Test: Pa­na­so­nic TX-75FXW785

Pa­na­so­nic star­tet sei­ne TV-Evo­lu­ti­on 2018 mit ei­nem Fest für 4K-Freun­de. Der ers­te brand­neu ver­füg­ba­re TV ent­springt der hoch­wer­tigs­ten LCD-Serie und ist das Größ­te, was die Ja­pa­ner zu bie­ten ha­ben.

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Die statt­li­che Grö­ße und star­ke Bild­elek­tro­nik des ja­pa­ni­schen Rie­sen-LCDs sorgt für pu­ren Ul­tra-HD-En­thu­si­as­mus.

Auf sei­nen fast 190 cm Bild­dia­go­na­le lie­ße sich ein durch­schnitt­li­cher Käu­fer in Le­bens­grö­ße ab­bil­den, mit 65 Ki­lo Ge­wicht bringt er auch or­dent­lich ver­ar­bei­tungs­tech­ni­sche Mas­si­vi­tät auf die Waage. Der Pa­na­so­nic TX-75FXW785 ist ein rie­si­ges TV-Mons­ter, das je­doch ei­ne äu­ßerst fein­füh­li­ge See­le be­sitzt, wenn es um die Auf­be­rei­tung und Darstel­lung von Film- und Fern­seh­ma­te­ri­al geht. Kor­rek­ter­wei­se muss man sa­gen, dass der Her­stel­ler mit dem OLED-TV TX-77EZW1004 noch ei­nen um fünf Zen­ti­me­ter grö­ße­ren Bo­li­den im Pro­gramm hat, doch der liegt mit 20.000 Eu­ro Preis­emp­feh­lung weit jen­seits des­sen, was sich die meis­ten je­mals an TV-Ge­rät leis­ten mö­gen. 3000 Eu­ro für ei­nen 75-Zöl­ler sind hin­ge­gen äu­ßerst at­trak­tiv, vor al­lem wenn man weiß, wor­auf es bei Ul­tra-HD an­kommt. Wir wer­den nicht mü­de, im­mer wie­der zu sa­gen, dass die ge­nia­le UHD-Auf­lö­sung so wahn­sin­nig vie­le Bild­de­tails zeigt, dass man sehr na­he am TV sit­zen darf, um al­les per­fekt ge­nie­ßen zu kön­nen. Un­ser Test­bild für den Be­trach­tungs­ab­stand, kos­ten­los her­un­ter­zu­la­den un­ter http://vi­deo-ma­ga­zin.de/sehab­stand, de­mons­triert ein Ma­xi­mum an Schär­fe und soll­te als Re­fe­renz zur Be­stim­mung der Bild­dia­go­na­le die­nen, be­vor man zum TV-Kauf schrei­tet. Beim Test durf­ten wir dann auch an die­sen TV-Gi­gan­ten auf gut un­ter zwei Me­ter her­an­tre­ten, um wirk­lich al­les er­ken­nen zu kön­nen. Er­go: Je­der soll­te sich min­des­tens ei­nen 75-Zöl­ler ins Wohn­zim­mer stel­len, wenn er wei­ter als an­dert­halb Me­ter ent­fernt sitzt – und er das Ge­rät ir­gend­wie un­ter­brin­gen kann. Mo­men­tan sind ja 55-Zöl­ler schon die Norm, 65er Lu­xus. Die Ent­wick­lung ist klar zu er­ken­nen.

Na­tür­lich ist nicht al­lein die Grö­ße des Bil­des ent­schei­dend, son­dern vie­le wei­te­re Qua­li­täts­bau­stei­ne und nicht zu­letzt die Aus­stat­tung, da Dut­zen­de Fak­to­ren den Spaß ver­lei­den oder ma­xi­mie­ren kön­nen. Pa­na­so­nic hat aber ei­ne enor­me Er­fah­rung so­wohl in der Pro­fes­sio­na­li­tät der Bild­ver­ar­bei­tung als auch in der Kon-

zep­ti­on ei­nes Ge­samt­pa­ke­tes, nicht zu­letzt weil ein For­schungs­la­bor in Lan­gen die Ge­rä­te spe­zi­ell auf An­for­de­run­gen deut­scher Kun­den hin op­ti­miert. Von ihm stam­men nicht nur die man­nig­fal­ti­gen Emp­fangs-, Auf­nah­meund Strea­m­in­g­op­tio­nen, es scheint auch ei­nen Schritt wei­ter als die Mit­be­wer­ber zu sein, was die best­mög­li­che Um­set­zung der HDRTV-Norm HLG (Hy­brid Log Gam­ma) be­trifft.

