fen zwar zeit­nah Klar­heit. Den­noch pas­siert es ver­gleichs­wei­se oft, dass man kurz­zei­tig um ein paar Mi­nu­ten falsch liegt. Bei Dun­kel­heit ist der Se­kun­den­zei­ger da­ge­gen gar nicht se­hen, wäh­rend al­les an­de­re in sat­tem Grün leuch­tet.

Und im Schnitt ist er zwi­schen vier und sechs Se­kun­den der Zeit vor­aus. So viel geht das BR-CAL.302 auf Eta-ba­sis am Tag vor, wo­bei es am Hand­ge­lenk am bes­ten läuft. Hin­ter dem ge­schlos­se­nen Bo­den bleibt das Uhr­werk un­ge­se­hen, was auf Grund sei­ner ein­fa­chen Aus­füh­rung aber we­nig stört. So­mit er­füllt die BR-V1 Black Steel ih­re Pflich­ten im All­tag: Sie sitz per­fekt am Hand­ge­lenk, läuft gut, ist bes­tens ab­les­bar und mit ih­rem Vin­ta­ge-stil von schlich­ter Schön­heit, viel­leicht ei­nen Tick zu teu­er. [3518] ———

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.