Öko­steu­er hat of­fen­bar nichts ge­bracht

Zu­min­dest laut Stu­die nichts für die Um­welt

Wertinger Zeitung - - Politik -

Ber­lin Die vor jetzt 20 Jah­ren ein­ge­führ­te Öko­steu­er war aus Sicht von Wirt­schafts­for­schern um­welt­po­li­tisch ein Flop. Die öko­lo­gi­sche Steu­er­re­form ha­be nicht wie ge­wünscht da­zu ge­führt, dass der Ener­gie­ver­brauch und so­mit die Treib­haus­gas­emis­sio­nen nach­hal­tig sin­ken. Das geht aus ei­ner Analyse des Deut­schen In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (DIW) her­vor.

Mit der Re­form zum 1. April 1999 wur­de ei­ne Strom­steu­er ein­ge­führt, die Mi­ne­ral­öl­steu­er wur­de er­höht. Ziel: Durch ei­ne Be­steue­rung des Ener­gie­ver­brauchs soll­te die Ener­gie­ef­fi­zi­enz ge­stei­gert wer­den. Da­ne­ben hat­te die Re­form laut DIW das Ziel, Steu­er­ein­nah­men zu ge­ne­rie­ren, um im Ge­gen­zug die So­zi­al­ab­ga­ben zu sen­ken. Das Auf­kom­men der Öko­steu­er be­tra­ge heu­te et­wa 20 Mil­li­ar­den Eu­ro pro Jahr. Mit die­sen Mit­teln wer­de die Ren­ten­ver­si­che­rung be­zu­schusst.

Die Öko­steu­er sor­ge bis heu­te für nied­ri­ge­re Ren­ten­bei­trä­ge und hö­he­re Ren­ten­be­zü­ge, heißt es in der Stu­die. Um­welt­po­li­tisch da­ge­gen sei sie ein Flop, er­klär­te Co-Au­to­rin Clau­dia Kem­fert. Die Steu­er­sät­ze auf die ver­schie­de­nen Ener­gie­trä­ger sei­en zu nied­rig, um den Ver­brauch nach­hal­tig zu sen­ken. Das gel­te ins­be­son­de­re für Heiz­öl und Erd­gas.

Die Stu­die spricht sich für stär­ke­re Preis­si­gna­le aus. Vor al­lem bei Wär­me und Ver­kehr müss­ten die Ener­gie­steu­ern deut­lich und dau­er­haft stei­gen, Sie müss­ten an dem je­wei­li­gen CO2-Ge­halt der ver­schie­de­nen Ener­gie­trä­ger aus­ge­rich­tet sein. Kem­fert: „Es muss der Grund­satz gel­ten: je kli­ma­schäd­li­cher, des­to stär­ker be­steu­ert.“

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