Grundig Vi­si­on 8 49 GuB 8960 // 750 eu­ro

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Mit 1,23 Me­tern Dia­go­na­le dürf­te die­ser TV vie­len An­wen­dern groß ge­nug sein. Al­ler­dings streicht die tür­ki­sche Koç-Hol­ding, die Fir­ma hin­ter der Mar­ke Grundig, das dop­pel­te Emp­fangs­teil. Die üb­ri­ge Aus­stat­tung ent­spricht dem, was man von ei­nem mo­der­nen TV er­war­tet: Mit drei HDMI- und zwei USB-Buch­sen dürf­ten vie­le Nut­zer zu­recht­kom­men, auch ei­nen An­schluss für alt­her­ge­brach­te Kopf­hö­rer gibt es.

We­nig Smar­tes

Dürf­tig sind die „smar­ten“Ta­len­te des 49 GUB 8960: Au­ßer Net­flix und Youtu­be gibt es fast nix (sie­he Ta­bel­le S. 25).

Das Me­nü ist op­tisch ge­fäl­lig und klar ge­glie­dert, die ers­te Ein­rich­tung in­klu­si­ve Sen­der­su­che geht gut von der Hand. Dass der 49 GUB 8960 nicht mehr als ein hal­bes Dut­zend Bild-Vor­ein­stel­lun­gen mit­bringt, be­grüßt vi­deo aus­drück­lich. Dass der Nut­zer aber kaum Mög­lich­kei­ten hat, et­wa die Farb­wie­der­ga­be zu ka­li­brie­ren, ist är­ger­lich. Auch die elek­tro­ni­sche Pro­gramm­zeit­schrift die­ses TV ge­riet sehr schlicht: Ei­ne voll­stän­di­ge Über­sicht der ver­füg­ba­ren Sen­der und der in den nächs­ten St­un­den ge­plan­ten Shows fehlt – die­ser Grundig zeigt ent­we­der das Pro­gramm ei­nes Sen­ders oder ei­ne Sen­der­über­sicht.

In Sa­chen Mul­ti­me­dia bie­tet der 49 GUB 8960 so­li­de Kost: Von USBS­ticks oder Fest­plat­ten spielt er Fo­tos, Vi­de­os und Au­dio­da­tei­en. Even­tu­ell vor­han­de­ne zwei­te Ton­spu­ren in MPEG-2 und -4-TV-Mit­schnit­ten er­kennt er und gibt sie wie­der, hat aber kei­ne Mög­lich­keit, al­te Auf­nah­men im Let­ter­box-For­mat bild­schirm­fül­lend dar­zu­stel­len. Die Au­dio­sek­ti­on be­herrscht un­ter an­de­rem FLAC wie MP3. Di­gi­ta­le Fo­tos zeigt er ein­zeln oder als Dia­show und ver­grö­ßert Aus­schnit­te nach Wunsch.

We­ni­ger ta­del­los sind die klang­li­chen Ta­len­te des Grundig 49 GUB 8960: Spre­cher­stim­men re­pro­du­ziert er zwar klar ver­ständ­lich, Pop­mu­sik hin­ge­gen feh­len Bäs­se und Hö­hen. Die­ser TV klingt arg mit­ten­las­tig – wer mit ihm gut hö­ren will, be­nö­tigt Sound­bar oder Sur­round­an­la­ge. Im Ver­hält­nis bes­ser schaut das Bild die­ses TV aus: Die üb­li­chen Ma­ga­zin­sen­dun­gen aus ei­nem gut aus­ge­leuch­te­ten Stu­dio wir­ken auf der Matt­schei­be des 49 GUB 8960 pas­sa­bel. Der TV un­ter­schlägt kei­ne De­tails, das Bild er­scheint strah­lend. Die Bild­mes­sun­gen (sie­he S. 24) und der Ver­gleich mit der Kon­kur­renz zei­gen aber, wo es ha­pert: Die­ser Fern­se­her hat ei­nen vom An­wen­der nicht be­heb­ba­ren Farbstich – nicht dra­ma­tisch, aber klar sicht­bar. Der 49 GUB 8960 kennt zu­dem kei­ne Mög­lich­keit, sein Hin­ter­grund­licht ab­hän­gig vom Bild­in­halt zu re­geln. Breit­wand­bal­ken zeigt er folg­lich so hell wie kein an­de­rer Kan­di­dat im Test. In dunk­len Flä­chen sind hel­le Stel­len, so­ge­nann­te Licht­hö­fe, klar aus­zu­ma­chen. Eben­falls är­ger­lich: Der Over­scan, ei­ne aus der Fern­seh­stein­zeit stam­men­de Bild­aus­schnitts ver­grö­ße­rung, lässt sich nur auf den AV-Ein­gän­gen ab­schal­ten.

HDR-Si­gna­le er­kennt der 49 GUB 8960 zwar–mit der nied­rigs­ten Ma­xi­mal hel­lig­keit im Test ent­lock­ter ih­nen aber we­nig Glanz. So wirkt et­wa ein Feu­er­werk aus de­mUHD-De­mok anal des Sa­tel­li­ten­be trei­bers As­tra blass und strahlt kaum – gleich­zei­tig ist der das Lich­ter­spek­ta­kel um­ge­ben­de Nacht­him­mel grau statt schwarz.

Fa­zit

Die­ser Grundig-TV ist güns­tig – aber sei­ne Bild­qua­li­tät nur zwei­te Wahl. Für nur we­nig mehr Geld gibt es Bes­se­res.

Al­le Buch­sen die­ses Grundig-TV füh­ren zur Sei­te oder nach un­ten, da­rin ein­ge­steck­te Ka­bel sind bei Wand­mon­ta­ge al­so nicht im Weg.

die Fern­be­die­nung des TVs ist gut ge­glie­dert, die meis­ten Knöp­fe groß ge­nug – nur die lauf­werk­s­tas­ten könn­ten grö­ßer sein.

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