Di­gi­ta­le Viel­falt

Selbst­re­dend hält Pa­na­so­nic an sei­nem auf­wen­di­gen, aber tech­nisch füh­ren­den Tu­n­er­kon­zept fest. Dop­pel­tu­ner gibt es für al­le Si­gnal­we­ge, da­zu DVB>IP. Für Letz­te­res ist so­gar ein Ser­ver in­te­griert, der an­de­re Pa­na­so­nic-TVs auf Wunsch ka­bel­los mit TV-Si­gna­len ver­sorgt. Der zwei­te Tu­ner kann al­ter­na­tiv hier­zu für Auf­nah­men auf die USB-Fest­plat­te, Strea­m­ing zum DLNA-Kli­en­ten, Bildim-Bild, Ein­blen­dun­gen in der Sen­der­vor­schau oder gar Über­tra­gung der TV-In­hal­te ins welt­wei­te Netz ge­nutzt wer­den. Es sind so­gar meh­re­re TV-Auf­zeich­nun­gen gleich­zei­tig mög­lich. Die Op­tio­nen sind wahn­sin­nig breit ge­fä­chert, ei­ne gu­te Netz­an­bin­dung vor­aus­ge­setzt.

Was die smar­ten Ad­dons be­trifft, hält Pa­na­so­nic gut mit im Wett­be­werb mit den Bran­chen­rie­sen und An­dro­id. Die wich­tigs­ten An­bie­ter von Vi­deo-on-De­mand fin­den wir im Ap­ps­to­re, und sau­be­res Hb­bTV ist wie­der ei­ne Spe­zia­li­tät der La­bors aus Lan­gen. Da­bei ka­men Zwei­fel auf rund um das Be­triebs­sys­tem Fi­re­foxTV, als es vom Ent­wick­ler Mo­zil­la nicht wei­ter ge­pflegt wur­de. Pa­na­so­nic ver­riet uns, dass die OpenSour­ce-Soft­ware nun in­hou­se op­ti­miert und so noch bes­ser auf die Hard­ware ab­ge­stimmt wer­den kann. Es ist so­gar ein Up­date ge­plant, da­mit der TV auch auf die be­lieb­ten neu­en Sprachas­sis­ten­ten hört, die im­mer mehr Wohn­zim­mer be­völ­kern. Ei­ne di­rek­te Sprach­ein­ga­be, auch über die Smart­pho­ne-App (Kas­ten oben

rechts) ha­ben wir hin­ge­gen nicht ge­fun­den, ge­nau­so we­nig wie die pro­fes­sio­nel­le Au­to­ka­li­bra­ti­on, die wir von den OLED-TVs und der 900erSe­rie kann­ten.

Ein gro­ßer Schritt nach vorn ist den Ja­pa­nern mit dem Haupt­me­nü „Ho­meS­creen 3.0“ge­lun­gen. Wäh­rend in den letz­ten Jah­ren zu gro­ße und da­mit zu we­ni­ge Icons für Schnell­zu­grif­fe das TV-Bild blo­ckier­ten, tum­meln sich jetzt de­zen­te hüb­sche But­tons am un­te­ren Bild­rand (sie­he Bild oben links). Hier las­sen sich Apps, Funk­tio­nen, AVQu­el­len oder TV-Sen­der ab­le­gen und ho­ri­zon­tal durch­scrol­len. Hoch oder run­ter ge­langt man zur Pro­gramm­über­sicht, In­halts­su­che oder Youtu­be-Emp­feh­lun­gen. Das Gan­ze re­agiert vor­bild­lich zü­gig. Bei der Erst­in­stal­la­ti­on wird die Funk­tio­na­li­tät der Me­nüs schön vor­ge­führt. Wer sich in das Se­t­up-Me­nü wagt, wird wie üb­lich über­schüt­tet mit Hun­der­ten pro­fes­sio­nel­len Mög­lich­kei­ten. Hier lässt Pa­na­so­nic ab­so­lut nichts aus. Wer bei­spiels­wei­se gern die Bild­qua­li­tät an­passt, kann dies stun­den­lang aus­gie­big aus­pro­bie­ren. Für je­ne, die so rich­tig mit ei­nem Mess­ge­rät ma­nu­ell ka­li­brie­ren wol­len, ste­hen wie üb­lich ein mehr­stu­fi­ger Weiß­ab­gleich und die vol­le An­pas­sung des Far­b­raums of­fen. Wir be­ka­men den Pa­na­so­nic je­doch mit ei­nem so tol­len Wer­k­ab­gleich, dass er kaum die Ar­beit recht­fer­ti­gen wür­de.

