Test: Nu­bert

Mit dem neu­en Ak­tiv-Set will man in Schwa­ben wie­der er­schwing­li­chen Spit­zen­klang lie­fern.

video - - Inhalt - von Ste­fan Schi­cke­danz

Was wir im Land­haus Hölz­lers (Aus­ga­be 11/18) von der neu­en nuPro-X-Rei­he zu hö­ren be­ka­men, ließ auf­hor­chen. Al­len vor­an die nuPro X-8000 wuss­te mit ih­rer dy­na­mi­schen, vo­lu­mi­nö­sen Wie­der­ga­be zu ge­fal­len. Was lag al­so nä­her, als ein in der vi­deo? Nu­bert schlug uns vol­ler Selbst­ver­trau­en so­gar ein 4.0-Sys­tem vor. War­um nicht? Bei Can­ton hat das mit den Smart Ven­tos auch schon ge­klappt. Die vier Ak­ti­vBo­xen schlu­gen sich in Heft 10/18 stark. Sol­che Lö­sun­gen sind in­te­res- sant für al­le, die mit we­nig Bo­xen und Elek­tro­nik-Kom­po­nen­ten gro­ßes Ki­no er­le­ben wol­len. Der Di­rekt­ver­sen­der aus Schwä­bisch Gmünd schick­te zwei Stand­bo­xen nuPro X-8000 für die Front-Ka­nä­le und zwei kom­pak­te nuPro X-4000 als Re­ars.

Po­wer to the Peop­le

Die Be­su­cher aus dem Länd­le ver­trau­ten da­bei nicht nur auf ins­ge­samt 2400 Watt Ver­stär­ker­leis­tung, son­dern auch auf lang­jäh­ri­ge Er­fah­rung, wel­che Nu­bert mit Ak­tiv-Bo­xen sam­mel­te. Schließ­lich brach­te der Laut­spre­cher-Spe­zia­list 2011 die nuPro-ASe­rie, die sich seit­dem bes­tens be­währ­te. Mit der zur High End Mes­se 2018 in Mün­chen vor­ge­stell­ten nuPro-XSe­rie woll­te Nu­bert al­les an Wis­sen bün­deln, was in den letz­ten Jah­ren im ei­ge­nen Hau­se ent­wi­ckelt wur­de. Und das ist ei­ne gan­ze Men­ge. Schließ­lich ist ei­ne Ak­tiv-Box nur so gut wie ihr Ver­stär­ker. Da trifft es sich gut, dass Nu­bert in­zwi­schen auch mit Er­folg den HiFi-Ver­stär­ker-Be­reich mit ei­geTest

nen Pro­duk­ten be­setzt hat. Schließ­lich peilt Nu­bert mit sei­nen X-Mo­del­len nicht nur wie mit der nuPro-ASe­rie den HiFi-, son­dern gleich­zei­tig auch den Ton­stu­dio-Be­reich an.

Hu­cke­pack HDMI

Das ist aber längst nicht al­les. Brauch­te man bis­her noch al­ler­lei Zu­sat­zAd­ap­ter, um sei­ne ak­ti­ven Nu­berts smart zu ma­chen, sind jetzt Funk­tio­nen an Bord – so­wohl zum Strea­men von ei­nem Smart­pho­ne, Ta­blet oder PC mit Blue­tooth-Au­dio-Über­tra­gung mit Ap­tX-Un­ter­stüt­zung als auch zum draht­lo­sen Ver­net­zen der NuPro-X-Mas­ter- und Sla­ve-Laut­spre­cher un­ter­ein­an­der. Au­ßer­dem ha­ben die Schwa­ben ei­ne ei­ge­ne App für ih­re ak­ti­ven Flagg­schif­fe aus­ge­tüf­telt (sie­he Kas­ten rechts). Auch sie funk­tio­niert über Blue­tooth. HDMI lässt sich nicht di­rekt an den nuPro-XLaut­spre­chern an­schlie­ßen, aber es liegt je­der Box ein HDMI-ARCDon­g­le zum di­rek­ten Auf­set­zen auf die USB-Buch­se bei.

