Der Auf­wand lohnt sich

Wertinger Zeitung - - Zusamtal - VON COR­DU­LA HOMANN re­dak­ti­[email protected]­tin­ger-zei­tung.de

Girls’ und Boys’ Days, das be­deu­tet für vie­le Schü­ler nicht ein­fach nur Spaß und Aben­teu­er bei der Po­li­zei oder bei ei­nem Un­ter­neh­men. Für die Ar­beit­ge­ber ist der ei­ne Tag mit ei­nem gro­ßen Auf­wand ver­bun­den. Sie müs­sen mas­siv wer­ben, da­mit über­haupt je­mand kommt. Nicht je­der Ter­min ist ein Selbst­läu­fer. Sie müs­sen sich um An­mel­dun­gen, Da­ten­schutz­auf­la­gen, die Si­cher­heit der Schü­ler im Be­trieb küm­mern und soll­ten da­zu noch ein tol­les Pro­gramm bie­ten. Da­mit die Schü­ler un­ter­ein­an­der da­für wer­ben. Die Ziel­grup­pe liegt zwi­schen der fünf­ten und der neun­ten Klas­sen, auch nicht im­mer ein­fach, für je­de Al­ters­grup­pe et­was Auf­re­gen­des zu fin­den.

Die Schu­len wie­der­um müs­sen eben­falls mit­zie­hen; nur der Aus­hang am Schwar­zen Brett al­lein reicht nicht. Au­ßer­dem müs­sen sie be­reit sein, die Schü­ler für den Tag frei­zu­stel­len. Doch das En­ga­ge­ment ist so wich­tig. Da­für spricht da­bei nicht nur der Fachkräftemangel – der in un­se­rer Re­gi­on ein rie­si­ges Pro­blem ist. Nein, vie­le jun­ge Men­schen sind von der ak­tu­ell rie­si­gen Aus­wahl an mög­li­chen Aus­bil­dun­gen und Be­ru­fen viel­leicht über­for­dert. Je­der Girls’ und je­der Boys’ Day kann ih­nen bei die­ser weit­rei­chen­den Ent­schei­dung hel­fen. Mit dem Ziel, dass die jun­gen Men­schen früh­zei­tig wis­sen, was sie wol­len und wie sie sich dar­auf vor­zu­be­rei­ten kön­nen. Wie vie­le be­wer­ben sich nicht en­ga­giert, weil sie nicht wis­sen wo­für? Wie vie­le schmei­ßen je­des Jahr nach dem ers­ten oder zwei­ten Tag ih­rer Aus­bil­dung hin – oder quä­len sich un­glück­lich durch die Lehr­zeit? Beim Girls’und Boys’ Day sam­meln die Ju­gend­li­chen Er­fah­run­gen. Im bes­ten Fall ler­nen sich der künf­ti­ge Chef und sein bal­di­ger Mit­ar­bei­ter so ken­nen. Wenn dann noch ein ein­wö­chi­ges Prak­ti­kum folgt, spa­ren sich bei­de Sei­ten da­mit Ent­täu­schun­gen und freu­en sich auf die spä­te­re Zu­sam­men­ar­beit.

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