Le­ser­rei­se

Uhren-Magazin - - Inhalt - Text — Tho­mas Wan­ka Fo­tos — Tho­mas Wan­ka, Cars­ten Bei­er

Le­ser des UH­REN-MAGAZINS be­such­ten Ma­nu­fak­tu­ren in Glashütte.

——— Doch so groß die räum­li­che Nä­he auch ist, die ein­zel­nen Mar­ken wis­sen sich zu dif­fe­ren­zie­ren. Un­ter dem La­bel »Ma­de in Glashütte« er­öff­net sich ein brei­tes An­ge­bot, das ein Dut­zend Le­ser be­gut­ach­tet hat.

Mit Hans-jür­gen Müh­le, dem Grün­der von Müh­le Nau­ti­sche In­stru­men­te und sei­nem Sohn Thi­lo, heu­te Ge­schäfts­füh­rer, wur­den sie von zwei Fa­mi­li­en­mit­glie­dern, die als Zeit­zeu­gen für den Neu­be­ginn der Glas­hüt­ter Uh­ren­in­dus­trie nach der Ver­ei­ni­gung Deutsch­lands ste­hen, be­grüßt. 1996 be­gann die Arm­band­uh­ren-pro­duk­ti­on. Und so fand der Emp­fang auch mit ei­ner Arm­band­uhr statt – in wohl­pro­por­tio­nier­ten Stü­cken ei­ner köst­li­chen, von Mit­ar­bei­tern ei­gens an­ge­fer­tig­ten Tor­te.

Die Rück­kehr von Tu­ti­ma nach Glashütte im Jahr 2011 ließ auf­hor­chen, denn sie er­tön­te mit der ers­ten Glas­hüt­ter Mi­nu­ten­re­pe­ti­ti­on. Die Le­ser se­hen Flie­ger- und Sportuh­ren, für die die Mar­ke eher be­kannt ist.

Hoch oben auf dem Och­sen­berg thront die Stern­war­te, die Kim-eva Wem­pe 2005 als völ­lig ver­wahr­los­tes Ge­bäu­de er­warb. Jetzt er­leb­ten die Le­ser hier ei­ne be­reits zwei­mal er­wei­ter­te Pro­duk­ti­ons­stät­te der Wem­pe Zeit­meis­ter- und Chro­no­me­ter­wer­ke-kol­lek­ti­on und durf­ten da­bei auch ei­nen Blick durch das Te­le­skop der Stern­war­te auf die Son­nen­ko­ro­na wer­fen. Beim Mit­tag­es­sen im Son­nen­schein fiel der Blick schon auf die nächs­te Sta­ti­on, das mit­ten im Ort ge­le­ge­ne Deut­sche Uh­ren­mu­se­um.

Nach ei­nem kom­mu­ni­ka­ti­ven Abend­es­sen im Dres­de­ner Ta­schen­berg­pa­lais, be­glei­tet von Gäs­ten al­ler be­such­ten Ma­nu­fak­tu­ren, be­gann die Le­ser­rei­se am nächs­ten Tag ganz pünkt­lich im Atri­um von Glashütte Ori­gi­nal. Der frisch er­nann­te CEO, Ro­land von Keith, stand den Teil­neh­mern per­sön­lich für Fra­gen und Ant­wor­ten zur Ver­fü­gung und leis­te­te ih­nen auch beim Mit­tag­es­sen und der dar­an an­schlie­ßen­den Prä­sen­ta­ti­on

Das Mü­g­litz­tal ist tief ins Erz­ge­bir­ge ge­schnit­ten, und Glashütte er­weist sich dar­in als klei­ne An­samm­lung von Ge­bäu­den. Wie an ei­ner Per­len­schnur rei­hen sich hier die Uh­ren­ma­nu­fak­tu­ren an­ein­an­der.

der ak­tu­el­len Kol­lek­ti­on Ge­sell­schaft. In der Ma­nu­fak­tur durf­ten die Teil­neh­mer Schrau­ben bläu­en oder win­zi­ge gol­de­ne Mas­se­sch­räub­chen in ei­nen Un­ruh­rei­fen dre­hen. Be­ein­druckt zog die Grup­pe we­ni­ge hun­dert Me­ter wei­ter zu A. Lan­ge & Söh­ne.

Trä­ger ei­ner Lan­ge-uhr un­ter den Teil­neh­mern er­war­te­te hier ei­ne be­son­de­re Über­ra­schung. Nach ei­nem Blick durchs Mi­kro­skop ver­riet die Gra­veu­rin, von wel­chem Meis­ter der Un­ruh­klo­ben einst ver­ziert wur­de. Ei­ne klei­ne Bro­schü­re mit des­sen Por­trät und ei­ner Ab­bil­dung sei­nes ty­pi­schen Gra­vier­stils run­de­te das Er­leb­nis ab. Aber auch die an­de­ren Teil­neh­mer ka­men auf ih­re Kos­ten. Im Lan­ge-stamm­haus war­te­ten nicht nur Kaf­fee, Ku­chen und Cham­pa­gner, son­dern auch sämt­li­che Mo­del­le der ak­tu­el­len Kol­lek­ti­on zur Be­sich­ti­gung nach Her­zens­lust. [6692] ———

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