POR­SCHE DE­SIGN Be­wer­tung in der Preis­ka­te­go­rie bis 10 000 Eu­ro 83 Punk­te TECHNISCHE DA­TEN Preis der Te­stuhr 5 950 Eu­ro

Uhren-Magazin - - Test - Da­ten Uhr • Durch­mes­ser • Hö­he • Glä­ser • Was­ser­dicht­heit • An­stoß­brei­te • Schlie­ße Da­ten Werk Por­sche De­sign

brau­nen Ar­chi­tek­tur – le­dig­lich ge­rahmt von ei­nem schma­len Ge­häu­se­rand – viel Raum ge­ge­ben. Die Se­kun­de ist zu­rück­ge­baut, die Mi­nu­te­rie klar auf ei­nem Re­haut plat­ziert. Auf ei­ne für Por­sche De­sign-chro­no­gra­phen ty­pi­sche Ta­chy­me­ter­ska­la wird aus­nahms­wei­se ver­zich­tet. Die Coun­ter bei zwölf Uhr für die Chro­no­gra­phen-mi­nu­te und bei sechs Uhr für die Chro­no­gra­phen-st­un­de sind groß und über­sicht­lich ge­nug, um ge­stopp­te In­ter­val­le gut ab­le­sen zu kön­nen.

Kon­tras­te zwi­schen Weiß und Braun sor­gen am Tag, Leucht­be­schich­tun­gen auf den St­un­den­in­di­zes und den bei­den Haupt­zei­gern er­lau­ben bei Nacht gu­te Ables­bar­keit. Die Chro­no­gra­phen-funk­ti­on bleibt dann im Dun­keln, wäh­rend sie sich im Hel­len durch ro­te Zei­ge­ren­den von der nor­ma­len Zeit­an­zei­ge un­ter­schei­det.

Tit­an­ge­häu­se – ei­ne Ver­pflich­tung der Mar­ke

Das für die Mar­ke ver­bind­li­che Ti­tan- Ge­häu­se von reich­lich 42 Mil­li­me­tern Durch­mes­ser trans­fe­riert die Tech­no­lo­gie des Sport­wa­gen­her­stel­lers sicht­bar ans Hand­ge­lenk. Das High­tech-ma­te­ri­al wird seit Jahr­zehn­ten er­folg­reich im Mo­to­ren­bau bei Renn­fahr­zeu­gen und kon­se­quent als Ge­häu­se­ma­te­ri­al bei Por­sche De­sign-uh­ren ein­ge­setzt. Es ist rund 40 Pro­zent leich­ter als Edel­stahl und bie­tet so­mit – ne­ben gu­ter Haut­ver­träg­lich­keit – höchs­ten Tra­ge­kom­fort.

Das Por­sche-leicht­bau­prin­zip wird mit den ge­öff­ne­ten Band­an­stö­ßen auf die Spit­ze ge­trie­ben. Sie sind die Aus­läu­fer ei­ner Art Span­ge, die den bis zu zehn Bar druck­fes­ten Ge­häu­se­con­tai­ner auf­nimmt. Die­ser be­steht aus ei­nem Zy­lin­der, der das Uhr­werk um­schließt und ei­nem Sa­phirglas- Ge­win­de­schraub­bo­den, der frei­en Blick auf das Ka­li­ber 01.200 ge­währt. Oben schließt ein ge­wölb­tes und beid­sei­tig sie­ben­fach ent­spie­gel­tes Sa­phirglas, das bes­te Sicht auf das Zif­fer­blatt bie­tet, das Ti­tan- Ge­häu­se ab. Zur Aus­stat­tung ge­hö­ren wei­ter­hin ei­ne grif­fi­ge Schraub­kro­ne und eben­so gut be­dien­ba­re lang­ge­streck­te Chro­no­gra­phen­drü­cker. Ih­re po­lier­ten Pha­sen füh­ren die Dua­li­tät zwi­schen mat­ten und po­lier­ten Ge­häu­se­tei­len auf ei­ne ganz fei­ne Art fort.

