De­non X1400H // 550 Eu­ro

video - - Ton | Test: Av-receiver -

De­non- und Ma­rantz-Ge­rä­te ge­hö­ren noch im­mer zu den ein­zi­gen AV-Re­cei­vern, die al­le drei im­mer­si­ven Sound­for­ma­te in­te­griert ha­ben. Au­ro macht bei „nur“sie­ben in­te­grier­ten End­stu­fen al­ler­dings we­nig Sinn, wes­halb wir beim De­non X1400H mit Dol­by At­mos oder dts:X Vor­lieb neh­men müs­sen. Über die bei­den im­mer­si­ven For­ma­te so­wie ih­re po­ten­ten Up­s­ca­ler Dol­by Sur­round und dts Neu­ral X freu­en wir uns bei ei­nem Ge­samt­preis von ge­ra­de ein­mal 550 Eu­ro aber um­so mehr. Die X1000er Serie steht bei De­non für die Ein­stiegs­klas­se, die aber mit so man­chem Pre­mi­um-Fea­tu­re auf­war­tet. Ein ech­ter All­roun­der soll er sein, der X1400H. Al­so darf die­ses Mo­dell in un­se­rer Bes­ten­lis­te nicht feh­len.

Rein äu­ßer­lich reiht sich die­se Heim­ki­no­zen­tra­le im für die Mar­ke ty­pi­schen De­sign mit den zwei gro­ßen Dreh­reg­lern und aus­sa­ge­kräf­ti­gem Dis­play ein. Zu den Must-Ha­ves an der Front zäh­len die Kopf­hö­rerBuch­se so­wie USB, löblich ist au­ßer­dem der HDMI-Ein­gang, der sich wie al­le wei­te­ren Buch­sen an der Rück­sei­te auf den für 4K/UHD-In­hal­te wich­ti­gen Ko­pier­schutz HDCP2.2 ver­steht. Was die End­stu­fen-Zu­wei­sung an­geht, hat man freie Wahl. Wir ent­schei­den uns zwi­schen der miet­woh­nungs­freund­li­chen Va­ri­an­te mit Dol­by-At­mos-Auf­sät­zen und ei­ner Mon­ta­ge an der De­cke. Für die Ste­reo-Wie­der­ga­be lässt sich kei­ne ei­ge­ne Ein­stel­lung, bei­spiels­wei­se für das Mit­spie­len oder Pau­sie­ren des Sub- woo­fers ab­spei­chern. Vie­le User dürf­ten von der Au­dys­sey Mul­tEQ XT Au­to­ma­tik-Ka­li­brie­rung Ge­brauch ma­chen. Er­freu­li­cher­wei­se lässt sich die Ein­mes­sung so­gar mit der neu­en Edi­tor-App aus­bau­en. Da­für muss man aber 20 Eu­ro in­ves­tie­ren.

En­ter­tain-Küns­te

Wir star­ten mit ei­nem Ste­reo-Durch­gang und den Can­ton A45 Ju­bi­lä­ums­Bo­xen. Luf­tig-leicht und mit viel Takt­ge­fühl spielt der De­non ei­nen un­se­rer Test-Fa­vo­ri­ten von To­ny To­ni To­né, An­ni­vers­a­ry. Da­bei kommt die Stim­me di­rekt aus der Mit­te, ihr haf­tet ei­ne an­ge­nehm war­me No­te an. Der güns­ti­ge Preis ist dem X1400H im Zwei­ka­nal-Be­trieb nicht an­zu­hö­ren. Im Mess­la­bor kom­men wir zu ei­nem

äqui­va­len­ten Er­geb­nis: 112 bzw. 155 Watt an 8 bzw. 4 Ohm.

Nicht ver­wun­der­lich, dass die Leis­tung dann im Fünf­ka­nal­be­trieb et­was, ex­akt je 40 Watt ab­nimmt. Hört man ge­nau hin und dreht den Vo­lu­me-Reg­ler flei­ßig nach rechts, ma­chen sich die­se Wer­te auch im Pra­xis­Durch­gang be­merk­bar. Das fällt bei­spiels­wei­se bei Auf­nah­men wie „Ra­dioac­tive“der Ima­gi­ne Dra­gons auf, bei de­nen es mit kräf­ti­ge­ren Ver­stär­kern et­was mehr zur Sa­che geht. Man darf an die­ser Stel­le aber auch den Preis nicht ver­ges­sen.

Dem Mit­ten­drin-Fee­ling tut dies nichts zu­lei­de, wir neh­men ein­zel­ne Ef­fek­te hin­ter und auch ne­ben uns wahr – mit drei­di­men­sio­na­lem In­put auch über den Köp­fen. Be­son­ders lo­bens­wert ist das 360-Grad Klang­feld, wel­ches der AV-Re­cei­ver um uns her­um ge­ne­riert. Nicht nur bei De­moTrai­lern der Dol­by- und dts-Discs, son­dern auch bei „Eve­r­est“oder „Justi­ce Le­ague“macht das enorm viel her. Or­dent­lich Punch lie­fert da­bei auch der Sub­woo­fer, der zu kei­nem Zeit­punkt an ei­ne hör­ba­re Leis­tungs­gren­ze ge­rät.

