DAS BES­TE BILD

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In un­se­rer Film­stre­cke be­wer­ten wir je­de neue Blu-ray nicht nur un­ter dem Ge­sichts­punkt, wie gut uns der je­wei­li­ge Film als sol­cher ge­fal­len hat, son­dern ge­hen stets auch auf die Vor- und Nach­tei­le in Sa­chen Bild­qua­li­tät ein. In un­se­rer Ru­brik „Das bes­te Bild“wol­len wir ih­nen deut­lich ma­chen, durch wel­che Qua­li­tä­ten ei­ne Auf­nah­me zum „bes­ten Bild“wird. In die­sem Mo­nat geht es da­bei um das Spiel von Licht und Schat­ten.

Licht und Schat­ten

spä­tes­tens seit John Fords iko­ni­scher er­öff­nungs­sze­ne in „Der schwar­ze Fal­ke“ist der schuss aus ei­nem dunk­len Haus und hin­aus in die hell er­leuch­te­te land­schaft ein oft und ger­ne ko­pier­tes stil­mit­tel in Hol­ly­wood. ein mus­ter­bei­spiel, wie ei­ne der­ar­ti­ge Auf­nah­me tech­nisch zeit­ge­mäß um­ge­setzt aus­sieht, lie­fer­te Dar­ren Aro­n­ofs­ky 2017 mit sei­nem Film „mo­ther!“. Dem mys­te­ry-Dra­ma lässt sich auf in­halt­li­cher ebe­ne zwar so ei­ni­ges vor­wer­fen (von der wir­ren sto­ry bis hin zu den an­stren­gen­den Fi­gu­ren fie­le uns da so man­cher Punkt ein) in ci­ne­ma­to­gra­fi­scher Hin­sicht gibt es hier je­doch kaum et­was zu be­an­stan­den. Das oben zu se­hen­de Bild zeigt die von Jen­ni­fer la­wrence ge­spiel­te Prot­ago­nis­tin kurz nach son­nen­auf­gang bei ih­rem Weg aus ih­rem Haus. Wäh­rend die Ka­me­ra la­wrence bei ih­rem et­wa 30-se­kün­di­gen Gang durch die dunk­len Zim­mer und hin­aus in den hell er­leuch­te­ten Gar­ten be­glei­tet, än­dert sich das licht in der sze­ne meh­re­re ma­le stark. selbst in den mo­men­ten, in de­nen das dunk­le Zim­mer im Vor­der­grund und der hel­le Au­ßen­be­reich zeit­gleich zu se­hen sind, bie­ten je­doch so­wohl die hells­ten als auch die dun­kels­ten Be­rei­che des Bil­des noch im­mer vie­le deut­lich er­kenn­ba­re De­tails. Ver­gleicht man in sa­chen Kon­trast ei­ne 4K-Disc mit ei­ner her­kömm­li­chen Blu-ray, geht hier­bei selbst­ver­ständ­lich die UHD-Va­ri­an­te stets als kla­rer Fa­vo­rit ins ren­nen. Der hö­he­re Dy­na­mik­um­fang dank HDr sorgt in den meis­ten Fäl­len für ei­nen kla­ren Vor­teil bei der UHD-Ver­si­on. Dies be­deu­tet je­doch nicht, dass in sa­chen Kon­trast je­de 4K-Disc je­der Blu-ray au­to­ma­tisch über­le­gen wä­re. ne­ben den rein tech­ni­schen mög­lich­kei­ten geht es beim Film schließ­lich stets auch um die hand­werk­lich best­mög­li­che Um­set­zung. so bie­tet „mo­ther!“et­wa auch auf der klas­si­schen Blu-ray her­vor­ra­gen­de Bil­der, was in die­sem Fall we­sent­lich an der star­ken Ar­beit von Ka­me­ra­mann mat­t­hew li­ba­ti­qu liegt. Vie­le der Auf­nah­men in „mo­ther!“sind ent­we­der im wei­chen mor­gen- oder Abend-licht auf­ge­nom­men oder aber per­fekt aus­ge­leuch­tet und bie­ten so auch oh­ne HDr ein sehr ho­he Bild­qua­li­tät. Wie man es da­ge­gen nicht macht, zei­gen un­se­re bei­den un­ten ab­ge­bil­de­ten Bei­spie­le. Auf bei­den Bil­dern ist deut­lich zu se­hen, wie die Tex­tu­ren in den dunk­len Be­rei­chen ver­lo­ren­ge­hen und so al­les zu ei­nem schwar­zen sumpf ma­chen. Ana­log da­zu fehlt je­de Fein­zeich­nung im Him­mel. Die Bil­der „clip­pen“hier, das heißt die Auf­nah­men er­rei­chen dort ih­re ma­xi­ma­le Hel­lig­keit und bie­ten kei­ne mög­lich­keit mehr, zwi­schen „sehr hell“und „noch hel­ler“zu un­ter­schei­den. Al­les ver­sinkt in ei­nem en­zi­gen meer aus Weiß.

mo­ther!: We­der im dunk­len Vor­der­grund noch im hell er­leuch­te­ten Hin­ter­grund ge­hen De­tails ver­lo­ren. So funk­tio­niert das Spiel von Licht und Schat­ten.

Das Le­ben ein Fest: Wäh­rend im Vor­der­grund die Fal­ten des an­zu­ges im Schwarz ver­sin­ken, clippt hin­ten der Him­mel ins Weiß.

Pic­nic at Han­ging rock: Die aus­tra­li­sche Se­rie kommt mit dem ho­hen Kon­trast von Licht und Schat­ten hier nicht klar. Der Him­mel clippt.

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