Star­ke Aus­strah­lung zu an­nehm­ba­rem Preis

An der sich wie ei­ne Bo­gen­brü­cke nei­gen­den Ge­häu­se­span­ge setzt haar­ge­nau ein ro­bus­tes Kalbs­le­der­band an. Trotz des er­go­no­mi­schen Kreis­bo­gens, den die bei­den Ele­men­te er­ge­ben, passt der 1919 Chro­not­i­mer Fly­back nur an kräf­ti­ge Hand­ge­len­ke. Das liegt ei­ner­seits am Aus­ma­ße der Span­ge von üp­pi­gen 47 Mil­li­me­tern und an­de­rer­seits an den ver­stärk­ten Ban­den­den, die we­nig Be­weg­lich­keit im Be­reich der An­stö­ße bie­ten. Ganz an­ders auf der ge­gen­über­lie­gen­den Sei­te, wo an wei­chen Ban­den­den ei­ne sta­bi­le Ti­tan-dop­pel­falt­schlie­ße mon­tiert ist. Ih­re seit­li­chen Drü­cker bie­ten eben­so Kom­fort wie der gro­ße Dorn, der in brei­te Lö­cher des Le­der­ban­des greift und va­ria­ble Ein­stell­mög­lich­kei­ten bie­tet.

Mit dem 1919 Chro­not­i­mer Fly­back kommt mo­der­nes Por­sche-fee­ling ans mas­ku­li­ne Hand­ge­lenk, das sich nun auch in ei­nem ex­klu­si­ven Uhr­werk wi­der­spie­gelt und mit ei­nem gu­ten Preis-leis­tungs-ver­hält­nis über­zeugt. [3982] ———

Die Li­fe­sty­le­mar­ke wur­de 1972 von F. A. Por­sche mit der Mis­si­on ge­grün­det, den Spi­rit des Sport­wa­gens über die Gren­zen des Au­to­mo­bils hin­aus zu tra­gen. Die ers­te Uhr er­schien im glei­chen Jahr, der ers­te Ti­tan- Chro­no­graph 1980.

——— Zum Eis­tau­chen fah­ren wir bis nach Ti­rol an den Uri­see. Ge­si­chert an Sei­len schnei­den wir mit ei­ner Mo­tor­sä­ge klei­ne Blö­cke aus dem Eis und drü­cken die­se nach un­ten. So ent­steht nach und nach ein aus­rei­chend gro­ßes Loch. Die Tem­pe­ra­tur des Was­sers be­trägt ein Grad Cel­si­us. Zum Schutz trägt un­ser Test­tau­cher Mar­tin Mey­er-kö­nig ei­nen 5,5-Mil­li­me­ter-halb­tro­cken­an­zug, der kein Was­ser an sei­ne Haut lässt.

Ge­häu­se aus U-boot-stahl wi­der­steht Eis und Meer

Gut, dass an un­se­rer U212 ein Tex­til­band mon­tiert ist. Der Tauch­an­zug trägt näm­lich erst ein­mal dick auf, aber das Band ist lang und fle­xi­bel ge­nug, um die Uhr dar­über zu fi­xie­ren. Doch beim Tau­chen zieht sich schnell al­les zu­sam­men, und die Uhr sitzt schon nach acht bis zehn Me­tern Tie­fe viel lo­cke­rer. Am Tex­til­rie­men, den es ne­ben Le­der-, Si­li­kon- oder Me­tall­band zur U212 gibt, sind zahl­rei­che me­tal­li­sche Ösen be­fes­tigt, die nicht nur ei­nen si­cher-ro­bus­ten Ein­druck ma­chen. Mar­tin Mey­er-kö­nig bringt hier ei­nen Ha­ken an, über den er die U212 zu­sätz­lich si­chert. Die Zeit, das Band fes­ter zu zie­hen, hat er un­ter dem Eis näm­lich nicht. Als Ap­noe­tau­cher ver­bringt er oh­ne­hin, vor al­lem aber im Win­ter, nur kur­ze Mo­men­te im Was­ser.

