Test: JBL LInk 300

JBL schickt mit der Link-Serie drei in­tel­li­gen­te WLAN-Laut­spre­cher ins Ren­nen. Wäh­rend die klei­nen, „10“und „20“, mit ei­nem Ak­ku aus­ge­stat­tet sind, nutz­te man den Platz im In­nern des 300 für grö­ße­re Chas­sis. Wie klingt’s?

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Künst­li­che In­tel­li­genz ge­paart mit ei­nem klas­se Sound. JBLs Smart Spea­ker Link 300 weiß zu über­zeu­gen.

Wer ak­tu­ell mit dem Kauf ei­nes smar­ten Laut­spre­chers lieb­äu­gelt, hat, wie man so schön sagt, die Qu­al der Wahl. Denn in­zwi­schen sind nach Ver­sandrie­se Ama­zon und Such­ma­schi­nen-Gu­ru Goog­le auch Elek­tro­nik-Her­stel­ler auf den Zug „sprach­ge­steu­er­ter Spea­ker“auf­ge­sprun­gen, der in vie­len Woh­nun­gen ei­nen Zwi­schen­halt ein­legt. Wäh­rend die ei­nen auf zu­sätz­li­che Fea­tu­res wie Ste­reo-Kopp­lung, Equa­li­zer-Ein­stel­lung oder DLNA-Zu­griff set­zen, wäh­len die an­de­ren wei­te­re Ein­gän­ge wie AUX-In oder Out oder auch Blue­tooth als al­ter­na­ti­ve, ka­bel­lo­se Über­tra­gungs­funk­ti­on für die Hits vom Smart­pho­ne. Ei­nen gro­ßen Ver­gleichs­test le­sen Sie üb­ri­gens in der vor­he­ri­gen Aus­ga­be 4/2018 der vi­deo, in der die Pen­dants von Pa­na­so­nic, So­ny, So­nos, JBL und On­kyo ge­gen­ein­an­der an­tre­ten.

Das geht mit LINKs

Ei­nen ge­wis­sen Son­der­sta­tus nimmt da­bei die Link-Serie aus dem Hau­se JBL, Toch­ter­ge­sell­schaft des Har­man-Kon­zerns, ein. Ge­nau­er ge­sagt geht es um die Link-Mo­del­le 10 und 20. Denn die­se bei­den sind zum der­zei­ti­gen Stand­punkt nicht nur die ein­zi­gen was­ser­fes­ten in­tel­li­gen­ten Laut­spre­cher, son­dern auch die welt­weit ers­ten mit in­te­grier­tem Ak­ku. So­mit si­cher­te sich der Link 20 auch ei­nen „In­no­va­tions“-Stem­pel in be­sag­tem Ver­gleich.

Ver­hält­nis­mä­ßig un­spek­ta­ku­lär er­scheint da die Pro­dukt­be­schrei­bung des größ­ten Link-Ver­tre­ters, den wir

hier im Al­lein­gang un­se­ren Sound-, Be­die­nungs- und Aus­stat­tungs-Test­kri­te­ri­en un­ter­zo­gen ha­ben. Denn der 300 ist we­der was­ser­fest noch ak­ku­be­trie­ben. Da­für hat man wie­der­um viel Laut­spre­cher- und Ver­stär­ker­tech­nik ins mit 23,6 x 13,4 x 15,4 Zen­ti­me­ter gro­ße Ge­häu­se ge­steckt. Die kommt dann auch mit 1,7 Ki­lo­gramm zu tra­gen. Für gu­ten Sound neh­men wir das aber ger­ne in Kauf. Noch da­zu kann er sich se­hen las­sen und reiht sich mit (un­emp­find­li­cher) Stoff­be­span­nung und Gum­mi­ge­häu­se ins für JBL-Spea­ker ty­pi­sche De­sign ein. Er mag zwar nicht je­der­manns Ge­schmack tref­fen, über­zeugt aber mit so­li­der, hoch­wer­ti­ger Ver­ar­bei­tung und fes­tem Stand. An­schluss­mög­lich­kei­ten via AUX su­chen wir ver­ge­bens, ei­ne Re­set-Tas­te steht an der Un­ter­sei­te be­reit.