An den von Grund auf neu ent­wi­ckel­ten Elek­tro­nik-Mo­du­len fin­det sich ei­ne Viel­zahl von An­schlüs­sen: Es gibt an den vier NuPro-X je ein Paar Ste­reo-Cinch-Buch­sen, vier S/PDIFDi­gi­tal-Ein­gän­ge (Tos­link und Ko­ax), USB-B, USB-Span­nungs­buch­se, Sub­woo­fer-Aus­gang so­wie Link-Buch­se. Dar­über hin­aus gibt es ei­nen AES/ XLR-Ein­gang, der ana­log oder an der Mas­ter-Box so­gar di­gi­tal ge­nutzt wer­den kann. Al­le Di­gi­tal-Ein­gän­ge sind für Si­gna­le mit bis zu 24 Bit/192 kHz aus­ge­legt.

Hin­ter den An­schlüs­sen steht ei­ne ge­gen­über der wei­ter­hin er­hält­li­chen nuPro-A-Se­rie dras­tisch leis­tungs­ge­stei­ger­te Elek­tro­nik. In der 2-We­geBass­re­flex­box nuPro X-4000 leis­ten die Class-D-End­stu­fen 2 x 180 Watt Si­nus pro Trei­ber, in der nuPro X-8000 sind es gar 210 Watt Si­nus für je­den der vier Trei­ber. Im Fall der X-8000 sind das ein Hoch­tö­ner mit 2,5-cm-Ge­we­be­ka­lo­t­te so­wie ein 14,8-cm-Mit­tel­tö­ner und zwei 20,4-cm-Tief­tö­ner, de­ren Mem­bra­nen aus Po­ly­pro­py­len-Ver­bund-Werk­stoff be­ste­hen. In der X-4000 kom­men ein 2,5-cm-Ge­we­be­ka­lo­t­ten-Hoch­tö­ner und ein 16,9-cm-Tief­mit­tel­tö­ner mit Po­ly­pro­py­len-Ver­bund-Mem­bran zum Ein­satz, die wie die Chas­sis der X-8000 von ei­ner DSP-Wei­che ge­trennt wer­den.

Hub-Kon­zert

Die Trei­ber der bei­den nuPro-X-Mo­del­le zeich­nen sich durch Op­ti­mie­rung für sehr gro­ße Hü­be im Tie­fund Mit­tel­ton-Be­reich aus. Au­ßer­dem sind sämt­li­che Trei­ber per­fekt in die Schall­wän­de der so­li­den, in schwar­zem oder wei­ßem Schlei­flack er­hält­li­chen MDF-Ge­häu­se in­te­giert. Die of­fen­lie­gen­den Schrau­ben der nuProA-Se­rie ha­ben den Sprung in die neue Klas­se nicht ge­schafft. An den mo­no­chro­men Front-Dis­plays mit ih­rem rechts da­ne­ben an­ge­brach­ten Tas­ten­kreuz hat Nu­bert fest­ge­hal­ten. Die­se sim­plen Ein­rich­tun­gen ge­stat­ten den Zu­griff auf ein Bün­del von Funk­tio­nen, doch es liegt je­dem X-Bo­xenPär­chen ei­ne Fern­be­die­nung bei. Dort setzt Nu­bert auf Über­sicht­lich­keit und di­rek­ten Zu­griff auf die Ein­gän­ge oder die drei Klang­pre­sets, die vor al­lem beim Wech­sel von Heim­ki­no auf Mu­sik­wie­der­ga­be nütz­lich sind. Dar­über hin­aus las­sen sich so die Klan­g­reg­ler und die Laut­stär­ke be­quem jus­tie­ren. Wer die tie­fer­ge­hen­den Ein­stel­lun­gen nicht di­rekt an der Box vor­neh­men möch­te, der kann das mit der App ma­chen, wo das In­ter­face zwar reich­lich haus­ba­cken wirkt, aber viel be­nut­zer­freund­li­cher als das Fein­tu­ning di­rekt an den Bo­xen ist.

Nu­bert lässt den Nut­zer nicht nur die üb­li­chen Klan­g­re­ge­lun­gen vor­neh­men oder den Klang via 6-Ban­dEqua­li­zer an­pas­sen. Er hat auch ein Bass­ma­nage­ment in­te­griert, mit dem sich das Si­gnal, das aus dem Sub­woo­fer-Aus­gang aus­ge­ge­ben wird, an­pas­sen lässt. Das ist ei­gent­lich nur in­ter­es­sant für rei­ne Ste­reo-An­la­gen. In

Ne­ben den reich­hal­ti­gen ana­lo­gen und di­gi­ta­len Ein- und Aus­gän­gen gibt es an den nuPro X ei­ne USB-Strom­ver­sor­gung für das mit­ge­lie­fer­te HDMIARC-Don­g­le.

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