Kei­ne Kos­me­tik

Wer den TX-75FXW785 sieht, wird ihn kaum von sei­nem Vor­gän­ger un­ter­schei­den kön­nen. Die Ab­mes­sun­gen in­klu­si­ve Ge­wicht des Bo­li­den ist un­ver­än­dert, Rah­men und Chrom­fuß in Me­tall­ver­ar­bei­tung eben­so be­ein­dru­ckend wie letz­tes Jahr. Das nicht all­zu schlan­ke Dis­play könn­te auf ei­ne fi­li­gra­ne di­rek­te LED-Hin­ter­leuch­tung schlie­ßen las­sen, doch das ist lei­der wie­der nicht der Fall. Viel­leicht kommt das Ge­rät ge­ra­de des­halb als Ers­tes auf dem Markt, weil es nicht wie sei­ne klei­ne­ren Brü­der in ein neu­es Ge­wand aus Glas ge­steckt wur­de und ein IPS-Pa­nel er­hal­ten hat. Ne­ben der Auf­fri­schung des Be­triebs­sys­tems ist es haupt­säch­lich die Im­ple­men­tie­rung der dy­na­mi­schen Me­t­a­da­ten von HDR10+, die den Un­ter­schied aus­macht. Da­für muss man jetzt auf 3D ver­zich­ten – ein auf den ers­ten Blick schlech­ter Tausch. Er­kennt man je­doch, dass an­hand un­se­rer Mes­sun­gen sich der na­ti­ve Kon­trast deut­lich ver­bes­sern konn­te und der Bild­pro­zes­sor HCX Be­we­gun­gen viel schö­ner glät­tet, stimmt die Rech­nung wie­der. Auch ei­ne au­to­ma­ti­sche Op­ti­mie­rung der HDR-Wie­der-

ga­be ist neu und birgt ih­re Vor­zü­ge. Der Vor­gän­ger 75EXW784 star­te­te letz­tes Jahr bei 4500 Eu­ro, wur­de nun aber als Aus­läu­fer auf 3000 ge­senkt. Da fällt die Wahl schwer.

An­schluss­tech­nisch gibt sich auch der Neue sou­ve­rän und nimmt ne­ben vier­mal HDMI 2.0b auch ana­lo­ge Kom­po­nen­ten ent­ge­gen, ei­ne Ei­gen­schaft, die wo­an­ders be­reits lan­ge weg­ra­tio­na­li­siert wur­de. Der dop­pelt vor­han­de­ne CI-Port ist eben­falls im­mer ei­ne Er­wäh­nung wert, op­ti­scher Ton­aus­gang oder drei­mal USB sind Stan­dard. Der Kopf­hö­rer­an­schluss liegt wie üb­lich am Sei­ten­ein­gang, ist je­doch nicht per­fekt zu­gäng­lich. Braucht er auch nicht, weil Pa­na­so­nic in punc­to Blue­tooth auf­ge­rüs­tet hat. Das Pai­ring mit un­se­rem Bo­se Test­kopf­hö­rer klapp­te rei­bungs­los, Zeit­ver­satz­pro­ble­me tra­ten im Be­trieb nicht auf. An­ders­her­um las­sen sich auch Sounds vom Smart­pho­ne auf den recht hoch­wer­ti­gen TV-Laut­spre­chern wie­der­ge­ben.

Wie ein­gangs schon er­wähnt, gibt sich der Pa­na­so­nic im Heim­netz äu­ßerst of­fen und stellt Live-TV und Auf­nah­men im Netz­werk zur Ver­fü­gung. Selbst­re­dend spielt er auch als Kli­ent Me­di­en­da­tei­en von DLNASer­vern oder USB-Qu­el­len ab. HDR-Se­quen­zen in PQ und HLG mit er­wei­ter­tem Far­b­raum funk­tio­nie­ren da­bei pro­blem­los. Das Spie­geln von Bild­schir­min­hal­ten über WiDi soll er auch un­ter­stüt­zen, zwei un­se­rer An­dro­id-Smart­pho­nes ver­such­ten dies mit­tels Mi­ra­cast al­ler­dings ver­geb­lich.