Ma­xi­ma­le Aus­beu­te

Ein­ge­rich­tet ist der Link 300 als Goog­le-Spea­ker in­ner­halb kür­zes­ter Zeit. Die kos­ten­lo­se Ho­me-App er­kennt den klei­nen Spea­ker und ver­bin­det ihn mit dem ent­spre­chen­den Heim-Netz – vor­aus­ge­setzt, un­ser Smart­pho­ne ist mit dem glei­chen WLAN ver­bun­den. Dann kön­nen wir Goog­le-spe­zi­fi­sche Ein­stel­lun­gen tä­ti­gen, Stan­dard­mu­sik­diens­te aus­wäh­len oder an­de­re Ge­rä­te be­zie­hung­wei­se Smart Ho­me Funk­tio­nen kop­peln. Der in­te­grier­te Goog­le As­sis­tant ist auf­merk­sam und re­agiert ge­konnt auf un­se­re Sprach­be­feh­le, auch noch bei ho­her Laut­stär­ke. Die Mi­kros las­sen sich aber auch de­ak­ti­vie­ren. Im Inn­nern des 300ers wer­keln zwei 2-cm-Hoch­tö­ner so­wie ein gro­ßer 9-cm-Tief­tö­ner im Ein­klang. Die Bass­mem­bran ist (als ge­lun­ge­ner Hin­gu­cker) auf der Rück­sei­te zu se­hen. Kla­re Hö­hen und kräf­ti­ge Mit­ten fül­len auch grö­ße­re Räu­me mit Le­ben. Das än­dert sich auch bei ho­her Laut­stär­ke erst be­mer­kens­wert spät. Le­dig­lich bei bass­las­ti­gen Stü­cken sind uns die tie­fen Fre­quen­zen dann et­was zu prä­sent und der 300 neigt mi­ni­mal zum Dröh­nen. Lei­der kön­nen wir das nicht mit ent­spre­chen­den Equa­li­zer-Ein­stel­lun­gen jus­tie­ren. An­de­re Her­stel­ler lö­sen die­ses Pro­blem über ei­ge­ne Apps. Für JBL steht hier aber noch kei­ne zur Ver­fü­gung. Ins­ge­samt ist die klang­li­che Über­le­gen­heit zu güns­ti­ge­ren Pen­dants ge­ra­de im Be­reich Auf­lö­sungs­ver­mö­gen und Kraft­re­ser­ven her­aus­zu­hö­ren. Er trifft die Tö­ne – Ver­zer­run­gen Fehl­an­zei­ge.

Das Zu­sam­men­spiel mit dem klei­ne­ren Link 20 über die Grup­pie­rungs­fun­ki­on in der Ho­me-App funk­tio­niert üb­ri­gens ta­del­los und völ­lig syn­chron – auch her­stel­ler­über­grei­fend.

Fa­zit

Tau­sche Ak­ku ge­gen Klang­qua­li­tät. Wer sei­nen smar­ten Laut­spre­cher nicht auf die nächs­te Out­door-Par­ty mit­neh­men möch­te und auf den ka­bel­lo­sen Be­trieb ver­zich­ten kann, wird mit ei­nem Plus an Klang­qua­li­tät be­lohnt. Die 100 Eu­ro Zu­satz­kos­ten zum klei­ne­ren Link 20 sind hier sehr gut in­ves­tiert. Knapp zu­sam­men­ge­fasst: Klas­se Sound trifft auf künst­li­che In­tel­li­genz.

An der Ober­flä­che ste­hen die wich­tigs­ten Be­dien­ele­men­te in­klu­si­ve Goog­le Ho­me Ak­ti­ons-Tas­te zur Ver­fü­gung. LEDs ge­ben Aus­kunft über re­gis­trier­te Sprach­be­feh­le und den Laut­stär­ke­pe­gel so­wie WLAN-Emp­fang.

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