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Uhren-Magazin - - Inhalt - Text — Holger Christ­mann Fo­tos — Her­stel­ler Zau­ber­hell wie ein Mira­kel: Sämt­li­che An­zei­gen bringt der Da­to­graph Auf/ab Lu­men im Dun­keln zum Leuch­ten. Das größ­te Kunst­stück be­stand für die Glas­hüt­ter dar­in, das Groß­da­tum nach Mit­ter­nacht zu er­hel­len.

Der A. Lan­ge & Söh­ne Da­to­graph Auf/ab Lu­men zeigt die gan­ze Meis­ter­schaft der Ma­nu­fak­tur aus Glas­hüt­te.

——— Als A. Lan­ge & Söh­ne 1999, neun Jah­re nach sei­ner Neu­grün­dung, auf der Ba­sel­world den Da­to­graph vor­stell­te, setz­te das Un­ter­neh­men aus Glas­hüt­te neue Maß­stä­be im Chro­no­gra­phen­bau. Auch die bes­ten Schwei­zer Ma­nu­fak­tu­ren ar­bei­te­ten da­mals mit zu­ge­kauf­ten Roh­wer­ken. A. Lan­ge & Söh­ne prä­sen­tier­te das ers­te kom­plett selbst ent­wi­ckel­te Chro­no­gra­phen­ka­li­ber mit Hand­auf­zug und führ­te wich­ti­ge tech­ni­sche Neue­run­gen ein wie den ex­akt sprin­gen­den Mi­nu­ten­zäh­ler, den Iso­la­torMecha­nis­mus beim Schlepp­zei­gerChro­no­gra­phen und den Dop­pel- und den Drei­fach­rat­tra­pan­te, den be­rühm­ten Triple Split. Seit­dem ka­men zahl­rei­che wei­te­re Pa­ten­te hin­zu. So­viel In­no­va­ti­ons­geist, ge­paart mit höchs­ten An­sprü­chen an Prä­zi­si­on und Ve­re­de­lung, im­po­niert den an­spruchs­volls­ten Samm­lern in Eu­ro­pa, Asi­en und Ame­ri­ka. Be­son­ders in Si­li­con Val­ley sit­zen ei­ni­ge der größ­ten Fans der Uh­ren von A. Lan­ge & Söh­ne. Nun ha­ben die Glas­hüt­ter ein wei­te­res Meis­ter­werk kon­stru­iert. In ih­rem neu­en Mo­dell Da­to­graph Auf/ab Lu­men ver­bin­det die Ma­nu­fak­tur das Pio­nier­werk mit ih­rer eben­falls pa­ten- tier­ten Lu­men-tech­nik. Sie sorgt da­für, dass sich die An­zei­gen der Uhr, dar­un­ter das Groß­da­tum, zu nächt­li­cher St­un­de in ei­ner bis­her nie da­ge­we­se­nen Leucht­kraft ab­le­sen las­sen.

Beim Da­to­graph Auf/ab Lu­men sind nicht nur St­un­den- und Mi­nu­ten­zei­ger und In­di­zes mit Su­per­lu­mi­no­va aus­ge­legt, auch der Chro­no­Zen­trumzei­ger ist kom­plett mit der Leucht­mas­se be­schich­tet. Die Nach­ta­bles­bar­keit der Uhr geht aber weit über das üb­li­che Maß hin­aus: In hel­lem Grün er­strah­len auch die in Fünf­tel­se­kun­den­schrit­te un­ter­teil­te Mi­nu­ten­ska­la, die dar­um lau­fen­de Ta­chy­me­ter­ska­la und die Pfei­l­appli­ke der Gan­g­re­ser­vean­zei­ge. Ei­ne wei­te­re Be­son­der­heit des Chro­no­gra­phen be­steht dar­in, dass es den Pio­nie­ren von A. Lan­ge & Söh­ne ge­lang, das be­rühm­te Groß­da­tum, des­sen Gestal­tung der his­to­ri­schen 5Mi­nu­ten-uhr in der Dresd­ner Sem­per­oper ent­lehnt ist, im Dun­keln leuch­ten zu las­sen, und zwar auch di­rekt nach Mit­ter­nacht, wenn das Da­tum ge­ra­de um­ge­schal­tet wur­de.

Um die Be­deu­tung die­ser In­no­va­ti­on zu ver­ste­hen, muss man sich klar ma­chen, dass ei­ne fluo­res­zie­ren- de Leucht­be­schich­tung wie Su­per­lu­mi­no­va Uv-strah­lung braucht, um sich auf­zu­la­den. Die Schei­be der Da­tums­an­zei­ge liegt aber tags­über nor­ma­ler­wei­se un­ter dem Zif­fer­blatt ver­bor­gen. Dem Licht aus­ge­setzt ist nur je­ner Teil, der im Da­tums­fens­ter ak­tu­ell an­ge­zeigt ist. Er kann sich folg­lich tags­über mit Licht auf­la­den und abends leuch­ten. Wie ge­lang es aber A. Lan­ge & Söh­ne, dass die Da­tums­an­zei­ge auch un­mit­tel­bar nach dem nächt­li­chen Schalt­vor­gang hell er­strahlt, ob­wohl das neue Da­tum kei­nem Licht aus­ge­setzt war? Da­bei half ein neu­ar­ti­ges Zif­fer­blatt. Die Kon­struk­teu­re in Glas­hüt­te fer­tig­ten es aus se­mi­t­rans­pa­ren­tem Sa­phirglas. Ei­ne Spe­zi­al­be­schich­tung fil­tert den größ­ten Teil des sicht­ba­ren Lichts her­aus, nicht je­doch je­nen Be­reich des Uv-spek­trums, der er­for­der­lich ist, um die Leucht­pig­men­te der Da­tums-