Nun zum Bild

Nach­dem die Pi­xel­struk­tur des Pa­nels un­ter dem Mi­kro­skop iden­tisch zur letzt­jäh­ri­gen Va­ri­an­te er­schien und auch der Strom­ver­brauch na­he­zu iden­tisch ge­mes­sen wur­de, sah al­les im Mess­la­bor zu­nächst nach Bu­si­ness as usu­al aus. So­gar das Spek­trum der LED-Hin­ter­grund­be­leuch­tung zeigt wie­der die ro­ten Phos­phor­spit­zen und re­sul­tiert in der wie­der­hol­ten or­dent­li­chen Ab­de­ckung des wahn­sin­nig bun­ten BT.2020-Far­b­raums von 75.3 %. Die na­ti­ven Fä­hig­kei­ten des Pa­nels schlie­ßen al­le HDTV-Far­ben kom­plett ein und Pa­na­so­nic ist in­tel­li­gent ge­nug, im Ki­no­mo­dus ei­ne Farb­ab­stim­mung vor­zu­ge­ben, die den Nor­men vor­bild­lich ent­spricht. Mit ma­xi­mal 480 Nits ist der TV auch im HDMo­dus sehr ta­ges­licht­taug­lich, für den Abend soll­te die Bril­lanz hal­biert wer­den, was ein ein­ge­bau­ter Licht­sen­sor auf Wunsch voll­au­to­ma­tisch er­le­digt. Wie üb­lich ist der Blick­win­kel des VA-LCD-Pa­nels nicht op­ti­mal. Far­ben wa­schen leicht aus, wenn man mehr als 20° aus der Ach­se geht, je­doch ist das Pro­blem deut­lich ge­rin­ger als bei ei­ni­gen chi­ne­si­schen Ge­rä­ten, die wir in den letz­ten Aus­ga­ben ge­tes­tet hat­ten. Ei­gen­ar­ten wie Dir­ty­S­creen, Ban­ding oder Clou­ding wa­ren auch bei voll auf­ge­dreh­tem Back­light nicht schlim­mer als bei an­de­ren Top-TVs – viel­leicht so­gar ge­rin­ger, weil durch die enor­me Bild­schirm­grö­ße al­les leich­ter auf­fällt.

Als sehr po­si­tiv ist die TV-Wie­der­ga­be ein­zu­ord­nen. Schon im ab Werk vor­ein­ge­stell­ten Mo­dus „Stan­dard“wird nur leicht ge­glät­tet und ver­wa­schen, die Far­ben nur de­zent über­trie­ben. Von SD-Pro­gram­men bis hin zu un­ter­ir­disch schlecht ge­sen­de­ten Shop­ping­ka­nä­len wird al­les er­staun­lich gut auf die gi­gan­ti­sche Bild­flä­che auf­ge­bla­sen, wo MPEG-Ar­te­fak­te ei­gent­lich hand­flä­chen­groß dem Zu­schau­er die Trä­nen ins Au­ge trei­ben müss­ten. Na­tür­lich muss­ten wir al­les aus­pro­bie­ren und ra­ten von schlech­ten Qu­el­len ab, zu­mal es Qua­li­tätsShop­ping jetzt auch in Ul­tra-HD gibt. Aber Scherz bei­sei­te: Ver­gleicht man al­te SD-Sen­der mit UHD-1, den HLGDe­mos oder Tra­vel-XP, sieht man, wo die Rei­se hin­ge­hen soll­te. Wird die­ser Rie­sen-TV mit den rich­ti­gen Qu­el­len ge­nutzt, kommt echt Freu­de auf. Die höchs­ten Wei­hen von HDR er­hält die­ser TV al­ler­dings nicht. Ma­xi­mal wird das Bild nicht bril­lan­ter als im HDTV-Mo­dus und er­reicht kaum die hal­be Leis­tung wie der durch Hun­der­te LEDs di­rekt hin­ter­leuch­te­te TX65DXW904. Aber vie­le LEDs kos­ten auch viel Geld, dach­te sich auch Pa­na­so­nic und be­schränk­te sich wie­der auf ma­ge­re sechs Dimm­zo­nen im un­te­ren Rah­men. Je­doch ge­lingt de­ren Kon­trol­le er­staun­lich gut. Was wer­be­tech­nisch als „Lo­cal Dim­ming Pro“be­ti­telt wird, ist da wohl eher die fein­füh­li­ge Kon­tras­t­op­ti­mie­rung im Bild­si­gnal, die dunk­le und hel­le Seg­men­te ak­zen­tu­iert. Den­noch konn­te un­ser La­bor ei­nen deut­lich ge­stei­ger­ten ISO- und In-Bild-Kon­trast ver­mel­den, was auch im Seh­test nach­voll­zieh­bar ist und höchs­tens an ei­ner ver­bes­ser­ten Ge­ne­ra­ti­on des Pa­nels