Ei­ne Tauch­lü­net­te bräuch­te er da­zu ei­gent­lich auch nicht. Trotz­dem dreht er mit sei­nen di­cken Hand­schu­hen, was üb­ri­gens gut funk­tio­niert, den Ring so lan­ge, bis das gro­ße kräf­ti­ge Leucht­drei­eck ge­gen­über dem Mi­nu­ten­zei­ger steht – um auf ei­nen schnel­len Blick zu se­hen, wie lan­ge er im Was­ser war. Die­sen Kom­fort bie­tet der Tauch­com­pu­ter näm­lich nicht. Zu­dem ver­gleicht er die Tauch­zeit mit der Ober­flä­chen­zeit, die min­des­tens dop­pelt so lang sein muss.

Zum Den­ken in kur­zen Zei­t­räu­men kommt dann noch der Se­kun­den­zei­ger ins Spiel. Mit sei­nem Leucht­bal­ken bie­tet er au­ßer­dem per­ma­nen­te Gang­kon­trol­le un­ter al­len Licht­ver­hält­nis­sen. Für bes­te Ables­bar­keit der Zeit sor­gen die kräf­ti­gen wei­ßen und dick mit Leucht­far­be be­schich­te­ten Zei­ger und In­di­zes über matt­schwar­zem Zif­fer­blatt­grund.

Bei schlech­ten Sicht­ver­hält­nis­sen er­strah­len sie al­le­samt in kräf­ti­gem Grün. Eben­so wie das Drei­eck auf der ge­gen den Uhr­zei­ger­sinn im Mi­nu­ten­takt ge­schmei­dig ras­ten­den Tauch­lü­net­te. Sie ist te­gi­men­tiert, das heißt zu­sätz­lich ober­flä­chen­ge­här­tet und da­mit be­son­ders kratz­fest. Der Ei­s­pan­zer kann aber auch dem Ge­häu­se aus hoch­fes­tem, see­was­ser­be­stän­di­gem deut­schem U-boot-stahl nichts an­ha­ben, eben­so nicht das Salz­was­ser des Eu­ro­päi­schen Nord­meers beim An­geln vor der Küs­te Nor­we­gens Mo­na­te spä­ter. Nach fast ei­nem Jahr Tra­ge­test wer­den wir fest­stel­len, dass das Ge­häu­se kei­nen ein­zi­gen Krat­zer oder sonst ir­gend­wel­che Ver­schleiß­er­schei­nun­gen auf­weist.

Kühl­schrank und Druck­zy­lin­der: Kein Pro­blem für die U212

Die Druck­fes­tig­keit der U212 von 100 Bar, was ei­ner Tauch­tie­fe von 1000 Me­tern ent­spricht, und auch den funk­ti­ons­si­che­ren Tem­pe­ra­tur­be­reich von mi­nus 45 bis plus 80 Grad Cel­si­us kön­nen wir we­der beim Eis­tau­chen, noch beim An­geln und auch nicht im Som­mer beim Pad­deln voll­kom­men aus­rei­zen. Al­so fah­ren wir ins La­bor. Der Eis­schrank ist auf die ent­spre­chen­de Tem­pe­ra­tur schon vor­ge­kühlt,

5 Druck­fes­tig­keit, Was­ser­dicht­heit und Funk­ti­ons­si­cher­heit wer­den bei der U212 in An­leh­nung an die Eu­ro­päi­sche Tauch­ge­rä­te­norm ge­prüft, das heißt, sie muss dem 1,25fa­chen des an­ge­ge­be­nen Nenn­drucks von 100 Bar wi­der­ste­hen. 6 Wir prü­fen in ei­nem zer­ti­fi­zier­ten Druck­zy­lin­der 7 und brin­gen den Druck für ei­ne St­un­de auf 125 Bar. Das ent­spricht den Druck­ver­hält­nis­sen in 1250 Me­tern Was­ser­tie­fe. 8 Zeit­ab­gleich. Druck­test be­stan­den.

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