Der Da­to­graph von A. Lan­ge & Söh­ne setz­te 1999 neue Maß­stä­be im Chro­no­gra­phen­bau. Jetzt lässt sich der Ma­nu­fak­tur­chro­no­graph auch im Dun­keln in vol­ler Pracht er­le­ben. Dass so­gar das Groß­da­tum nach dem Um­schal­ten um Mit­ter­nacht leuch­tet, ist ei­ne tech­ni­sche Meis­ter­leis­tung.

an­zei­ge auf­zu­la­den. Die­se be­steht aus zwei An­zei­ge­flä­chen: ei­nem mit Leucht­mas­se be­schich­te­ten Zeh­ner­kreuz und ei­ner schwarz be­druck­ten Ei­ner­schei­be aus trans­pa­ren­tem Glas.

Aber auch im Ta­ges­licht macht das Zif­fer­blatt Ein­druck. Es lässt Ele­men­te des herr­lich ge­stal­te­ten Ka­li­bers L951.7 mit sei­nen Ver­ede­lun­gen und sei­nem Zier­schliff durch­schim­mern und ver­leiht der Uhr schon am Tag ei­ne ed­le, mehr­di­men­sio­na­le Er­schei­nung. Um Mit­ter­nacht leuch­tet dann die gan­ze Uhr in strah­len­dem Grün und er­laubt es, die Wei­ter­schal­tung des Da­tums live und in Far­be zu er­le­ben.

Der Da­to­graph Auf/ab Lu­men ist das vier­te Mo­dell, in dem A. Lan­ge & Söh­ne die 2010 be­gon­ne­ne »Lu­men«-tech­nik ein­setzt (erst­mals kam sie im Mo­dell Zeit­werk zum Ein­satz). Der Chro­no­graph hat ei­ne Fly­backFunk­ti­on, die un­mit­tel­bar auf­ein­an­der­fol­gen­de Mess­vor­gän­ge er­laubt, in­dem ei­ne lau­fen­de Zeit­mes­sung mit nur ei­ner Be­tä­ti­gung des Drückers bei vier Uhr ab­ge­bro­chen und au­gen­blick­lich ei­ne neue ge­star­tet wer­den kann. Die­se sel­te­ne Zu­satz­funk­ti­on spart Zeit, weil die sonst nö­ti­gen drei Hand­grif­fe zum Stop­pen, Null­stel­len und er­neu­ten Star­ten durch ei­nen ein­zi­gen Druck­vor­gang er­setzt wer­den.

Die 2012 erst­mals vor­ge­stell­te Va­ri­an­te Da­to­graph Auf/ab ver­fügt au­ßer­dem über ei­ne Gan­g­re­ser­ve- An­zei­ge bei sechs Uhr. Sie zeigt an, wie viel von der ma­xi­mal 60-stün­di­gen Be­triebs­zeit noch zur Ver­fü­gung steht. Wenn am drit­ten Tag der klei­ne Pfeil den ro­ten Be­reich der An­zei­ge er­reicht, ist es an der Zeit, das Werk auf­zu­zie­hen. Das Hand­auf­zugs­ka­li­ber L951.7 be­steht aus 454, von Hand fi­nis­sier­ten Tei­len. Die mit ei­ner frei­schwin­gen­den Lan­ge-spi­ra­le aus­ge­stat­te­te, von Lan­ge ent­wi­ckel­te Ex­zen­ter-un­ruh ar­bei­tet mit ei­ner Fre­quenz von 18000 Halb­schwin­gun­gen pro St­un­de (2,5 Hertz). Das er­laubt – in Ver­bin­dung mit der durch 300 Stri­che un­ter­teil­ten Mi­nu­ten­ska­la – auf die Fünf­tel­se­kun­de ge­naue Zeit­mes­sun­gen. Der Da­to­graph Auf/ab Lu­men ist im 41 Mil­li­me­ter gro­ßen Pla­tin­ge­häu­se mit schwar­zem Al­li­ga­tor-le­der­band er­hält­lich, auf 200 Ex­em­pla­re li­mi­tiert und kos­tet 95 000 Eu­ro. Kein Wun­der, wenn man be­denkt, dass al­lein die Pro­duk­ti­on ei­ner Uhr neun bis zwölf Mo­na­te in An­spruch nimmt. [6947] ———

Beim Da­to­graph Auf/ab Lu­men leuch­ten im Dun­keln nicht nur Zei­ger und In­di­zes, son­dern auch die Hilfs­zif­fer­blät­ter, die Lü­net­te und das Groß­da­tum. Des­sen Schal­tung um Mit­ter­nacht lässt sich live und in Far­be mit­er­le­ben.

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