ge­le­gen ha­ben dürf­te. Ei­ne dunk­le­re Kon­trast­schei­be hät­te zu mehr Strom­ver­brauch ge­führt, der nicht zu ver­zeich­nen war. Apro­pos Strom­ver­brauch: Der ist für ei­nen sol­chen Rie­sen-TV löblich ge­ring. Au­ßer­dem star­tet das Ge­rät mehr als dop­pelt so schnell im Ver­gleich zum Vor­gän­ger. Aus 0,3 Watt Stand­by kom­men nach gut drei Se­kun­den schon Bild und Ton ei­nes TV-Sen­ders. Schal­tet man den Strom­spar­mo­dus aus, wird es kaum schnel­ler, je­doch wer­den für Wa­ke-On-Lan und Kon­sor­ten im Stand­by 15 Watt be­nö­tigt.

Die Wie­der­ga­be von Be­we­gun­gen er­scheint ver­bes­sert durch das Chip­tu­ning . Die 120 Hz des schnell re­agie­ren­den LCD-Pa­nels wer­den ide­al ge­nutzt. Im wei­chen Glät­tungs­mo­dus wer­den aus je­dem 24p-Ki­no­bild vier wei­te­re Be­we­gungs­pha­sen er­rech­net. Auch ei­ne 60 Hz-Qu­el­le wird ver­dop­pelt. Zu­sätz­lich kön­nen die LEDs des Back­lights ge­scannt wer­den (Cle­ar Mo­ti­on), was et­was Hel­lig­keit kos­tet, aber noch ei­ne Klei­nig­keit mehr Klar­heit bringt. Die Fein­zeich­nung (Quan­ti­sie­rung) des ech­ten 10-Bit-Pa­nels wird ex­zel­lent ge­nutzt, Ban­ding von SDR (8-Bit) weg­ge­rech­net.

Fa­zit

Ei­ne mo­de­ra­te Mo­dell­pfle­ge bei or­dent­li­chem Preis­ver­fall ist die po­si­ti­ve Bot­schaft des TX-75FXW785. Al­lein auf­grund der Grö­ße und gu­ten Bild­elek­tro­nik kommt hier mehr Ul­tra-HD-En­thu­si­as­mus rü­ber als bei den meis­ten auch teu­re­ren Mit­be­wer­bern.

Die be­währ­te Fern­be­die­nung be­sitzt vor al­lem klas­si­sche At­tri­bu­te. Die MyApp-Tas­te lässt sich smart be­le­gen, und na­tür­lich darf die Di­rekt­wahl von Net­flix nicht feh­len.

Pa­na­so­nic hat den Look des Fi­re­foxHaupt­me­nüs deut­lich de­zen­ter ge­stal­tet. Icons für Funk­tio­nen und In­hal­te las­sen sich am un­te­ren Bild­rand plat­zie­ren und scrol­len durch.

Im neu­en Ho­me-Me­nü bringt hoch-/run­ter­scrol­len die Pro­gramm­über­sicht,Youtu­be-Tipps oder ei­ne In­halts­su­che her­vor.

Im Apps-Me­nü fin­den sich ne­ben Smart-TV-An­wen­dun­gen aus dem In­ter­net auch in­te­grier­te Ba­sis­funk­tio­nen des TVs.

Schon al­lein der Fuß ist äu­ßerst mas­siv, al­so schwer, und bringt es zu­sam­men mit dem TV auf über 60 Ki­lo. Die rie­si­ge Bild­flä­che be­sitzt ei­ne or­dent­li­che Tie­fe, da­mit nichts ver­win­det.

Das Pa­nel zeigt ei­ne or­dent­li­che Schwär­zung und lie­fert bes­se­re Kon­trast­wer­te als der Vor­gän­ger. Der Rah­men ist aus Me­tall, al­so wer­tig, sein De­sign eher kan­tig.

Schaut nach mehr aus, und kann auch mehr. Ei­nen dop­pel­ten CI-Schacht gibt es bei kei­nem an­de­ren Asia­ten, der Kom­po­nen­ten­ein­gang ist eben­falls Lu­xus. Wer die Klap­pen zum Ver­ste­cken der Buch­sen an­bringt, muss auf zwei HDMIs, YUV und LAN ver­zich­ten.

ROLAND SEIBT, STV. CHEF­RE­DAK­TEUR

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