Sony KD-49 XF 9005 // 1300 Eu­ro

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Nicht nur in­ner­halb des SonySor­ti­ments ge­hört die­ser TV zur Ober­klas­se – mit ei­ner Preis­emp­feh­lung von 1300 Eu­ro ist er in die­sem Test der teu­ers­te Kan­di­dat. Fürs Geld er­hält der Kun­de ei­nen Dop­pel­tu­ner – so fle­xi­bel wie bei den Pa­na­so­nicTVs ist der al­ler­dings nicht. Mit di­gi­ta­len AV-Kon­tak­ten ist der KD-49 XF 9005 gut be­stückt – für al­te Qu­el­len steht aber nur ein Com­po­si­te-Ein­gang zur Ver­fü­gung. Kopf­hö­rer be­schickt der TV per 3,5-Mil­li­me­ter-Klin­ken­buch­se oder draht­los per Blue­tooth.

An­dro­id-Up­date folgt

Ak­tu­ell wird der Fern­se­her mit Ver­si­on 7 des Goog­le-An­dro­idTV-Be­triebs­sys­tems ge­lie­fert – An­fang 2019 soll Ver­si­on 8 fol­gen. Noch muss der Nut­zer tief im An­dro­id-Me­nü blät­tern, will er auf die Ge­rä­te­ein­stel­lun­gen zu­grei­fen. Die Fern­be­die­nung ist seit Jah­ren an prak­tisch al­len Sony-TVs Stan­dard: Für Män­ner­hän­de ge­riet sie et­was zu schmal, die Lauf­werk­s­tas­ten zur Steue­rung der Me­di­en­wie­der­ga­be zu klein. Auch die Tas­ten für Sen­der- und Laut­stär­ke­än­de­rung sit­zen et­was zu tief auf dem Be­fehls­ge­ber. Im­mer­hin: An die­ser Fern­be­die­nung fin­den sich rich­ti­ge Knöp­fe – nicht Fo­li­en­tas­ten wie an vie­len an­de­ren Mo­del­len des Hau­ses. Die Erst­in­stal­la­ti­on löst Sony gut: Der TV fragt Auf­stel­lungs­ort und Emp­fangs­weg ab; wer ein An­dro­id-Smart­pho­ne hat, kann vie­le Da­ten gleich da­von auf den Fern­se­her schi­cken. Sony kennt ei­ne glo­ba­le Sen­der­lis­te – sie zu sor­tie­ren, ist aber et­was müh­sam: Will man ein Pro­gramm vom ge­fun­de­nen Platz et­wa auf Po­si­ti­on 3 der Lis­te ver­schie­ben, muss man da­zu „0003“ein­ge­ben – für Platz „0015“oder „0120“gilt das­sel­be Pro­ce­de­re.

Dür­rer Klang

Die ak­tu­el­len OLED-Mo­del­le des Hau­ses be­geis­ter­ten in der letz­ten vi­deo Aus­ga­be mit ih­rem für ein TVGe­rät ex­zel­len­ten Klang. Viel da­von konn­te Sony lei­der nicht in sei­ne LCD-Klas­se ret­ten: Der KD-49 XF 9005 tönt recht mit­ten­las­tig und leicht trö­tig – was die Panasonic-Kan­di­da­ten zu viel an Hö­hen ab­strah­len, hat Sony zu we­nig. Auch Bäs­se re­pro­du­ziert die­ser Fern­se­her nur ver­hal­ten – für wirk­lich gu­ten Klang wird man ihm ei­nen Laut­spre­cher­rie­gel oder ei­ne Hi-Fi-/Sur­round­an­la­ge zur Sei­te stel­len müs­sen.

Bes­ser ist es um die Mul­ti­me­di­ata­len­te des TV be­stellt: So­fern hin­ter­legt, er­kennt und zeigt er die Bil­der von CD-Hül­len aus FLAC- und MP3-Da­tei­en und spielt von MPEG-2und -4-Vi­de­os bei­de Ton­spu­ren.

Die Bild­qua­li­tät die­ses Sony-TV be­schreibt ein Wort: klas­se! Sau­ber aus­ge­leuch­te­te Stu­di­os zeigt er per­fekt, je­des Fit­zel­chen ist klar zu er­ken­nen. An­ders als die üb­ri­gen Kan­di­da­ten des Tests stellt er für ein LCD-TV sat­tes Schwarz dar – Nacht­sze­nen ei­nes Kri­mis wir­ken rea­lis­tisch, Spiel­fil­mB­reit­wand­bal­ken dun­kel. Dank sei­ner ho­hen Hel­lig­keit strahlt das Bild, was sich mit HDR-Ma­te­ri­al aus­zahlt. Die Leucht­spu­ren ei­nes Feu­er­werks von Astras UHD-De­mo­ka­nal fun­keln – gleich­zei­tig ist der um­ge­ben­de Nacht­him­mel schwarz. Ins­ge­samt ist das Bild die­ses TV bei kor­rek­ter Ein­stel­lung (rechts) ehr­lich und dicht am Ori­gi­nal.

Fa­zit

Die Bild­qua­li­tät die­ses TV über­zeugt – strah­len­de Hel­lig­keit in Kom­bi­na­ti­on mit sat­tem Schwarz sind kaum zu schla­gen. Die Fern­be­die­nung könn­te et­was bes­ser sein; das An­dro­id-Be­triebs­sys­tem des TV bie­tet aber viel Fle­xi­bi­li­tät.

Die An­schlüs­se füh­ren zur TV-Sei­te oder nach un­ten, Ka­bel stö­ren al­so auch nicht, wenn der Fern­se­her an der Wand hängt.

Die Sony-Fern­be­die­nung ist et­was schmal, die Tei­lung in „Ac­tion“- und „Ho­me“-Me­nü nicht selbst­er­klä­rend.

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