Vi­si­on an Bord

Un­se­re vom LG UP970 zu­ge­spiel­ten Dol­by Vi­si­on Test-Blu-rays gibt der De­non mit Bra­vour an den TV wei­ter, auf den dy­na­mi­schen HDR-Stan­dard aus dem Hau­se Dol­by ver­steht er sich schon jetzt. Was die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit HDR10+-In­hal­ten an­geht, zeigt man sich noch schweig­sam. vi­deo hält Sie na­tür­lich auf dem Lau­fen­den.

Was im Ver­gleich zum Groß­teil der zu­vor ge­tes­te­ten De­non-AV-Re­cei­ver nicht funk­tio­niert, ist die Wei­ter­ga­be von im­mer­si­ven Ton­for­ma­ten über den Au­dio­re­turn­chan­nel. Wo­mög­lich kann ein Firm­ware-Up­date Ab­hil­fe schaf­fen.

HEOS macht’s mög­lich

Wer un­se­re Tests re­gel­mä­ßig ver­folgt, dürf­te über den Funk­ti­ons­reich­tum des HEOS-Mul­ti­room-Sys­tems bes­tens Be­scheid wis­sen. Den­noch möch­ten wir kurz dar­auf ein­ge­hen, dass auch die­ses Mo­dell hier kei­ne Aus­nah­me bie­tet. Wer nicht die ent­spre­chen­de, für iOS und An­dro­id kos­ten­lo­se App zu Hil­fe zieht, dem ent­geht ein brei­tes Spek­trum an Fea­tu­res. Bei­spiels­wei­se ha­ben wir so be­quem Zu­griff auf den hei­mi­schen NAS-Ser­ver und strea­men un­se­re Fi­les – wahl­wei­se FLAC, DSD oder ALAC mit bis zu 192kHz / 24bit – di­rekt über das Draht­los­netz­werk. Das funk­tio­niert gut, auch wenn man et­was Ge­duld mit­brin­gen muss.

An­de­re HEOS-kom­pa­ti­ble Ge­rä­te las­sen sich dann kop­peln und im Syn­chron­be­trieb oder ein­zeln an­spie­len.

Fa­zit

Auch wenn der X1400 den 2017er Mo­del­len angehört, hat er noch au­ßer­or­dent­lich viel zu bie­ten: Dol­by Vi­si­on, 3D-Sound, zahl­rei­che Strea­m­in­gFea­tu­res, ei­ne gran­dio­se HEOSApp und Hi-Res-Au­dio. Ein 4K-Up­s­ca­ler für äl­te­res Vi­deo-Ma­te­ri­al ist al­ler­dings lei­der nicht an Bord. Zu gu­ter Letzt darf im Fa­zit nicht un­er­wähnt blei­ben, dass der X1400H be­son­ders im Ste­reo-Durch­gang, aber auch bei 3D-Sound In­put an­ge­nehm na­tür­lich und für sei­ne Preis­li­ga kräf­tig auf­spielt.

1 Wir lo­ben die HEOS-App, die Zu­griff auf Mu­sik-Di­ens­te wie Spo­ti­fy oder Dee­zer bie­tet, die Hits am Han­dy ab­spielt oder auch vom Ser­ver zieht. Das sieht ne­ben­bei gut aus und lässt sich sehr leicht be­die­nen. Rechts oben kön­nen wir be­quem auf die De­non...

2 Mal eben um­ges­witcht, und wir steu­ern den X1400H auch mit dem Smart­pho­ne oder Ta­blet.

3 Da­bei müs­sen wir in Kauf neh­men, dass nicht al­le Ein­stel­lun­gen ana­log de­rer mit dem Ori­gi­nal-Ge­ber fest­ge­legt wer­den kön­nen. Dar­über se­hen wir aber hin­weg.

Bei sie­ben End­stu­fen las­sen sich hier auch „nur“sie­ben Laut­spre­cher an­schlie­ßen. An den mit „Back Sur­round“be­schrif­te­ten Buch­sen fin­det al­ter­na­tiv ein Pär­chen Hö­hen­laut­spre­cher oder Dol­by At­mos Up­firing-Mo­du­le Platz. Er ver­bin­det sich wahl­wei­se mit dem...

Man fin­det sich gut zu­recht. Über IN­FO er­hält man zu­ver­läs­si­ge In­for­ma­tio­nen über Au­dio Inund Out­put. Die Vi­deo-Sek­ti­on wird nicht nä­her er­läu­tert.

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